Jetzt läuft auf Ö1:

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Spirituelle Jahresregenten 2018" - Schicksale, Leitbilder. Der Kirchenhistoriker Rupert Klieber spürt den Botschaften historischer Persönlichkeiten nach. - Gestaltung: Alexandra Mantler Im kaum begonnenen Jahr 2018 runden sich die Todestage einiger bemerkenswerter Gestalten der europäischen Geschichte, nicht zuletzt des Alpen-Donau-Raumes. Die Palette reicht von den Salzburger Gründerheiligen Rupert und Erentrud von 718 bis hin zu den sogenannten evangelischen Pastoren-Märtyrern aus dem Baltikum von 1918, die Opfer der menschenverschlingenden russischen Revolution wurden. Sie verdienen es, dem Vergessen entrissen zu werden, weil sie zu ihrer Zeit Pioniere und Weichensteller für ganze Regionen waren oder aber exemplarische Lebensläufe verkörpern und damit stellvertretend die Erinnerung an das Schicksal Abertausender aufrechterhalten. Die Gedanken dieser Woche spüren den Botschaften nach, die sie uns Heutigen über die Jahrhunderte hinweg zurufen.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Teresa Vogl


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Winterbrüter mit Spezialschnabel. Der Ranger Matthias Mühlburger vom Nationalpark Hohe Tauern spricht über den Fichtenkreuzschnabel. Teil 3: Nachwuchs in der kalten Jahreszeit Gestaltung: Wolfgang Bauer Der Fichtenkreuzschnabel aus der Familie der Finken ist ein häufig anzutreffender Vogel der Fichten-, Tannen- und Lärchenwälder. Sein auffälligstes Merkmal ist ein dicker, gebogener Schnabel mit gekreuzten Schnabelspitzen. Der Legende nach hat er diese Schnabelform erhalten, als er dem am Kreuz sterbenden Jesus zu Hilfe kommen wollte, indem er versucht hat, mit seinem Schnabel die Nägel am Handgelenk Jesu herauszuziehen. Dabei habe sich der Schnabel vor Anstrengung verbogen. Das von Jesus herabtropfende Blut wiederum sei für die Rotfärbung des Vogels verantwortlich. Der auffällig gebogene und gekreuzte Schnabel stellt in Wahrheit ein hervorragendes Werkzeug dar, um die Hauptnahrung des Vogels, die Samen, aus den Zapfen der Fichten und anderer Nadelbäume heraus zu arbeiten. Mit diesem Schnabel gelingt auch die Jagd nach Spinnen, Raupen und anderen Insekten ganz hervorragend - vor allem in den Sommermonaten. Ebenfalls auffällig ist die Brutzeit des Fichtenkreuzschnabels. Der Nachwuchs kommt nämlich in den Wintermonaten zur Welt. Aufgrund der hervorragenden Anpassung des Vogels geht selbst bei tiefsten Temperaturen die Brutpflege und die Entwicklung der Jungvögel problemlos vonstatten. In günstigen Jahren, wenn das Angebot an Fichtensamen groß ist, kann es auch zu einer zweiten Brut kommen. Vom Nahrungsangebot sind auch die Wanderbewegungen des Vogels abhängig. Wenn das Angebot an Samen in heimischen Nadelwäldern groß ist, kann es vorkommen, dass der Fichtenkreuzschnabel und seine Verwandten (Bindenkreuzschnabel, Kiefernkreuzschnabel) aus anderen Regionen Europas diese Wälder aufsuchen. Umgekehrt können sich bei schlechtem Nahrungsangebot vergleichsweise wenige Fichtenkreuzschnäbel in unseren Wäldern aufhalten.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Männergesundheit

Die zweite Hälfte der Gendermedizin (3). Gestaltung: Winfried Schneider und Nikolaus Scholz Männergesundheit ist mehr als Prostatauntersuchung oder das Messen des Testosteronspiegels. Ihr Themenfeld geht über das der Urologie und Andrologie weit hinaus. Anders als die einleuchtende Forderung nach gendergerechter Frauenmedizin ist Männergesundheit als eigener Bereich noch kaum etabliert. Dabei harren viele offene Fragen seit langem auf Antworten: Warum ist die Lebenserwartung von Männern deutlich kürzer? Wie wirken sich männlicher Habitus und Rollenbilder auf die Gesundheit aus? Welche Rolle spielen Arbeit und soziale Lage? Gehen Männer mit körperlichen und psychischen Krankheiten anders um als Frauen? Und vor allem: Lassen sich aus den Antworten auf diese und auf viele weitere Fragen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Männergesundheit ableiten? Angeblich "typisch männliche" Verhaltensweisen wirken sich auf die Gesundheit und die Lebenserwartung von Männern nachteilig aus. Viele Männer nehmen weit höhere Risiken in Kauf als Frauen, im Straßenverkehr wie auch im Sport. Für berufliche Karrieren rackern nicht wenige bis zum Kollaps. Alkoholabusus ist unter Männern deutlich weiter verbreitet als bei Frauen. Dazu kommt, dass Krankheit von Männern oft mit Schwäche gleichgesetzt wird. Nicht zuletzt deshalb suchen Männer erst deutlich später ärztliche Hilfe. Häufig erst viel zu spät. Kein Wunder, dass Männer in Bezug auf ihr Gesundheitsverhalten einen ziemlich schlechten Ruf haben. Aber haben sie diesen schlechten Ruf auch zu Recht? Expert/innen beklagen in diesem Zusammenhang, dass der Diskurs zur Männergesundheit viel zu undifferenziert sei. Schließlich handle es sich nicht um eine homogene Gruppe. Vielmehr gelte es, historische, soziale, regionale, und viele weitere Aspekte mit zu berücksichtigen. Denn mit biologistischen Ansätzen lassen sich Fakten wie beispielsweise die männliche Übersterblichkeit jedenfalls nicht ausreichend erklären. Eher schon mit sozial-körperlichen Theorien, die so wie Pierre Bourdieu geschlechtstypische Habitusmuster in den Blick nehmen. Oder mit historischen Ansätzen, mit denen sich zum Beispiel zeigen lässt, dass die Lücke in den Lebenserwartungen von Männern und Frauen besonders während der rasanten Industrialisierung im 19. Jahrhundert weit aufgegangen ist. Winfried Schneider und Nikolaus Scholz haben für ihre Radiokolleg-Reihe mit Ärzten und Ärztinnen, Soziologen, Demographen und anderen Expert/innen gesprochen und Männer und deren Frauen über ihr Gesundheitsverhalten befragt.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

R wie Risikokapital, S wie Staatsschulden, T wie Transaktionssteuer und U wie Unternehmensanleihe (3). Gestaltung: Juliane Nagiller Ohne Wissen über die Finanzwelt lässt sich die Welt von heute nicht mehr verstehen. Die Radiokollegreihe "Das ABC der Finanzwelt" greift ausgewählte Börsen- und Wirtschaftsbegriffe auf und blickt hinter die Fachtermini. In der Staffel mit den Buchstaben R bis U geht es um Begriffe wie Risikokapital, Staatsschulden, Transaktionssteuer und Unternehmensanleihe. Alle bislang gesendeten Beiträge stehen von "A wie ATX bis Z wie Zinsen" als offene Bildungsressource unter http://oe1.orf.at/archiv_abcfinanzwelt zur Verfügung. "T wie Transaktionssteuer" hat bereits für viel politischen Diskussionsstoff gesorgt - vor allem zwischen den EU-Finanzministern. Mit Hilfe einer Finanztransaktionssteuer soll spekulatives Handeln an den Finanzmärkten verringert werden. Denn eine solche Steuer würde höhere Transaktionskosten bedeuten. Gerade der Hochfrequenzhandel, bei dem in Millisekunden Kauf und Verkauf abgewickelt werden, würde dadurch begrenzt werden, denn margenschwache Arbitragegeschäfte wären nicht mehr lukrativ. Bereits John Maynard Keynes hat für eine Verkehrssteuer auf alle Transaktionen plädiert. Das könnte Spekulationen einbremsen, würde aber gleichzeitig die Liquidität negativ beeinflussen, schrieb der Ökonom in seiner "Allgemeinen Theorie". Derzeit gibt es nur in zwei EU-Ländern eine Transaktionssteuer: in Frankreich und Italien. Zwar legte die EU-Kommission 2011 einen Gesetzesentwurf zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer vor, zu einer europaweit einheitlichen Regelung konnte man sich aber nicht durchringen.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Vielschichtiges Schaffen in finsteren Zeiten

Wilhelm Grosz - ein "entarteter" Musiker (3). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber Die Brandmarkung als "entartet" durch die Nationalsozialisten bewirkte bei vielen Künstlern auch nach dem Ende des "Dritten Reichs" ein Verschwinden aus der öffentlichen Wahrnehmung. Dieses Schicksal teilt auch Wilhelm Grosz, ein österreichsicherer Komponist, welcher auf die 1938 gegründete Liste der "entarteten" Komponisten gesetzt wurde. Grosz Karriere begann in seiner Geburtsstadt Wien, in der er Komposition, Klavier und Dirigieren und Musikwissenschaften studierte. Bis 1927 lebte er in Wien als freischaffender Komponist und Pianist, ehe er mit seiner Frau nach Berlin zog. Dort erfolgte seine Hinwendung zu aktuellen Schlagerliedern und der Rundfunk- und Filmmusik. Sein Erfolg in der Unterhaltungsbranche wurde durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 unterbrochen. Es folgte die Flucht nach Großbritannien, ehe Grosz in der Hoffnung auf ein Unterkommen in Hollywood 1939 in die USA auswanderte, dort aber an einem Herzinfarkt starb. Grosz musikalisches Schaffen besteht aus vielen verschiedenen Gattungen: von Kunstlied, Oper, Operette, symphonische und Kammermusik, über Jazz, Bühnen- und Filmmusik zu Songs und Schlagern. Dieses umfangreiche ?uvre geriet ob seiner Ächtung durch die Nationalsozialisten und durch seinen unerwarteten Tod in Vergessenheit. Das Radiokolleg zeichnet die musikalische Entwicklung ab den 1920er Jahren nach, deren innovative Aufbruchsstimmung durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten jäh beendet wurde. An Wilhelm Grosz werden die Stationen von Erfolg über die Stigmatisierung bis hin zur Auswanderung nachgezeichnet.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. "Drein sein". Werner Pirchner: Klaviertrio Nr. 3 (Eggner-Trio) Er ist ein heiterer Todernster gewesen. Demnach bereitet Werner Pirchners Musik gleichermaßen diabolisches Vergnügen wie es dem menschlichen Denkapparat heftige Stromstöße versetzt.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Auf einer magnetistischen Séance" und andere Humoresken von Anton Tschechow. Deutsch von Peter Urban. Es liest Detlev Eckstein. Gestaltung: Edith Vukan. Präsentation: Stefanie Zussner Die Spannung im Saal ist groß, der Auftritt des Magnetiseurs viel beachtet: Den einen schläfert er ein, den anderen lässt er erstarren, nur an einem Besucher scheinen seine Künste zu versagen. Dieser bleibt wach. Die Lösung des Problems passiert à la Tschechow: trocken, humorvoll und zutiefst menschlich. Mit diesen Satiren und Humoresken, diesen mal heiteren, mal bissigen Geschichten begann Tschechow in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts seinen literarischen Werdegang.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Jazz-Combo Gnigler im Jazzatelier Ulrichsberg 2. Ballett "Peer Gynt" in der Wiener Staatsoper 3. "Homohalal" im Werk X in Wien Jazz-Combo Gnigler im Jazzatelier Ulrichsberg Die Jazz-Combo Gnigler bespielt den Grat zwischen Improvisation und Komposition, zwischen Jazzattitüde und zeitgenössischer Klangästhetik. Die sechs Musikerinnen und Musiker zählen zu den hoffnungsvollen Vertretern der jungen, heimischen Jazzszene. Eng ausnotierte Fanfaren neben schrägen Hiphop-Grooves lassen das Publikum an der Notwendigkeit von Genres zweifeln - zu erleben am Samstag, dem 20. Jänner im Jazzatelier Ulrichsberg. Beginn des Gnigler-Konzertes ist um 20 Uhr. Ballett "Peer Gynt" in der Wiener Staatsoper In der Wiener Staatsoper bietet das Wiener Staatsballett ab 21. Jänner "Peer Gynt" unter dem rumänischen Choreografen Edward Clug dar. Das 2015 in Maribor uraufgeführte Handlungsballett basiert auf der Musik von Edvard Grieg und dem gleichnamigen Werk von Henrik Ibsen. "Homohalal" im Werk X in Wien Um die Flüchtlinge, die im Jahr 2015 nach Europa gekommen sind, ist seither eine rege Diskussion entbrannt. Während Fremdenfeinde Geflüchtete als "Invasoren" wahrnehmen und Bürgerkriegsszenarien an die Wand malen, wurde Ibrahim Amirs Stück "Homohalal" bereits einmal vom Spielplan eines Wiener Theaters entfernt: Es gab Befürchtungen, eine Komödie über alltägliche zwischenmenschliche und interkulturelle Konflikte könne in der aufgeheizten Stimmung falsch verstanden werden. Das Werk X meint allerdings in Bezug auf "Homohalal": "Das wird man ja wohl noch inszenieren dürfen!"- und zwar am 18., 20., 25. und 26. Jänner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Helmut Jasbar


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Royal Liverpool Philharmonic Orchestra and Chorus, Dirigent: James Feddeck. Leonard Bernstein: "On the Waterfront", Symphonische Suite * Gustav Holst: Die Planeten op. 32 (aufgenommen am 23. Oktober 2017 in der Philharmonic Hall, Liverpool). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

Vom illegalen Hobby der fotografierenden "Urban Explorer" Sie suchen nach alten, leerstehenden Hotels, Fabriken oder Abwasserkanälen, steigen durch unverschlossene Öffnungen ein und machen Fotos. Sie verstehen sich als Stadt-Erkunder und nennen sich "Urban Explorer". Ihr Ziel ist es, verlassene Orte zu dokumentieren. Die meisten sind ohne Genehmigung unterwegs und riskieren eine Besitzstörungsklage. Urban Exploring ist eine weltweite Bewegung, die in den 1980er Jahren begonnen hat und in den Sozialen Medien mittlerweile große Aufmerksamkeit erfährt. Gestaltung: Jonathan Scheucher Wort der Woche: Johanna Steiner MOMENT-Echo: Elisabeth Stecker


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Sagenhafte Wachau: Findig gegen die Feinde Wenn Fritz Friedl unseren Radiohund im Studio besucht, dann ist es Zeit für Geschichten, für Sagen aus der Wachau. Über die Geschichte dieser Landschaft an der Donau in Niederösterreich hat Fritz drei dicke Bücher geschrieben, in denen auch die unglaublichen und manchmal unheimlichen Geschichten von Raubrittern, Burgen und den Menschen der Region Platz haben. Die haben oft etwas mit der Geschichte zu tun und so ist es auch diesmal... zumindest teilweise. Fritz Friedl: "Es ist lange, lange her, da gab es Krieg in der Wachau. Sogar die Schweden kamen, weit aus dem Norden Europas, in die Wachau - zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Ein Knecht hatte Visionen, dass sie kommen würden, dass der Krieg kommen würde und dass sie alles zerstören würden. Im Jahr 1642 wollte der Knecht sein Haus verlassen, da traf er einen alten Mann und der führte ihn ins Haus zurück und ließ ihn durch die Fenster blicken. Im ersten Fenster sah der Knecht eine große Zahl von Weinfässern. Im zweiten Fenster sah er Heerscharen und im dritten Fenster...." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Der Text macht die Musik! Georg Clementis Zeitlieder erfordern wache Köpfe Denn auch für sein bereits drittes Album ließ sich der singende Schauspieler und Liedermacher Georg Clementi von Artikeln aus dem Wochenblatt "Die Zeit" inspirieren. Und so geht es eigentlich um die Frage, wie wir leben sollen in einer Welt, die uns immer mehr überfordert. Das gipfelt dann beispielsweise im hinreißend komischen, weil so nachvollziehbaren Verzweiflungsschrei nach dem Fairtrade-Kaffee: "Ich will, dass alles wieder einfach ist und dass mittendrin die Mitte ist, die Faschisten nicht und kein Rassist. Ich will nur meinen Fairtrade Kaffee!" In seinem "Loblied auf die Farbe Grau" hält er ein Plädoyer für eine differenzierte Betrachtungsweise, die sich genügend Zeit nimmt, denn die schnellen Antworten sind eben selten wahre Antworten. Das klingt nicht nach vergnüglichen, kurzweiligen Chansons? Irrtum, Clementi und seinen Musikern gelingt es, ihr Publikum bestens zu unterhalten und dabei viele Gedanken und Geschichten in ihre Köpfe zu säen, genährt von einer aufrechten Liebe zum Menschen und vom fruchtbaren Zweifel. Denn "selten weiß man was genau". Derzeit ist Georg Clementi auf Tour durch Österreich und Deutschland, morgen gastiert er in der Sargfabrik in Wien. Seine Homepage gibt nicht nur Auskunft über alle Termine, auch die Liedtexte sind nachzulesen sowie die jeweiligen Artikel aus der "Zeit", die zu diesen Texten geführt haben.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Rolle der sogenannten "Barbaren" im Alpen- und Donauraum. Mit Roland Steinacher, Althistoriker und Mediävist. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Barbaren, das waren im Römischen Reich all jene, die keine griechisch-römische Bildung besaßen und daher von den Römern als unzivilisiert und ungebildet angesehen waren. Zum Beispiel die Heruler, die Rugier und die Gepiden. Diese, oft als "Völker" bezeichneten ethnischen Gruppen sind in der bisherigen Geschichtsschreibung allerdings eher untergegangen - sie standen stets im Schatten etwa der Goten und der Hunnen. Dabei spielten die Heruler, die Rugier und die Gepiden durchaus eine wichtige Rolle in der weichenstellenden Epoche Europas zwischen dem 3. und dem 6. Jahrhundert. Die drei barbarischen Verbände kämpften teils mit und teils gegen die Römer, sie taten sich mit den Hunnen zusammen und versuchten schließlich, an der Donau und auf dem Balkan am Rande des Reiches eigene Königreiche zu errichten. Folgt man dieser "barbarischen" Geschichte, lässt sich auch die römische Geschichte, also die Geschichte der Herrschenden, besser verstehen.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Drei Milliarden Menschen kochen weltweit mit Holz, Holzkohle und Ernteabfällen, mit Dung und Plastikmüll. Das Ergebnis ist eine gewaltige Belastung mit rußigem Feinstaub, der oft gefährliche Giftstoffe enthält. Gestaltung: Thomas Kruchem Die giftigen Dämpfe, die so in der Küche entstehen, enthalten etwa Arsen, Blei oder Schwefelsäure. An den Folgeerkrankungen sterben laut WHO jährlich vier Millionen Menschen, darunter allein 500.000 Kinder an Lungenentzündung. Hunderttausende Kinder pro Jahr erleiden zudem Verbrennungen. In städtischen Armenvierteln gehen bisweilen ganze Siedlungen in Flammen auf. Nicht zuletzt zählt die massenhafte Nutzung traditioneller Brennstoffe zu den wichtigsten Ursachen des Raubbaus an noch verbliebenen Wäldern und des Klimawandels. Damit die Ärmsten der Armen endlich saubere Luft atmen können, müssen sie Zugang zu Gas oder elektrischem Strom bekommen


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Leprapatienten in Indien Von Sylvia Andrews Jahrzehntelang gingen die Bilder von Leprapatienten rund um die Welt. Heute sind die schockierenden Darstellungen von entstellten Körpern, verkrümmten Füßen oder fehlenden Gliedmaßen aus den Medien weitgehend verschwunden. Dabei ist die Lepra keinesfalls verschwunden. Diese Infektionskrankheit, ausgelöst durch Mykobakterien, zwingt die Betroffenen fast immer an den Rand der Gesellschaft. Sie verlieren ihre Arbeit, Mobilität und oft auch die Zuwendung in den Familien. - Vor allem in Indien, wo rund 60 Prozent aller weltweit Erkrankten leben, ist Lepra noch immer ein großes Problem. Eine salesianische Ordensgemeinschaft in der südindischen Region Tamil Nadu versucht seit über 50 Jahren zu helfen - mit medizinischer und sozialer Betreuung und regionalen Präventivmaßnahmen. Wissenschaftlich unterstützt werden die Ordensschwestern von Grazer Medizinern, die sich um eine bessere Wundversorgung der Leprapatienten kümmern.


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Peter Reichelt, Dramaturg des Wiener Festival der Alten Musik "Resonanzen" gibt Einblick ins heurige Programm "Eurovisionen". Das Wiener Festival der Alten Musik "Resonanzen" steht 2018 unter dem Motto "Eurovisionen". Damit bezieht sich das im Wiener Konzerthaus angesiedelte Festival auf den Gründungsmythos unseres Kontinentes. Europa, die Tochter eines libanesischen Königs, wurde von Zeus, dem griechischen Göttervater, in Gestalt eines Stiers entführt und gegen ihren Willen verschleppt. Den Rest ihrer Tage musste Europa ihr Leben im südöstlichen Mittelmeerraum zwischen Phönizien und Kreta fristen. Von 20. bis 28. Jänner widmen sich die "Resonanzen" der blutigen Geschichte des Kontinents Europa und unternehmen eine musikalische Reise von der Wiege unseres Kontinentes, Griechenland, über die Gebiete des ehemaligen Habsburgerreiches bis nach Rotterdam. Der Dramaturg der "Resonanzen", Peter Reichelt, wird im Studiogespräch das Programm von "Eurovisionen" vorstellen.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Über Erhaltung und Weiterentwicklung von Stadt- und Naturraum Gestaltung: Ilse Huber Der Mensch hat der Erdkugel seinen Stempel aufgedrückt. Er baute Städte, machte Landschaften urbar, formte Kultur. Eine bemerkenswerte Entwicklungsgeschichte. Bis zu einem gewissen Grad. Denn die Grenzen zur Zerstörung sind oft weich, elastisch und je nach Betrachtungsweise flexibel. Ab wann und vor allem wodurch verliert ein Raum seinen Charakter, seine Authentizität und Einmaligkeit? Bevor es soweit kommt, wurden Tabuzonen für maßlose Veränderung definiert: Naturschutzgebiete - Weltkulturerbezonen. Der Nationalpark Hohe Tauern zählt mit seinen Hochgebirgslandschaften zu einem wichtigen Alpinschutzgebiet, die Wiener Innenstadt erlangte im Jahr 2001 den Status einer Weltkulturerbestätte. "Erhaltenswert" lautet das Zauberwort, dem sogleich die Gegenfrage folgt: Nützt das was? Und wenn ja, wie kann denn Schützen nützen? Oder verhindert der Schutz eine moderne Nutzung? Verkümmert der Lebensraum zur reinen Kulisse oder bringt der Schutz einen neuen Nutzen zutage? Zwei konträre, zwei konkrete Orte mit denselben An- und Widersprüchen.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Jazz-Combo Gnigler im Jazzatelier Ulrichsberg 2. Ballett "Peer Gynt" in der Wiener Staatsoper 3. "Homohalal" im Werk X in Wien Jazz-Combo Gnigler im Jazzatelier Ulrichsberg Die Jazz-Combo Gnigler bespielt den Grat zwischen Improvisation und Komposition, zwischen Jazzattitüde und zeitgenössischer Klangästhetik. Die sechs Musikerinnen und Musiker zählen zu den hoffnungsvollen Vertretern der jungen, heimischen Jazzszene. Eng ausnotierte Fanfaren neben schrägen Hiphop-Grooves lassen das Publikum an der Notwendigkeit von Genres zweifeln - zu erleben am Samstag, dem 20. Jänner im Jazzatelier Ulrichsberg. Beginn des Gnigler-Konzertes ist um 20 Uhr. Ballett "Peer Gynt" in der Wiener Staatsoper In der Wiener Staatsoper bietet das Wiener Staatsballett ab 21. Jänner "Peer Gynt" unter dem rumänischen Choreografen Edward Clug dar. Das 2015 in Maribor uraufgeführte Handlungsballett basiert auf der Musik von Edvard Grieg und dem gleichnamigen Werk von Henrik Ibsen. "Homohalal" im Werk X in Wien Um die Flüchtlinge, die im Jahr 2015 nach Europa gekommen sind, ist seither eine rege Diskussion entbrannt. Während Fremdenfeinde Geflüchtete als "Invasoren" wahrnehmen und Bürgerkriegsszenarien an die Wand malen, wurde Ibrahim Amirs Stück "Homohalal" bereits einmal vom Spielplan eines Wiener Theaters entfernt: Es gab Befürchtungen, eine Komödie über alltägliche zwischenmenschliche und interkulturelle Konflikte könne in der aufgeheizten Stimmung falsch verstanden werden. Das Werk X meint allerdings in Bezug auf "Homohalal": "Das wird man ja wohl noch inszenieren dürfen!"- und zwar am 18., 20., 25. und 26. Jänner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Männergesundheit. Die zweite Hälfte der Gendermedizin (3). Gestaltung: Winfried Schneider und Nikolaus Scholz Das ABC der Finanzwelt. R wie Risikokapital, S wie Staatsschulden, T wie Transaktionssteuer und U wie Unternehmensanleihe (3). Gestaltung: Juliane Nagiller Vielschichtiges Schaffen in finsteren Zeiten. Wilhelm Grosz - ein "entarteter" Musiker (3). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin. Gestaltung: Astrid Schwarz Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten