Jetzt läuft auf Ö1:

Du holde Kunst

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Der Schatz im Mistkübel". P. Gustav Schörghofer SJ, Theologe, Philosoph und Kunstwissenschafter stellt Überlegungen an, ob Abfall wirklich wertlos ist. - Gestaltung: Alexandra Mantler Die Kehrseite des Konsums sind immer größer werdende Müllberge. Neben der Fülle dessen, was wir gebrauchen, wird der Berg dessen, was wir verbraucht haben, immer größer. Ist der Abfall tatsächlich wertlos? Im Abfall sind Schätze zu entdecken, nicht nur im materiellen Abfall, sondern auch in all dem, was oft als wertlos und unbrauchbar verworfen wird. Das Verachtete verdient höchste Achtung.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Gottfried Helnwein über sein Mahnmal "I saw this" Im Auftrag der Wiener Städtischen Versicherung wird der Wiener Ringturm jährlich künstlerisch verhüllt - diesmal hat Gottfried Helnwein die Gestaltung übernommen. Der Künstler betrachtet sein Werk, das ein blondes Mädchen mit Maschinengewehr darstellt und den Titel "I saw this" trägt, als Mahnmal gegen den Krieg. "Leporello" sprach mit Gottfried Helnwein über Kunst und Zeitgenossenschaft. - Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Johannes Leopold Mayer. Wundersames aus dem Kleinen Walsertal, nahezu Beängstigendes von Joseph Haydn und freudig-poetisches aus dem österreichischen Barock. "Ein Wunder: der Einbruch des Unerwarteten in die Geschichte" - Johann Wolfgang von Goethe


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Gehirn und Körper

Eine Wechselbeziehung (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Mit dem Wissen um die Neuroplastizität des Gehirns wurde zu Beginn des Jahrtausends in der Medizin ein Paradigmenwechsel eingeleitet. Dieser beruht auf der Erkenntnis, dass Körper und Gehirn in einer Wechselbeziehung stehen. Das menschliche Gehirn wird nicht länger als oberste Kontrollinstanz gesehen sondern ist Teil eines Systems. Damit wird der Körper zum Verbündeten. Der kanadische Psychiater Norman Doidge von der Columbia University in New York spricht von einem möglichen Selbstheilungsprozess. Er hat zahlreiche Patientengeschichten untersucht, darunter Parkinson, Schlaganfall und chronische Schmerzpatient/innen. Und er hat beobachtet, wie Betroffene durch sanfte, nicht invasive Methoden ihren Gesundheitszustand langfristig verbessern konnten. Mit mentalem Training, Körpertraining, Licht-, Musik - und Psychotherapie konnten sie selbstregulierende Prozesse unterstützen. Die Wissenschaft kann heute mit bildgebenden Verfahren diese Prozesse dokumentieren. Neurobiolog/innen zeichnen nach, wie sich die Stoffwechselprozesse im Gehirn den körperlichen Veränderungen anpassen. Durch nicht-invasive, sanfte Therapien lassen sich selbstregulierende Impulse setzen. Neurolog/innen sprechen hier von den neuroplastischen Veränderungen im Gehirn. Diese wirken sich auf das körperliche und das psychische Wohlbefinden eines Menschen aus. Leidende bekommen damit ein Werkzeug in die Hand, ihren Genesungsprozess zu beeinflussen.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Container

Transportbox der Globalisierung (1). Gestaltung: Anna Masoner Waren rund um die Globus zu transportieren, war über Jahrhunderte hinweg äußerst mühsam. Sie mussten Stück für Stück, Sack für Sack, Kiste für Kiste von Kutschen auf Schiffe oder Züge verladen werden. Das änderte sich als in den 1950er Jahren ein findiger US-amerikanischer Unternehmer gemeinsam mit der US-amerikanischen Marine nach besseren, schnelleren Möglichkeiten suchte. Am 26. April 1956 schipperte der Unternehmer Malcolm Purcell McLean mit einem umgebauten Tanker von Port Newark im Bundesstaat New Jersey Richtung Houston in Texas. An Bord hatte er 58 prall gefüllte gerippte Aluminiumbehälter. McLean war zwar lange nicht der erste, der mit Containern experimentierte, aber er schaffte es, ihn gut zu verkaufen, nicht zuletzt ans US-Militär. Heute sind täglich zig Millionen der Boxen unterwegs, im Wasser, an Land und in der Luft. Der Container reduzierte die Transportkosten von Gütern auf einen Bruchteil und brachte die weltweiten Warenströme zwischen Europa, Amerika und Asien zum Fließen. Rund 90% Prozent der Güter, die heute über die Meere verschifft werden, reisen in Containern. Wir sehen uns an Häfen und wichtigen Transportknoten in Europa und China um und fragen nach, ob der Containerboom auch die nächsten 60 Jahre so weitergehen wird.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Medienkomposition

Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz (1). Gestaltung: Hans Groiss Studierende der mdw Ein Wiegenlied, Hochzeitsmusik, Sounddesigns von Smartphones und das, was ertönt, wenn Sie eine Geburtstagskarte öffnen: Medienkomposition ist allgegenwärtig. Ennio Morricone, Hans Zimmer, John Williams, Iris ter Schiphorst, Gustav Holst, aber auch Suzanne Ciani, Kurt Weil, Anton Karas und Modest Mussorgski schrieben Musik für unterschiedlichste Medien. Frei nach Victor Hugo: Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und trotzdem ausgedrückt werden sollte und Musik bedeutet immer ein Ausbruch aus dem Alltag - sie ist Ablenkung, Stimmung erzeugend und jegliche Gefühlslage färbend. Musik kann tiefgreifend, erkenntnisreich, oberflächlich oder herzzerreißend sein. Professionistinnen und Professionisten am Theater, im Film und bei der Werbung wissen über die emotionale Wirkung von Tönen, Klängen und Schall. Sounddesigner/innen machen, dass selbst das Auto oder das Chipssackerl gut klingen. Digitale Medien eröffneten neue Anwendungsbereiche. Ein Medium ist ein Mittel zum Zweck. Marshall McLuhan meinte, dass ein Medium selbst die Botschaft ist. Ist ein Medium aber eine Leerstelle oder eine Schnittstelle? Ist Medienkomposition eine eigenständige Kunstform und ist diese Gattung mit dem Aufkommen der Filmkultur in den 1920er Jahren überhaupt erst entstanden? Studierende des Radioproduktionsseminars der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien untersuchen gemeinsam mit Hans Groiss die Verbindung von Musik und Medien im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Stefan Höfel. "Großstadthefe" - Die Wiener Musik im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. "Die jungen Leut' die tanzen, Mir Alten mir schaun zua, Mir ham halt unser Freud an dö: Der 'Laut Schan' dudelt 'Duliäh', Die Schrammeln rebelns owa, der Bratfisch singt dazua, Und unser Ball, der ist erst aus, Wenn d'Sunn scheint in der Fruah." So dichtet Volkssänger Carl Schmitter anlässlich des Wiener Fiakerballs im Jahr 1886, zu einer Zeit in der das Wienerlied bereits in aller Munde ist. Wenige Jahrzehnte zuvor, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, entsteht in Wien eine Musikgattung, die sich noch heute großer Popularität erfreut: Wienerlied und Wiener Tanz genannt - eben die Wiener Musik dieser Zeit. Die Vermischung von Stilen und Kulturen war es die prägend war für diese Gattung. Anfänglich waren es beispielsweise Zuwanderer aus den Bundesländern, die das "Alpenländische Idiom" einbrachten.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Ex libris-Nachlese. "Der Mann, der nicht mitspielt. Hollywood 1921: Hardy Engels erster Fall" von Christof Weigold. Gestaltung: Peter Zimmermann


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gerhard Krammer. Die Streichersonaten des Gioachino Rossini. Rossini war gerade zwölf Jahre alt, als er im Sommer 1804 sechs Streichersonaten komponierte. Die nicht ganz "gewöhnliche" Besetzung - zwei Violinen, Violoncello und Kontrabass - ist dem Entstehungsort in Ravenna geschuldet. Das Frühwerk galt lange Zeit als verschollen, erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Noten wieder entdeckt. Sir Neville Marriner hat mit seiner Academy of St. Martin-in-the-Fields die Stücke in Konzerten gespielt. Eine Studioeinspielung aus den 1990er-Jahren ist jetzt neu aufgelegt worden.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Asylsuchende im "Deportation Gap". Gäste: Sieglinde Rosenberger, Professorin für Politikwissenschaft, Universität Wien; Anny Knapp, Vorsitzende Asylkoordination Österreich; Uschi Spitzbart, Initiative "Klosterneuburg hilft" Moderation: Xaver Forthuber Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 Auf dem Territorium der EU leben schätzungsweise mehr als eine Million Asylsuchende und irreguläre MigrantInnen im so genannten "Deportation Gap": Asyl wurde ihnen verweigert, aber rechtliche, humanitäre oder praktische Gründe verhindern, dass sie abgeschoben werden können. Ohne jede Perspektive drohen sie in Armut, Obdachlosigkeit oder Kriminalität abzurutschen. Ein aktuelles Forschungsprojekt der Politikwissenschafterin Sieglinde Rosenberger beschäftigt sich mit diesem Phänomen und gibt konkrete Empfehlungen für politische Maßnahmen. Wie sich die Zivilgesellschaft dazu verhält, ist das Thema einer weiteren Studie, in der es um Protestbewegungen rund um das Asylthema geht. Wie lebt es sich in der "Lücke" zwischen Integrationsperspektiven und drohender Abschiebung? Anny Knapp vom Verein "asylkoordination österreich" hat Einblick in die Asylverfahren und ist die österreichische Koordinatorin im europaweiten NGO-Netzwerk ECRE. Uschi Spitzbart wohnt im niederösterreichischen Klosterneuburg, in ihrer Familie lebt seit 2015 ein junger afghanischer Flüchtling, und gemeinsam mit anderen Privatpersonen aus ihrer Gemeinde engagiert sie sich in dem Verein "Klosterneuburg hilft". Wie gehen wir mit Menschen um, die - oft langfristig - einen unsicheren Aufenthaltsstatus haben? Wie entscheiden wir über den Zugang zu sozialen Rechten und Basisversorgung? Und wie sollen die gesellschaftlichen Debatten darüber ausgetragen werden? Diskutieren Sie mit Anny Knapp, Sieglinde Rosenberger und Ursula Spitzbart: Rufen Sie live in der Sendung an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

L'univers français. Zum 350. Geburtstag von François Couperin. Hiro Kurosaki, Barockvioline und Moderation; Clément Geoffroy, Cembalo und Freunde aus dem Ensemble Les Arts Florissants. Gestaltung: Jörg Duit Das barocke Frankreich König Ludwig XIV, des Sonnenkönigs - ein Universum für sich -wird in diesem Konzert dem Publikum hörbar gemacht. Der langjährige Konzertmeister des Ensembles Les Arts Florissants, Hiro Kurosaki, hat dafür eine Gruppe von Interpreten versammelt, die die Musik dieser Zeit gleichermaßen mit der Muttermilch aufgesogen und zu neuem Leben erweckt hat: zum Teil Künstler, die von Les Arts Florissants-Gründer William Christie entdeckt wurden und Musiker, die über Jahrzehnte bei diesem renommierten Klangkörper mitgewirkt haben, allesamt Persönlichkeiten, deren Beschäftigung mit der europäischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts sich nicht auf das Musizieren beschränkt, sondern darüber hinaus auch Musikvermittlung und wissenschaftliche Auseinandersetzung zum Selbstverständnis hat. Lieben und Leben in der Grande Nation, inszeniert in Werken von François Couperin, Michel Lambert und Louis-Nicolas Clérambault.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Mobile Krisenhilfe am Bauernhof Wenn Putzen, Kochen, Melken, Kinder versorgen und Heu ernten von einer Fremden übernommen wird Die Dorfhilfe ist eine soziale Einrichtung des Landes Niederösterreich. 32 Dorfhelferinnen stehen auf Abruf bereit - es sind speziell ausgebildete Frauen, die bei Bedarf auf Bauernhöfen einspringen: Sie ersetzen die Bäuerin oder helfen ihr und dem Landwirt in Krisensituationen. Wenn der Landwirt oder seine Frau Urlaub brauchen, wenn sie erkranken oder verunglücken springt eine Dorfhelferin ein. Sie wohnt am fremden Hof, kümmert sich um die Kinder, führt den Haushalt, melkt die Kühe oder arbeitet bei der Ente mit. Die Länge ihres Aufenthaltes hängt vom Grund des Einsatzes ab - 12 Wochen Dorfhilfe etwa stehen einer Landwirtin zu, die ein Kind mit Kaiserschnitt zur Welt bringt. Dorfhelferinnen sind flexibel und vielseitig, sie hören zu und trösten, sie müssen aber auch professionellen Abstand halten zum Leid der Landwirte, die sie unterstützen: "Mitfühlen, aber nicht mitleiden" ist ihr Motto. Ausgebildet werden diese Ersatzbäuerinnen an der Landwirtschaftlichen Fachschule Gießhübl bei Amstetten. Gestaltung: Ernst Weber Randnotizen: Lukas Tremetsberger


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Ein Radiohund schnüffelt Gras, Heu oder Stroh. Am Wochenende hat Rudi seinen Freund Tony Terrier besucht. Den ganzen Samstag haben sie im Garten gefaulenzt und Tony's Frauli beim Rasenmähen beobachtet. Am Ende lagen überall kleine Grashaufen verteilt. Tony hat behauptet, dass daraus Heu wird, wenn es trocken ist. Rudi findet das seltsam. Erstens riecht es nicht wie Heu und zweitens sieht es ganz anders aus. Er besucht die Bäuerin Brigitte Obernhumer auf ihrem Hof in Oberösterreich. Sie kann ihm sicherlich erklären, wo der Unterschied liegt. Brigitte Obernhumer: "Das erste Gras, das wir mähen, heißt Silage. Am Anfang ist das Gras auf der Wiese noch jünger und üppiger und deshalb machen wir eine Silage daraus." Rudi: "Ich verstehe nur Bahnhof. Was ist eine Silage?" Brigitte Obernhumer: "Das Gras wird nur einen Tag getrocknet und kommt in eine Presse. Dann wickeln wir es in eine Folie und machen Rundballen daraus. Das musst du dir so vorstellen, wie beim Sauerkraut. Wir machen es haltbar wie Sauerkraut." Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Im Zeit-Raum: Das Alte Testament in Bildern Johannes Kaup im Gespräch mit dem Maler Arik Brauer. Bearbeitung: Robert Weichinger (aufgenommen am 14. Juni 2018 im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses) "Du sollst dir kein Bild machen", heißt es in den Zehn Geboten. Aber was macht man als Großvater, wenn die zehnjährige Enkelin wissen will: "Was war vor dem Urknall?" Weil Arik Brauer diese Frage berührt hat, hat er zum Bleistift gegriffen und sechzig beeindruckende Zeichnungen angefertigt. Sie sind nun in dem Buch "Das Alte Testament. Erzählt von Arik Brauer" erschienen. Mit Johannes Kaup spricht der bekannte Künstler über seinen Zugang zur Bibel, sein davon inspiriertes Werk sowie die daraus abgeleiteten Lebensüberzeugungen.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1953 - Ringturm Der 73 Meter hohe Ringturm (inklusive Wetterleuchte sogar 93 Meter) besteht aus einem 20-stöckigen Hochhaus und aus einem angrenzenden, siebenstöckigen Gebäude. Insgesamt 500 Menschen arbeiten heute hier für die Vienna Insurance Group und die Wiener Städtische Versicherung. 1953 wurde mit dem Bau der neuen Zentrale der Wiener Städtischen Versicherung begonnen - nach den Plänen von Erich Boltenstern im Stil der "moderaten Moderne". Die Idee das erste Hochhaus in Wien zu errichten, stammt vom damaligen Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung Norbert Liebermann. Er war nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten in die USA nach Österreich zurückgekehrt und fasste den Entschluss: "Wir bauen ein Hochhaus". 1953 wurde mit dem Bau der neuen Zentrale der Wiener Städtischen Versicherung begonnen - nach den Plänen von Erich Boltenstern im Stil der moderaten Moderne. "Es gab Anfang der 1950er Jahre Wahlplakate auf denen stand ?Wien wird Weltstadt', und da ist schon so eine Art abstrahierter Ringturm drauf", sagt der Architekt Adolph Stiller. Er leitet die Ausstellungsreihe "Architektur im Ringturm" im Erdgeschoss des Gebäudes am Schottenring. "Hochhäuser und Mini-Wolkenkratzer bedeuten Aufschwung. Es war- zehn Jahre nach der totalen Katastrophe - wirklich ein neuer Schwung zu spüren und zu sehen".


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Die Verwandlungen der Sängerin Fatoumata Diawara Sie ist Schauspielerin, Sängerin, Ikone der Musik in Mali und Westafrikas. Sieben Jahre nach ihrem fulminanten Debut "Fatou" und einigen Richtungsänderungen scheint Fatoumata Diawara in ihrem Element angekommen. Auf ihrem Album "Fenfo - Something to say" präsentiert sie sich als Star mit gewichtiger Botschaft, in aufsehenerregender visueller Inszenierung durch die äthiopische Künstlerin Aida Muluneh, mit Musik zugleich in westafrikanischer Tradition wie auch in aktuellem internationalem Popdesign. Die elf Songs sprechen Themen der Zeit an: die Migration aus Afrika, die Notwendigkeit, zu modernisieren und überkommene Auffassungen zu überwinden, die Stärkung afrikanischen Selbstbewusstseins zwischen Anpassung an Europa, Rohstoffverkauf an China und islamischem Fundamentalismus. "Fenfo" ist eine Fortsetzung von Fatoumata Diawaras Zusammenarbeit mit dem französischen Rockmusiker - M - (Matthieu Chedid), er fungiert als Koproduzent, dazu kommt eine Crew namhafter Musiker, darunter die Kora-Virtuosen Sidi und Toumani Diabaté, Bassist Étienne M'Bappé und Perkussionist Zé Luis Nascimento. Das Album hält seit seiner Veröffentlichung auf Platz eins der World Music Charts Europe, nominiert von rund 50 Radiojournalist/innen. Außerdem: ein Blick voraus auf zwei Musikfestivals, die in den nächsten Wochen Musik aus Afrika präsentieren werden.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Peter Rosegger und seine Zeit. Mit Gerald Schöpfer, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Graz. Gestaltung: Isabelle Engels Peter Rosegger wurde am 31. Juli 1843 im steirischen Alpl/Krieglach als erstes von sieben Kindern eines Bergbauernpaares geboren. Da er für eine Hofübernahme körperlich zu schwach war, begann er eine Lehre bei einem Wanderschneider. Dabei lernte er viele Leute, Höfe und Bräuche kennen - Stoff für seine ersten Texte. Peter Rosegger hatte das Glück, dass sein Talent erkannt und gefördert wurde. So erhielt er die Möglichkeit, bei der Grazer Tagespost seine Schriften zu publizieren und eine Handelsakademie zu besuchen. Danach war er als freier Schriftsteller tätig. Bekannt wurde Peter Rosegger als Heimatdichter, vor allem durch Romane wie " Die Schriften des Waldschulmeisters" und sein Erinnerungswerk "Die Waldheimat" (1877). Mit seinen Büchern brachte er einer großen Leserschaft das bäuerliche Leben näher. Weniger bekannt ist Roseggers Wirken als kritischer Journalist. Als Chefredakteur der Monatsschrift "Heimgarten" kommentierte er zahlreiche gesellschaftspolitische Probleme seiner Zeit, wie Landflucht und Industrialisierung, und er war ein Vordenker in den Bereichen Naturschutz und Bildung. In anderer Hinsicht wiederum war Peter Rosegger ein Kind seiner Zeit. Er hielt wenig von abstrakter Kunst und pflegte ein sehr konservatives Frauenbild. Doch insgesamt bemühte er sich um eine humanistische Grundhaltung und lehnte Formen des Extremismus ab. Peter Rosegger starb am 26. Juni 1918 in seinem Krieglacher Landhaus. Seine Werke sind auch heute sozialgeschichtlich relevant, dokumentieren sie doch die rasanten Veränderungen einer Epoche, die von der Revolution 1848, über die Gründerzeit und den Imperialismus bis zum Ende der Monarchie reicht.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Flächendeckendes WLAN, Online-Parlamentswahlen, E-Citizenship: Der kleine baltische Staat Estland bemüht sich schon lange, bei der Digitalisierung ganz vorn dabei zu sein. Datenschutz wird nicht immer groß geschrieben. Gestaltung: Christoph Kersting Estland nennt sich selbst auch ganz gerne "E-Estonia" oder "Laptopia" und inszeniert sich selbst als volldigitaler Vorzeigestaat. Kritik an fehlender Datensicherheit wird nicht gerne gehört. Jede Estin, jeder Este trägt in der Tasche eine voll-elektronische Identitätskarte. Unter dem "Isikukood", einer Bürgernummer, sind persönliche Gesundheitsdaten, Bankgeschäfte und das Einkaufsverhalten abrufbar. Hinter dem digitalen Gesicht werden aber auch tiefgreifende soziale Probleme sichtbar, etwa im Verhältnis der Esten zu den vielen Russischstämmigen im Land.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Wenn Wälder brennen Von Lena Hallwirth Jedes Jahr verwüsten Walbrände in Europa tausende Hektar Land. In Österreich brennt im Durchschnitt 200 Mal pro Jahr ein Wald. 85 Prozent der Fälle werden direkt oder indirekt durch Menschen verursacht, meist durch achtlos weggeworfene Zigaretten. Ist der Sommer besonders trocken, können auch Blitzschläge zu Bränden führen, wenn auf sie kein Regen folgt. Im steilen Gelände der Alpen sind die Brände besonders schwer zu löschen. Weil die Wälder vor Lawinen und Steinschlag schützen, ist der Schaden hier besonders groß. Und er könnte zukünftig noch größer werden, da durch vermehrte Hitze- und Trockenperioden in Folge des Klimawandels die Gefahr von Waldbränden in Österreich zunimmt. - Die Wiener Universität für Bodenkultur arbeitet daher gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik an einem Frühwarnsystem, das klimatische und sozioökonomische Faktoren miteinbezieht. Wie sich Wälder nach einem Brand erholen können, ist eine weitere Forschungsfrage.


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Maria Reininger. Ein Highlight des Vienna Blues Spring 2018 Geradliniger Blues und viel Spielfreude: Bernard Allison kostete beim Auftritt im Wiener Reigen nahezu jeden Ton seiner Gitarrenläufe aus - hörbar und sichtbar. Der E-Gitarrist aus Chicago, trotz seiner 52 Lebensjahre für viele immer noch vor allem der Sohn des legendären Bluesgitarristen Luther Allison, scheute sich auch nicht, die Songs seines Vaters zu präsentieren und an gemeinsame Auftritte in Wien zu erinnern. Den Bluesabend in Richtung Rock erweiterten die Newcomerin Vanja Sky, die erst vor ein paar Jahren beim Beislkonzert daheim in Kroatien zum Gitarrespielen gekommen ist, und Mike Zito, der schon vor Jahrzehnten, im zarten Alter von 5, in St. Louis seine Blues-Karriere begonnen hat - zunächst als Sänger, später als Gitarrist. Zudem brachte Roger Inniss, Bassist mit karibischen Wurzeln und schon in den vergangenen Jahren immer wieder Teil der "Blues Caravan"-Rhythm Section, mit seinem Spiel Leichtigkeit in die Musik. Maria Reininger präsentiert die Höhepunkte des Konzerts.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Gehirn und Körper. Eine Wechselbeziehung (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Transportbox der Globalisierung (1). Gestaltung: Anna Masoner Medienkomposition. Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz (1). Gestaltung: Hans Groiss Studierende der mdw


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Rückschau auf die Wittener Tage für neue Kammermusik 2018. Gestaltung: Reinhard Kager Die österreichische Präsenz bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik hätte kaum größer sein können als Ende April dieses Jahres. Gleich am Eröffnungsabend stand eine poetisch anmutende "Blumenwiese 1-3" von Georg Friedrich Haas auf dem Programm. Tags darauf folgt mit dem Klavier-Duo "Im Lichte II" von Johannes Maria Staud ein weiteres Werk eines Österreichers. Gleich drei Mal spielte das Klangforum Wien an den drei Tagen des WDR-Festivals an der Ruhr, und der Kontrabassist des Ensembles, Uli Fussenegger, schuf mit "Synthetic Skin" ein improvisatorisches Stück mit verzerrt und übereinander geschichtet ertönender Tonbandmusik. Das Zentrum dieser Wittener Tage bildete aber der elsässische Komponist Mark Andre, der als diesjähriger Composer in Residence gleich mit fünf Stücken präsent war. Mit Nachdruck verweisen seine sensiblen Werke, dass Intensität keine Frage der Lautstärke ist, auch wenn die Töne beinahe verlöschen. Weitere interessante Uraufführungen stammen u .a. auch von Franck Bedrossian, Ricardo Eizirik, Liza Lim, Elena Mendoza, Agata Zubel und Karola Bauckholt.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Gerhard Hafner Musikauswahl: Gerhard Hafner dazw. 03:00 Uhr Nachrichten