Jetzt läuft auf Ö1:

Ö1 Journal um acht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Spirituelle Jahresregenten 2018" - Schicksale, Leitbilder. Der Kirchenhistoriker Rupert Klieber spürt den Botschaften historischer Persönlichkeiten nach. - Gestaltung: Alexandra Mantler Im kaum begonnenen Jahr 2018 runden sich die Todestage einiger bemerkenswerter Gestalten der europäischen Geschichte, nicht zuletzt des Alpen-Donau-Raumes. Die Palette reicht von den Salzburger Gründerheiligen Rupert und Erentrud von 718 bis hin zu den sogenannten evangelischen Pastoren-Märtyrern aus dem Baltikum von 1918, die Opfer der menschenverschlingenden russischen Revolution wurden. Sie verdienen es, dem Vergessen entrissen zu werden, weil sie zu ihrer Zeit Pioniere und Weichensteller für ganze Regionen waren oder aber exemplarische Lebensläufe verkörpern und damit stellvertretend die Erinnerung an das Schicksal Abertausender aufrechterhalten. Die Gedanken dieser Woche spüren den Botschaften nach, die sie uns Heutigen über die Jahrhunderte hinweg zurufen.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Mirjam Jessa. Amüsement mit "monstres sacrés" "Il faut s'amuser, danser et rire" - man soll sich also amüsieren, tanzen und lachen, ein Lebensmotto, dass wir nicht auf Anhieb mit Tschaikowsky in Verbindung bringen. Zu Unrecht! Aber zu Beginn begibt sich Schubert auf dünnes Eis, Johann Schrammel sieht ihm dabei zu. Josef Haydn wird schließlich auf ausdrücklichen Wunsch von Danny Kaye und Louis Armstrong aufs Glatteis geführt und zum Schluss gibt's noch eine Elefantenrunde. C'est comme ça.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Winterbrüter mit Spezialschnabel. Der Ranger Matthias Mühlburger vom Nationalpark Hohe Tauern spricht über den Fichtenkreuzschnabel. Teil 2: Lebensraum und Nahrungsangebot Gestaltung: Wolfgang Bauer Der Fichtenkreuzschnabel aus der Familie der Finken ist ein häufig anzutreffender Vogel der Fichten-, Tannen- und Lärchenwälder. Sein auffälligstes Merkmal ist ein dicker, gebogener Schnabel mit gekreuzten Schnabelspitzen. Der Legende nach hat er diese Schnabelform erhalten, als er dem am Kreuz sterbenden Jesus zu Hilfe kommen wollte, indem er versucht hat, mit seinem Schnabel die Nägel am Handgelenk Jesu herauszuziehen. Dabei habe sich der Schnabel vor Anstrengung verbogen. Das von Jesus herabtropfende Blut wiederum sei für die Rotfärbung des Vogels verantwortlich. Der auffällig gebogene und gekreuzte Schnabel stellt in Wahrheit ein hervorragendes Werkzeug dar, um die Hauptnahrung des Vogels, die Samen, aus den Zapfen der Fichten und anderer Nadelbäume heraus zu arbeiten. Mit diesem Schnabel gelingt auch die Jagd nach Spinnen, Raupen und anderen Insekten ganz hervorragend - vor allem in den Sommermonaten. Ebenfalls auffällig ist die Brutzeit des Fichtenkreuzschnabels. Der Nachwuchs kommt nämlich in den Wintermonaten zur Welt. Aufgrund der hervorragenden Anpassung des Vogels geht selbst bei tiefsten Temperaturen die Brutpflege und die Entwicklung der Jungvögel problemlos vonstatten. In günstigen Jahren, wenn das Angebot an Fichtensamen groß ist, kann es auch zu einer zweiten Brut kommen. Vom Nahrungsangebot sind auch die Wanderbewegungen des Vogels abhängig. Wenn das Angebot an Samen in heimischen Nadelwäldern groß ist, kann es vorkommen, dass der Fichtenkreuzschnabel und seine Verwandten (Bindenkreuzschnabel, Kiefernkreuzschnabel) aus anderen Regionen Europas diese Wälder aufsuchen. Umgekehrt können sich bei schlechtem Nahrungsangebot vergleichsweise wenige Fichtenkreuzschnäbel in unseren Wäldern aufhalten.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Männergesundheit

Die zweite Hälfte der Gendermedizin (2). Gestaltung: Winfried Schneider und Nikolaus Scholz Männergesundheit ist mehr als Prostatauntersuchung oder das Messen des Testosteronspiegels. Ihr Themenfeld geht über das der Urologie und Andrologie weit hinaus. Anders als die einleuchtende Forderung nach gendergerechter Frauenmedizin ist Männergesundheit als eigener Bereich noch kaum etabliert. Dabei harren viele offene Fragen seit langem auf Antworten: Warum ist die Lebenserwartung von Männern deutlich kürzer? Wie wirken sich männlicher Habitus und Rollenbilder auf die Gesundheit aus? Welche Rolle spielen Arbeit und soziale Lage? Gehen Männer mit körperlichen und psychischen Krankheiten anders um als Frauen? Und vor allem: Lassen sich aus den Antworten auf diese und auf viele weitere Fragen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Männergesundheit ableiten? Angeblich "typisch männliche" Verhaltensweisen wirken sich auf die Gesundheit und die Lebenserwartung von Männern nachteilig aus. Viele Männer nehmen weit höhere Risiken in Kauf als Frauen, im Straßenverkehr wie auch im Sport. Für berufliche Karrieren rackern nicht wenige bis zum Kollaps. Alkoholabusus ist unter Männern deutlich weiter verbreitet als bei Frauen. Dazu kommt, dass Krankheit von Männern oft mit Schwäche gleichgesetzt wird. Nicht zuletzt deshalb suchen Männer erst deutlich später ärztliche Hilfe. Häufig erst viel zu spät. Kein Wunder, dass Männer in Bezug auf ihr Gesundheitsverhalten einen ziemlich schlechten Ruf haben. Aber haben sie diesen schlechten Ruf auch zu Recht? Expert/innen beklagen in diesem Zusammenhang, dass der Diskurs zur Männergesundheit viel zu undifferenziert sei. Schließlich handle es sich nicht um eine homogene Gruppe. Vielmehr gelte es, historische, soziale, regionale, und viele weitere Aspekte mit zu berücksichtigen. Denn mit biologistischen Ansätzen lassen sich Fakten wie beispielsweise die männliche Übersterblichkeit jedenfalls nicht ausreichend erklären. Eher schon mit sozial-körperlichen Theorien, die so wie Pierre Bourdieu geschlechtstypische Habitusmuster in den Blick nehmen. Oder mit historischen Ansätzen, mit denen sich zum Beispiel zeigen lässt, dass die Lücke in den Lebenserwartungen von Männern und Frauen besonders während der rasanten Industrialisierung im 19. Jahrhundert weit aufgegangen ist. Winfried Schneider und Nikolaus Scholz haben für ihre Radiokolleg-Reihe mit Ärzten und Ärztinnen, Soziologen, Demographen und anderen Expert/innen gesprochen und Männer und deren Frauen über ihr Gesundheitsverhalten befragt.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

R wie Risikokapital, S wie Staatsschulden, T wie Transaktionssteuer und U wie Unternehmensanleihe (2). Gestaltung: Juliane Nagiller Ohne Wissen über die Finanzwelt lässt sich die Welt von heute nicht mehr verstehen. Die Radiokollegreihe "Das ABC der Finanzwelt" greift ausgewählte Börsen- und Wirtschaftsbegriffe auf und blickt hinter die Fachtermini. In der Staffel mit den Buchstaben R bis U geht es um Begriffe wie Risikokapital, Staatsschulden, Transaktionssteuer und Unternehmensanleihe. Alle bislang gesendeten Beiträge stehen von "A wie ATX bis Z wie Zinsen" als offene Bildungsressource unter http://oe1.orf.at/archiv_abcfinanzwelt zur Verfügung. Unter "S wie Staatsschulden" gehen wir der Frage nach: Wie hoch darf der Schuldenstand eines Staates sein? Derzeit beträgt die Verschuldung der Republik Österreich rund 290 Milliarden Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 39.000 Euro. Doch diese Zahlen sagen nicht viel aus. Man muss sie in Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt setzen. Diese Staatsschuldenquote liegt in Österreich bei rund 80%. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 ist die öffentliche Verschuldung gemessen an der Wirtschaftskraft deutlich gestiegen. Teuer ausgewirkt hat sich die Bankenrettung. 23 Milliarden der derzeitigen Staatsverschuldung entfallen auf Verbindlichkeiten aus den Bankenpaketen. Doch der Blick in die Zukunft stimmt optimistisch. Die Konjunktur hat angezogen und die Zinskosten sind durch das weltweit niedrige Zinsniveau und die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank gesunken. Die Schuldenquote Österreichs soll in den kommenden fünf Jahren wieder auf 64% sinken, schätzen Experten.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Vielschichtiges Schaffen in finsteren Zeiten

Wilhelm Grosz - ein "entarteter" Musiker (2). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber Die Brandmarkung als "entartet" durch die Nationalsozialisten bewirkte bei vielen Künstlern auch nach dem Ende des "Dritten Reichs" ein Verschwinden aus der öffentlichen Wahrnehmung. Dieses Schicksal teilt auch Wilhelm Grosz, ein österreichsicherer Komponist, welcher auf die 1938 gegründete Liste der "entarteten" Komponisten gesetzt wurde. Grosz Karriere begann in seiner Geburtsstadt Wien, in der er Komposition, Klavier und Dirigieren und Musikwissenschaften studierte. Bis 1927 lebte er in Wien als freischaffender Komponist und Pianist, ehe er mit seiner Frau nach Berlin zog. Dort erfolgte seine Hinwendung zu aktuellen Schlagerliedern und der Rundfunk- und Filmmusik. Sein Erfolg in der Unterhaltungsbranche wurde durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 unterbrochen. Es folgte die Flucht nach Großbritannien, ehe Grosz in der Hoffnung auf ein Unterkommen in Hollywood 1939 in die USA auswanderte, dort aber an einem Herzinfarkt starb. Grosz musikalisches Schaffen besteht aus vielen verschiedenen Gattungen: von Kunstlied, Oper, Operette, symphonische und Kammermusik, über Jazz, Bühnen- und Filmmusik zu Songs und Schlagern. Dieses umfangreiche ?uvre geriet ob seiner Ächtung durch die Nationalsozialisten und durch seinen unerwarteten Tod in Vergessenheit. Das Radiokolleg zeichnet die musikalische Entwicklung ab den 1920er Jahren nach, deren innovative Aufbruchsstimmung durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten jäh beendet wurde. An Wilhelm Grosz werden die Stationen von Erfolg über die Stigmatisierung bis hin zur Auswanderung nachgezeichnet.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

In deutscher Übersetzung: Ausschnitte aus "Die verkaufte Braut" von Friedrich Smetana, "Madame Butterfly" und "La Bohème" von Giacomo Puccini, "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach und "Mignon" von Ambroise Thomas. Gestaltung: Michael Blees Bis in die 1960er Jahre haben auch die großen Bühnen in deutschen Sprachraum noch häufig fremdsprachige Opern in deutscher Übersetzung aufgeführt - beispielsweise die Deutsche Oper Berlin. An dieses Haus war im Jahr 1958 die spanische Sopranistin Pilar Lorengar gekommen, die schnell an dieser Bühne zum Publikumsliebling und zur Primadonna des Ensembles avanciert ist. Gleichzeitig wurde sie in ihren frühen Berliner Jahren von der Schallplattenindustrie entdeckt - und auch dabei galt es in jener Zeit zahlreiche Aufnahmen in deutsch zu besingen - gemeinsam mit Partnern wie Fritz Wunderlich, Rudolf Schock oder Sandor Konya. An dieser Periode in der Weltkarriere der Künstlerin erinnert "Anklang" zur 90. Wiederkehr des Geburtstags der bereits 1996 verstorbenen Sängerin mit dem warm blühenden und strahlenden Ton.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"In Namen der Dinge" von Francis Ponge. Es liest Markus Meyer. Gestaltung: Nicole Dietrich Die Dingwelt selbst zum Sprechen bringen: Ob Kieselstein, Garnele, Schmetterling oder Auster - Ponges Maxime ist es, die Gedanken und Meinungen des Dichters hinter den Gegenständen zum Verschwinden zu bringen, um deren eigentliches Wesen sichtbar zu machen. So heißt es über die Kerze: "Manchmal entzündet sich in der Nacht eine seltsame Pflanze, deren Schein die möblierten Zimmer in Schattenmassive zerteilt. Ihr Goldblatt steht in der Höhlung eines Alabastersäulchens reglos an tiefschwarzem Stiel." Ponge beschreibt die Dinge nicht, er überführt sie in eine sprachliche Form, um sie dort erst zum Leben zu erwecken. Unter dem Eindruck der Weltkriege und der einhergehenden Instrumentalisierung der Sprache macht es sich Ponge zum verbindlichen Prinzip, die Dinge von vorgefassten Meinungen zu befreien und mit den Mitteln der Sprache zu deren Eigenleben vorzudringen. Mit seiner Dichtung ebnete Ponge den Weg für die großen sprachkritischen Theorien von Roland Barthes bis Jacques Derrida. In Deutschland zeigte sich vor allem Peter Handke stark beeinflusst, der Ponges "Das Notizbuch vom Kiefernwald. La Mounine" ins Deutsche übertrug. Francis Ponge (1899-1988) gilt als einer der angesehensten Dichter im Frankreich der Nachkriegsjahre und erhielt für sein Werk zahlreiche Preise.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus Eine geigerische Europareise unternimmt der 1995 in Wien geborene österreichische Geiger mit armenischen Wurzeln Emmanuel Tjeknavorian auf seiner Debüt-CD. Und er unternimmt diese Reise allein: ohne Begleitung - oder wie es im Booklet heißt: ohne Begleitschutz, also Violine solo, dafür aber mit einer fast unbegreiflich perfekten Technik. Dass eine Violine nicht nur singt, sondern sich auch zugleich begleitet, und zwar nicht bloß mit einer zweiten Stimme, sondern akkordisch, mit vollständigen Harmonien, ist eigentlich ein aberwitziges Unterfangen. Physisch mehr als nur eine Herausforderung. So sind die auf dieser CD versammelten Kompositionen für Violine solo allesamt kleine technische Wunder: von Bachs berühmter Chaconne über Prokofievs Sonata für Violine solo bis zu den abenteuerlichen Variationen des 1814 in Brno geborenen Geigers Heinrich Wilhelm Ernst, der in der Tradition Paganinis das alte irische, hundertfach variierte und interpretierte Lied "The Last Rose of Summer" für Violine solo mit etlichen Variationen versieht. Dies aber in polyphonem Stil, d.h. die Melodie bleibt immer hörbar und wird gleichzeitig umspielt und variiert - einmal sogar wird sie gleichzeitig gezupft und in Variationen gestrichen. - Wie viele Hände hat dieser junge Geiger, der all dies mit unglaublicher Perfektion ausführt?


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Stuttgarter Philharmoniker, Dirigent: Jan Willem de Vriend; Ksenija Sidorova, Akkordeon. Johann Sebastian Bach: Konzert für Cembalo und Orchester Nr. 1 d-Moll BWV 1052 (arrangiert für Akkordeon und Orchester) * Astor Piazzolla: Drei Tangos für Akkordeon und Orchester * Franz Schubert: Ouvertüre im italienischen Stil Nr. 1 D-Dur D 590 * Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 11 (aufgenommen am 7. November 2017 im Stephaniensaal des Grazer Congress in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger In der internationalen Presse als "hervorragend subtil und virtuos" und "erstaunlich vollendete Künstlerin" gelobt, gilt Ksenija Sidorova als neuer Rising Star und versteht sich selbst als Botschafterin für das Instrument Akkordeon. Es erwartet Sie ein außergewöhnliches Debüt mit einem Programm von Bach bis Piazzolla. (Grazer Musikverein)


15.30 Uhr

 

 

Moment

Für wen ist die nachhaltig produzierte Mode (noch) ein Marketinggag? Als 2013 die Fabrik "Rana Plaza" in Bangladesch einstürzte und mehr als 1000 Menschen starben, begann man verstärkt über die Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie zu diskutieren: niedrige Löhne, kaum Sicherheitsbestimmungen, schädliche Chemikalien. Einige kleine Labels in Österreich produzieren seit Jahren sogenannte "faire" Kleidung. Kampagnen, wie das europaweite Netzwerk "Clean Clothes" oder die "Fair Wear Foundation", bemühen sich, Richtlinien durchzusetzen. Es geht langsam voran. Welchen Zertifikaten kann man trauen und was genau bedeutet "Made in Europe"? Wird in Italien oder Bulgarien "fairer" produziert als in China? Die Unternehmen, die EU, die Herstellerländer, die Kunden - wer kann und will die konventionelle Kleiderherstellung verändern? Wovon hängt es ab, wie wir einkaufen: vom Preis, von der Bequemlichkeit? Nach der Sendung bitten wir Sie um Ihre Meinung. Rufen Sie an - unter 0800 22 69 79. Gestaltung: Elisabeth Stecker


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Wetterfest oder Stubenhocker? Der Radiohund ist mürrisch. Er mag es gar nicht, wenn seine Pfoten kalt und nass sind und Rosi zwingt ihn - trotz Regen - eine große Runde Gassi zu gehen. Sonst sei Rudi nicht zum Aushalten, behauptet sie. Mit Nathalie, Sandra, Suraya und Felix spricht unser Radiohund übers Rausgehen, wenn es kalt ist oder regnet, über Fangenspielen im Park und Diskolicht beim Fußballspielen. Suraya: "Ich mag Schnee am liebsten, aber wenn es regnet, geh' ich nicht so gerne raus." Nathalie: "Dann bleib ich meistens zuhause. Wenn ich schon bei jemanden zu Besuch bin und dann nach Hause gehen muss und es regnet, dann haben wir immer einen Regenschirm dabei." Felix: "Ich geh' in unseren Garten raus, aber manchmal geh ich auch auf die Steinhofgründe rauf, mit Mama und Papa. Wir wohnen da in der Nähe und da kannst du jeden Tag mit dem Rad rauf und wieder runter fahren." Gestaltung: Johanna Steiner


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Die Kohlberg-Jahre des Werner Schwab oder: Wenn das Leben zum Feind wird. Feature von Mahmoud und Adam Lamine Rund 20 Dramen hatte der Dichter, der nur 36 Jahre alt werden sollte und sich zu Tode trank, der Nachwelt hinterlassen. "Groteske Abbilder voller Dreck und Abschaum, die provozieren und demaskieren, dabei aber urkomisch sind," wie die Kritik befand - und die Schwab in den 90er Jahren zum meistgespielten Dramatiker im deutschsprachigen Raum machten. Begonnen hatte alles in der Oststeiermark, wo Schwabs erste Stücke, die er als "Fäkaliendramen" zusammenfasste, entstanden. Im Kohlberger Tal, wo er mit Frau und Kind auf einem abgelegenen Bauernhaus ein Jahrzehnt lang zurückgezogen lebte. Dort entstanden Stücke wie "Die Präsidentinnen" oder "Volksvernichtung", erschuf Schwab Figuren wie "Frau Grollfeuer", "Fotzi" oder den "Hundsmaulsepp". Tragikomische Charaktere, die sich in der eigenen Lebensgeschichte des Dichters spiegeln und die oft reale Vorbilder in der Wirklichkeit haben. Die Sendung begibt sich auf Spurensuche ins Kohlberger Tal, zu Wort kommen u.a. Bernd Höfer, Schwabs Weggefährte, die Familie Jauk, deren Fleischhauerei zu einer Anlaufstelle für den Dichter wurde, oder die 88-jährige Josefa Trink, deren Mann im Drama "Mein Hundemund" verewigt wurde. Am 4. Februar wäre Werner Schwab 60 Jahre alt geworden. Redaktion : Alfred Koch


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Hava Nagila trifft Banana Boat Die Band Jewish Monkeys, das holländische Quartet Tiltan und die britische Formation She´Koyokh: Klezmer Punk und Balkan Polka, politisch nicht korrekt, aber nicht ohne Respekt.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Rolle der sogenannten "Barbaren" im Alpen- und Donauraum. Mit Roland Steinacher, Althistoriker und Mediävist. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Barbaren, das waren im Römischen Reich all jene, die keine griechisch-römische Bildung besaßen und daher von den Römern als unzivilisiert und ungebildet angesehen waren. Zum Beispiel die Heruler, die Rugier und die Gepiden. Diese, oft als "Völker" bezeichneten ethnischen Gruppen sind in der bisherigen Geschichtsschreibung allerdings eher untergegangen - sie standen stets im Schatten etwa der Goten und der Hunnen. Dabei spielten die Heruler, die Rugier und die Gepiden durchaus eine wichtige Rolle in der weichenstellenden Epoche Europas zwischen dem 3. und dem 6. Jahrhundert. Die drei barbarischen Verbände kämpften teils mit und teils gegen die Römer, sie taten sich mit den Hunnen zusammen und versuchten schließlich, an der Donau und auf dem Balkan am Rande des Reiches eigene Königreiche zu errichten. Folgt man dieser "barbarischen" Geschichte, lässt sich auch die römische Geschichte, also die Geschichte der Herrschenden, besser verstehen.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

In Afghanistan ereignet sich fast täglich irgendwo ein tödlicher Zwischenfall. Die schwersten Anschläge werden in der Hauptstadt Kabul verübt. - Gestaltung: Jürgen Webermann Am 4. Jänner wurden in Kabul bei einem blutigen Selbstmordattentat 20 Menschen getötet und 30 verletzt. Der Anschlag war der erste im neuen Jahr, nachdem es 2017 zwei Dutzend große Anschläge mit mehr als 500 Toten gegeben hatte; seit 2015 steigt die Gewalt jährlich stark an. Wie aber ergeht es den Überlebenden solcher Anschläge und jenen, die normalerweise nicht in den Meldungen auftauchen, nämlich den Angehörigen der Opfer? Und welche Perspektiven haben jene Menschen, deren Asylanträge in Europa abgelehnt wurden und die immer öfter nach Afghanistan abgeschoben werden? Eine Reportage aus Kabul.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Die Ökonomie des Immobilienmarktes Von Juliane Nagiller Horrende Mieten, befristete Mietverträge und dazu noch hohe Maklerprovisionen: Eine leistbare Wohnung zu finden, ist in Österreich derzeit nicht leicht. Die Mieten sind in den vergangenen fünf Jahren um rund 15 Prozent angestiegen. Der österreichische Wohnungsmarkt sei überhitzt, warnte der Europäische Ausschuss für Systemrisiken vor einem Jahr. Dem widerspricht die Österreichische Nationalbank, die den heimischen Immobilienmarkt beobachtet und regelmäßig evaluiert. Die Preisdynamik in Wien habe sich stabilisiert, dafür sind die Preise in den Bundesländern nachgezogen. Von einer Immobilienblase könne man aber nicht sprechen. - Seit der letzten Finanzkrise blicken Ökonomen verstärkt auf den Immobilienmarkt. Waren es doch faule Immobilien-Kredite, sogenannte Subprime-Kredite, die zum Ausbruch der Finanzkrise führten. Entwicklungen am Immobilienmarkt haben gravierende Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft und die Finanzmarktstabilität. Die klassische Ökonomie betrachtet den Wohnungsmarkt immer noch als "Black Box". Angebot und Nachfrage treffen sich im Gleichgewichtspreis. Doch Immobilien sind schon lange mehr als Wohnraum. Sie sind Investitionsmöglichkeiten, füllen Anlage-Portfolios und sind Spekulationsobjekte. - Wie stark gilt das auch für Österreich? Und wie erklären Ökonominnen und Nationalbanker die Dynamik am hiesigen Immobilienmarkt?


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Gautier Capuçon, Violoncello; Jean-Yves Thibaudet, Klavier. Robert Schumann: Drei Fantasiestücke für Klavier und Violoncello op. 73 * Johannes Brahms: Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 1 e-Moll op. 38 * Sergej Rachmaninow: Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 19 * Zugaben: Jules Massenet: Méditation aus der Oper "Thaïs" (Arrangement für Violoncello und Klavier) * Niccolò Paganini: Variationen über ein Thema von Rossini * Camille Saint-Saëns: Le Cygne (Der Schwan) aus "Le carnaval des animaux" (aufgenommen am 15. Dezember 2015 im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Stefanie Maderthaner Es gibt kaum ein Instrument, das so verschieden klingen kann wie das Cello. Je nachdem wer es spielt - und natürlich je nachdem, von welchem Instrumentenbauer es stammt. Genau deswegen hört man auch den bekannteren Werken der Celloliteratur meist mit wachen Ohren zu und immer mit Aufmerksamkeit und Interesse. Denn - je nach Cellist oder Cellistin - klingen diese Stücke jedes Mal "neu" für uns. Der Cellist Gautier Capuçon - geboren am 3. September 1981 - und der Pianist Jean-Yves Thibaudet - er kam am 7. September 1961 zur Welt - sind beide in der französischen Spieltradition groß geworden. Obgleich sie eigentlich verschiedenen Generationen angehören, scheinen sich ihre Musikvorstellungen ideal zu ergänzen und zu verbinden - in diesem hochromantischen Programm an ihrem Konzertabend im Wiener Musikverein im 15. Dezember 2015. (Stefanie Maderthaner)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Männergesundheit. Die zweite Hälfte der Gendermedizin (2). Gestaltung: Winfried Schneider und Nikolaus Scholz Das ABC der Finanzwelt. R wie Risikokapital, S wie Staatsschulden, T wie Transaktionssteuer und U wie Unternehmensanleihe (2). Gestaltung: Juliane Nagiller Vielschichtiges Schaffen in finsteren Zeiten. Wilhelm Grosz - ein "entarteter" Musiker (2). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Klangspuren Schwaz. Cathy Millikens "Earth Plays" für Orchester und Mezzosopran. Gestaltung: Reinhard Kager Beim Eröffnungskonzert der Tiroler Klangspuren im vergangenen Herbst, spielte das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck unter Jonathan Stockhammer ein so dichtes Programm, dass den Hörerinnen und Hörern von "Zeit-Ton" nicht alle Stücke dieses Abends vorgespielt werden konnten. In dieser Sendung wird der Blick ausnahmsweise rückwärts gerichtet, denn Cathy Millikens rund vierzigminütige Komposition "Earth Plays" für Orchester und Mezzosopran ist allemal hörenswert. Ergänzt wird diese in verschiedene Kontinente führende musikalische Erinnerungsreise der australischen Komponistin durch Sarah Nemtsovs von einem Gedicht Emily Dickinsons inspiriertes Orchesterstück "scattered ways", das im "Zeit-Ton" vom September 2017 auch nur auszugsweise angespielt werden konnte.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Aimie Rehburg Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten