Jetzt läuft auf Ö1:

Das Ö1 Konzert

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


13 Wertungen:      Bewerten

06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


0 Wertungen:      Bewerten

06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


13 Wertungen:      Bewerten

06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Ein Fest im Spannungsfeld zwischen Glauben, Macht und Erneuerung". Ausgangspunkt der Reise von Elena Holzhausen, Diözesankonservatorin der Erzdiözese Wien, ist nicht die theologische Ausdeutung des Festes, sondern immer das Tun der Menschen. - Alexandra Mantler 60 Tage nach Ostern feiern katholische Christinnen und Christen Fronleichnam, ein Fest, das von facettenreichen Ritualen und Bräuchen begleitet wird: von den frischen Birken, die den Weg der Fronleichnamsprozession säumen, über die vielen Priester und Ordensgemeinschaften, die an der Prozession teilnehmen bis zu den weiß gewandeten Blumen streuenden Mädchen. Kern dieses Festes ist der katholische Glaube an die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi während der Messe. Durch diese Wandlung ist Christus nach der katholischen Lehre real anwesend. Er wird von den Gläubigen aufgenommen und als Stärkung erfahren. Mit der Abhaltung von Prozessionen wurde dieser Glaube nach und nach sichtbar nach außen getragen. Deshalb bietet Fronleichnam aber auch immer eine Plattform des politischen Statements.So war etwa der Reformator Martin Luther ein erklärter Gegner des Fronleichnamfestes. Er reflektierte auf die mittelalterlichen Wurzeln, die er als "schädlich", "unbiblisch" und sogar als "Gotteslästerung" empfand. Elena Holzhausen, Kunstbeauftragte und Diözesankonservatorin der Erzdiözese Wien, begibt sich in fünf Miniaturen auf eine Reise zu sehr unterschiedlichen Facetten dieses Festes. Ausgangspunkt ihrer Reise ist nicht die theologische Ausdeutung des Festes, sondern immer das Tun der Menschen. Ziel ihrer Reise ist es, aus den jeweiligen Wendepunkten in Selbstreflexion zu treten und so letztlich etwas für ihre eigene Handlungsmaxime zu erfahren.


10 Wertungen:      Bewerten

07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


0 Wertungen:      Bewerten

07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


13 Wertungen:      Bewerten

07.52 Uhr

 

 

Leporello


3 Wertungen:      Bewerten

08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


0 Wertungen:      Bewerten

08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Otto Brusatti. Von wem wohl stammt diese Erkenntnis? Und außerdem: in 3 Tagen werden diese schon wieder kürzer


9 Wertungen:      Bewerten

08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Meteorologe Erich Mursch-Radlgruber erläutert die Auswirkungen von Wetter und Klima auf Denkmäler. Teil 3: Bewitterte Oberflächen. Gestaltung: Renate Pliem Der "Zahn der Zeit" nagt an Denkmälern: Bei Kirchen oder Kapellen sind die Oberflächen Tag für Tag unterschiedlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Wind, Niederschlag und Temperaturänderungen degradieren die Materialien über Jahrhunderte. Aber auch in den Innenräumen unterliegen zum Beispiel wertvolle Wandmalereien klimatologischen Faktoren: Jede/r Besucher/in ist eine Wärme- und Feuchtequelle. Diese Tatsache wirkt gemeinsam mit den äußeren Bedingungen. Außerdem gibt es einen ständigen Luftaustausch, wenn Türen geschlossen oder geöffnet werden. Auch das verändert die Strömungsmuster in einer Kirche oder in einem denkmalgeschützten Gebäude. Der Meteorologe und Klimatologe Erich Mursch-Radlgruber wird seit einigen Jahren vom Bundesdenkmalamt hinzugezogen, wenn es darum geht, klimatologische Faktoren bei Denkmälern zu verstehen. Er gibt sein Wissen auch bei der Ausbildung von Restaurator/innen weiter.


22 Wertungen:      Bewerten

09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die Geschichte der österreichischen Sozialarbeit

Helfen, ohne zu bevormunden (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Helfen, ohne zu bevormunden. Das war das Credo der Protagonistinnen und Protagonisten, die neue Wege in der sogenannten Fürsorgewissenschaft beschreiten wollten. Bis dahin wurden sozial Bedürftige meist ignoriert oder unterdrückt. Eine dieser frühen Kämpferinnen war Ilse Arlt, die die Sozialarbeit ab den 1910er Jahren zu professionalisieren begann. Im "Roten Wien" wurden Kindergärten, Mütterberatungsstellen, Programme für Gesundheitserziehung oder der Ausbau der Familienfürsorge forciert. Hier konnten neue Modelle entwickelt und erprobt werden. Zugleich wollte die junge Sozialarbeit auch die Teilhabe der Frauen vorantreiben und eine gerechtere Gesellschaftsordnung erreichen. Als wegweisend ist auch die Arbeit von August Aichhorn, einem Freud-Schüler, zu sehen. Er baute die Sozialpädagogik auf und erzielte mit vernachlässigten Kindern und Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen große Erfolge, indem er sie professionell in Heimen betreute. Anstatt sie in Besserungsanstalten wegzusperren, begegnete er ihnen mit Aufmerksamkeit und Interesse. Er gilt als Gründer der psychoanalytischen Pädagogik. Auch Sozialarbeiter/innen wie Rosa Dworschak, Ernst Federn und Bertha Pappenheim gelten heute als Vorreiter/innen auf dem Gebiet - alle mit durchwegs schillernden Biographien. Sie einte ihr Engagement. Besonders in jener Zeit, als Austrofaschismus und danach Nationalsozialismus ihre sozialpolitischen Projekte bekämpften, zerstörten und sogar für eigene Zwecke missbrauchten. "Asoziale" und "lebensunwerte" Menschen wurden von den Fürsorgestellen weg "aussortiert", für medizinische Experimente missbraucht oder gleich getötet. Die heutige Sozialarbeit jedoch stützt sich nach wie vor auf die Ideale, Erfolge und wissenschaftlichen Forschungen dieser Zeit: sie will Menschen auf Bewährung genauso integrieren wie solche, die migrieren; sie motiviert Arbeitslose, gibt Menschen in Hospizen Zuwendung, findet sich in der aufsuchenden Jugendarbeit und gibt Obdachlosen oder von Delogierung Bedrohten praktische Unterstützung.


0 Wertungen:      Bewerten

09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Erbe der Südtiroler Option

Zwischen Schweigen und Erinnern (3). Gestaltung: Anna Masoner Am 23. Juni 1939 kam es in Berlin zu einer ungewöhnlichen Abmachung. Gerade zwei Stunden Verhandlungen hatte der illustre Tross deutscher und italienischer Politiker und Diplomaten gebraucht um eine Lösung des sogenannten Südtirolproblems zu finden. Die deutsche und ladinische Bevölkerung der nördlichsten Provinz Italiens sollte vor die Wahl gestellt werden: entweder ins Dritte Reich umzusiedeln oder als italienische Staatsbürger ohne Minderheitenschutz im Land zu bleiben. Als "Option" sollte die daraus resultierenden Jahre der Abwanderung der Südtirolerinnen und Südtiroler in die Geschichtsbücher eingehen. Rund 200.000 stimmten für eine Umsiedlung ins Deutsche Reich, etwa 75.000 sollten schließlich gehen. Die Option hat schmerzhafte Spuren in der Lebensgeschichte vieler hinterlassen und das kollektive Bewusstsein der Südtiroler Gesellschaft nachhaltig geprägt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die erbitterten Auseinandersetzungen zwischen "Dableibern" und "Optanten" totgeschwiegen, erst sehr viel später begannen Schriftsteller, Historiker und Politiker mit der Aufarbeitung, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Welchen Stellenwert hat die Option 80 Jahre später für das Geschichts- und Selbstbild des Landes?


0 Wertungen:      Bewerten

09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Mehr als nur CanCan

Jacques Offenbach und sein Einfluss auf die Wiener Operette (3). Gestaltung: Alexandra Faber Jacques Offenbach wird gemeinhin mit frivolen, Beine schwingenden und Unterwäsche zeigenden Damen assoziiert. Doch Offenbach ist mehr als nur Cancan. Das Leben und Werk des vor 200 Jahren in Köln geborenen Komponisten wird stark von der Politik beeinflusst, - sei es von der Französischen Revolution oder dem Deutsch-Französischen Krieg. Immer wieder kommt Offenbach gerne nach Wien: Hier löst der Satiriker Offenbach mit seinen grotesken Stücken einen wahren Hype aus und wird so zum Wegbereiter der Wiener Operette. Einen besonderen Erfolg landet er mit der Mythenparodie "Orpheus in der Unterwelt", die zum Ursprung einer neuen Gattung, der Operette, wird. Anläßlich des Jubiläums gehen Forscher verstärkt auf die Suche nach den "radikalen" Aspekten in Offenbachs Werken. Mit sozialkritischer Schärfe durchleuchtet er nämlich die Gesellschaft des Zweiten Kaiserreiches und entlarvt zudem die hohle Autorität der Mächtigen. Obwohl er über 100 Musiktheaterstücke geschrieben hat, werden nur wenige aufgeführt. Alexandra Faber geht der Frage nach, warum sie in Vergessenheit geraten sind und welche Operetten der Wiederentdeckung harren, wie etwa "Roi carotte", ein Werk, das eine Mischung aus Opéra-bouffe (Operette) und Grand Opéra, aus Féérie und Revolutionsoper ist.


0 Wertungen:      Bewerten

09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


11 Wertungen:      Bewerten

10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Stefanie Maderthaner. Johann Nepomuk Hummel: Sonate für Violoncello und Klavier op. 104 (Quirine Viersen, Silke Avenhaus) Als Kind lebte er ab 1786, damals war er erst 8 Jahre alt, im Haushalt der Familie Mozart und bekam dort gratis Unterricht. Als Klavierlehrer und -virtuose war er gefragter und begehrter als viele seiner Zeitgenossen und als Komponist war Johann Nepomuk Hummel genau an der Grenze zwischen der Wiener Klassik und der Romantik angesiedelt und beeinflusste auf diese Weise auch spätere Komponisten wie Schumann oder Chopin. Die Cellosonate op. 104 ist ein typisches Beispiel für diesen Übergang von der Klassik in eine zarte Form der Romantik.


0 Wertungen:      Bewerten

11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Die falsche Nummer" und "Das Produkt" von Agota Kristof (aus dem Französischen von Carina von Enzenberg). Es liest Dagmar Manzel. Gestaltung: Julia Zarbach Knapp und eindringlich sind die Geschichten, Prosaminiaturen, der ungarisch-schweizerischen Autorin. Ihre Helden sind einsam. Ágota Kristof, geboren 1935 in Csikvánd in Ungarn, verließ ihre Heimat nach der Niederschlagung des Ungarnaufstands 1956 und gelangte über Umwege nach Neuchâtel in die französische Schweiz. Als Arbeiterin in einer Uhrenfabrik tätig, erlernte sie die ihr bis dahin fremde Sprache und schrieb von nun an ihre Texte auf Französisch. 1986 erschien ihr Hauptwerk, der Roman "Das große Heft" ("Le grand cahier"). Der Roman wurde ein Welterfolg. Zwei weitere Bücher vervollständigen diese Trilogie der Trennungen, der Grausamkeit und der Fremde: "Der Beweis" und "Die dritte Lüge". Ágota Kristof schrieb Theaterstücke, eine Autobiografie und Novellen. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In den letzten Jahren ihres Lebens - sie starb im Juli 2011 in Neuchâtel - wollte sie nicht mehr schreiben.


12 Wertungen:      Bewerten

11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


7 Wertungen:      Bewerten

11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Helmut Jasbar.


1 Wertung:      Bewerten

11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


11 Wertungen:      Bewerten

12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache


0 Wertungen:      Bewerten

13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


0 Wertungen:      Bewerten

13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


2 Wertungen:      Bewerten

14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

SWR Symphonieorchester, Dirigent: Nicholas McGegan; Gil Shaham, Violine. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Konzert für Violine und Orchester D-Dur KV 218; b) Adagio für Violine und Orchester E-Dur KV 261; c) Konzert für Violine und Orchester D-Dur KV 211 * Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25, "Symphonie Classique" (aufgenommen am 11. Mai im Rokoko Theater Schwetzingen im Rahmen der "Schwetzinger Festspiele 2019"). Präsentation: Peter Kislinger.


2 Wertungen:      Bewerten

15.30 Uhr

 

 

Moment

Die Kunst des Fitschigogerl Kicken im Kleinformat Im 1. Österreichischen Fitschigogerlclub im 22.Bezirk in Wien wird eine spezielle Art des Tischfußballs gepflegt. In den 1970er Jahren war Fitschigogerl - auch unter Pfitschigogerl bekannt - ein beliebter Zeitvertreib in der Schule. Herbert Foigl, Gründungsmitglied des ÖFIC, konstruierte einen Prototyp für ein Spielbrett, das bis heute verwendet wird. Gestaltung: Marie-Claire Messinger Wort der Woche: Noel Kriznik Moment-Echo: Elisabeth Stecker


0 Wertungen:      Bewerten

15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Der längste Tag des Jahres Am Freitag, 21. Juni, ist Sommersonnenwende. An diesem Tag ist der längste Tag des Jahres und ab dem nächsten Tag, Samstag, werden die Tage wieder kürzer. Rudi trifft seinen Sternenfreund, den Astronomen Franz Kerschbaum, der dem Radiohund erzählt, warum und wie sich die Sonne wendet. Gestaltung: Barbara Zeithammer


0 Wertungen:      Bewerten

16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


1 Wertung:      Bewerten

16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


0 Wertungen:      Bewerten

16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


4 Wertungen:      Bewerten

17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


0 Wertungen:      Bewerten

17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


9 Wertungen:      Bewerten

17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Die Banjo-Spielerin Allison de Groot und die Fiddlerin Tatiana Hargreaves machen aufregend gute Musik mit klarer Botschaft Als "Progressive preservationists" wurden die beiden beschrieben, also als fortschrittliche Denkmalschützerinnen. Das bringt die Arbeit dieser beiden exzellenten Musikerinnen sehr gut auf den Punkt. Sie suchen in den Old-Time-Music-Archiven, recherchieren wie die Originale geklungen haben. Kleine Besonderheiten, vielleicht Fehler, vielleicht Absicht, werden in die eigene Interpretation integriert und durch Übertreibung kunstvoll überhöht. Die Auswahl der Stücke bestimmt die Überzeugung, diejenigen sichtbar zu machen, die bisher im Abseits standen: Musikerinnen, queere Künstler/innen, Indigene, Schwarze, die beispielsweise nicht - wie Tatiana Hargroves heute - ihre Homosexualität offen leben konnten. Diese Dringlichkeit, die Hargreaves und de Groot inhaltlich umtreibt, befeuert auch ihre Art zu Musizieren. Bisher waren die beiden in anderen Formationen als ausgezeichnete Instrumentalistinnen bekannt. Doch auf ihrem ersten gemeinsamen Album zeigen sie, dass sie überzeugend singen können. Ihr Debüt als Duo hat jedenfalls bereits jetzt das Zeug zu einer der besten Neuerscheinungen dieses Jahres. Oder wie ein US-amerikanischer Kollege geschrieben hat: "Now this is a record!"


15 Wertungen:      Bewerten

17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsprojekt. Mit Niklas Perzi und Hildegard Schmoller, Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Gestaltung: Isabelle Engels Als im Jahr 1989 der eiserne Vorhang zum Nachbarn im Norden Österreichs fiel, war die Euphorie über den Zusammenbruch des Kommunismus und die neue Freiheit "im Osten" zunächst groß. Verknüpft war damit auch die Hoffnung auf ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zur Tschechoslowakei resp. Tschechien, das nun durch die offenen Grenzen möglich schien. Bald aber stellte sich heraus, dass die Bilder vom Nachbarn durch Ressentiments geprägt waren. Besonders deutlich spürbar wurde dies bei Konflikten rund um den Bau des Atomkraftwerks Temelín oder die Diskussion der "Bene?-Dekrete" - Chiffre für das komplexe Thema der Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg. Beide Staaten verbindet bis ins 20. Jahrhundert eine über weite Strecken gemeinsame Geschichte. Durch die Entstehung der modernen Nationalgesellschaften bildeten sich jedoch unterschiedliche Deutungen heraus. In den Jahrzehnten der Trennung und Zugehörigkeit zu unterschiedlichen "Blöcken" hatten sich gegenseitige Stereotype und nationale Geschichtsnarrative verfestigt. Um dem entgegenzuwirken wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das nun in der Publikation eines 400 Seiten starken gemeinsamen österreichisch-tschechischen Geschichtsbuchs gemündet ist. Daran mitgewirkt haben 20 Historiker/innen beider Länder. Ziel war es nicht, die unterschiedlichen Sichtweisen zu vereinheitlichen, sondern zusammenzuführen, indem sie miteinander in den Dialog treten und dadurch besser nachvollziehbar werden. Der Zeitrahmen der Betrachtung erstreckt sich über das 19. und 20. Jahrhundert. Von der Entstehung der modernen Nationalgesellschaften in der Monarchie und dem Ersten Weltkrieg, an dessen Ende die Gründung zweier vermeintlicher Nationalstaaten stand, die nach nur 20-jährigem Bestehen dem Expansionsdrang Hitler-Deutschlands zum Opfer fielen. Es folgte das unterschiedliche Erleben der deutschen Besatzung und des Nationalsozialismus und das besonders konfliktträchtige Thema der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Durch die anschließende unterschiedliche Zugehörigkeit zu den zwei Lagern des Kalten Krieges kam es zu einer Periode der Entfremdung. Die Annäherung nach der Niederschlagung des "Prager Frühlings" 1968, in dessen Folge Österreich viele Flüchtlinge aufgenommen hatte, war nur von kurzer Dauer. In den Folgejahren wurde das Nachbarland für die meisten Österreicher/innen zur "terra incognita" und als großer Umweltverschmutzer wahrgenommen. Im Geschichtsbuch wird die Zeit bis zum Beitritt Tschechiens zur EU behandelt. Es werden trennende und verbindende Elemente der Geschichte aufgezeigt, es werden Kräfte, die das Trennende fördern ebenso identifiziert wie Bemühungen der Kooperation, die es parallel dazu immer gab und gibt.


4 Wertungen:      Bewerten

18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


0 Wertungen:      Bewerten

18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Diskussion zu einem aktuellen Thema


32 Wertungen:      Bewerten

18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


2 Wertungen:      Bewerten

19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Uwe Sleytr: Porträt einer Doppel-Begabung Von Martin Bernhofer Schon als 16-jähriger begann er Figuren aus Holz zu schnitzen und Masken aus Ton zu formen. Karriere machte Uwe Sleytr dann aber als Nanobiotechnologie, als Professor und Institutsvorstand an der Universität für Bodenkultur und international renommierter Wissenschafter, der sich heute speziell mit den Entwicklungen der synthetischen Biologie befasst. Die künstliche Erzeugung biologischer Systeme nach ingenieurswissenschaftlichen Prinzipien verspricht eine "biologische Technologierevolution" und wirft neue existenzielle Fragestellungen auf: Der Mensch könnte seine Erbsubstanz manipulieren und damit seine Selbstoptimierung in die eigene Hand nehmen. Das Ungewisse und Beunruhigende, das damit verbunden ist, beschäftigt Uwe Sleytr auch als Künstler. Er gestaltet maskenartige Tonskulpturen und post-biologische Spezies und "Kreaturen", die auf eine neue Ebene der Evolution verweisen. Sie haben das Potenzial, tiefere Ebenen des Bewusstseins anzusprechen. Damit will der "Wissenschafts-Künstler" auch auf die Rolle des Menschen als "homo creator" verweisen und die Phantasie bei der Wissensvermittlung anregen.


0 Wertungen:      Bewerten

19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Harfenklänge aus dem 16. und 17. Jahrhundert. L'Arpeggiata, Leitung und Theorbe: Christina Pluhar; Céline Scheen, Sopran; Giuseppina Bridelli, Mezzosopran. "König Davids Harfe" - Arien und Kantaten von Luigi Rossi, Orazio dell'Arpa und Marco Marazzoli (aufgenommen am 7. Juni 2019 im Kolomanisaal von Stift Melk im Rahmen der "Internationalen Barocktage Stift Melk 2019") Die heurigen Internationalen Barocktage Stift Melk wurden am 7. Juni vom Originalklangensemble L'Arpeggiata eröffnet. Unter der Leitung der österreichischen Lautenistin und Harfenistin Christina Pluhar, die das Ensemble im Jahr 2000 gegründet hat, brachten die Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit der Sopranistin Céline Scheen und der Mezzosopranistin Giuseppina Bridelli Werke von u. a. Luigi Rossi, Orazio dell'Arpa und Marco Marazzoli zur Aufführung. Für das Eröffnungskonzert im Kolomanisaal des Stiftes Melk wurde ein Programm zusammengestellt, das die Harfe in den Mittelpunkt stellte. Der Harfe wurde quer durch die Musikgeschichte eine bedeutende Rolle zugeschrieben. Der mythenumraunte Sänger Orpheus begleitete sich der Überlieferung nach selbst auf einer Harfe, und David, der König über Juda und Israel, soll mit seinem Harfenspiel die Zuhörer bezaubert haben. In der musikalischen Praxis zählte das Harfenspiel im 16. und 17. Jahrhundert zu den Privilegien höfischer Gesellschaft, und Harfenisten wurden in den Olymp der Kunst erhoben. Heute sind ihre Namen größtenteils vergessen, beim Melk-Konzert "Arpa Davidica - König Davis Harfe" wurden ihre Werke wieder zum Klingen gebracht.


9 Wertungen:      Bewerten

21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Neue Forschungen zur Integrationsdebatte Gestaltung: Johannes Gelich Vor mehr als einem Jahr hat die Lehrerin Susanne Wiesinger mit ihrem Buch "Kulturkampf im Klassenzimmer" die Debatte rund um die Integrationswilligkeit junger Muslime aus der Sicht einer Lehrerin angestoßen und damit verschärft, wie manche Kritikerinnen und Kritiker meinen. Junge Männer würden religiös motivierte Macht auf Mädchen ausüben - mit Vorwürfen, kein Kopftuch zu tragen, einen Freund zu haben oder nicht zu fasten. Mädchen würden aus diesen Gründen oft nicht am Schwimmunterricht oder anderen Schulveranstaltungen teilnehmen, Sexualkunde im Biologieunterricht sei geradezu unmöglich. Viele muslimische Eltern seien bildungsfeindlich eingestellt, der Koran sei für sie wichtiger als Allgemeinbildung. Das sind nur einige der Thesen, die Susanne Wiesinger in ihrem viel diskutierten Buch vertritt. Kritiker bemängeln, sie verallgemeinere Einzelfälle und habe sich von rechten Medien instrumentalisieren lassen. Dass sie seit Februar 2019 eine Stelle als Ombudsfrau im Bildungsministerium der türkis-blauen Regierung angetreten hat, gibt derartigen Spekulationen neue Nahrung. Doch anhand der Debatte über das Buch der Lehrerin stellen sich elementare Fragen rund um die Themen Integration, Religion, Kultur - und Schule. Seit dem Erscheinen von Samuel P. Huntingtons "Kampf der Kulturen" bestehe laut Kritikern die Tendenz, soziale Missstände zu kulturalisieren. Der US-amerikanische Politikwissenschaftler prognostizierte im Jahr 1996, dass sich die zukünftigen globalen Konflikte vor allem anhand von Kulturdifferenzen wie etwa zwischen der westlichen und islamischen Welt entzünden würden. Auch Susanne Wiesinger wird von Bildungswissenschaftern kritisiert, sie begründe den mangelnden Bildungserfolg muslimischer Schüler ausschließlich mit der Kulturdifferenz. Sind es nicht vielmehr sozio-ökonomische Defizite, also Armut, die dazu führen, dass viele, nicht zuletzt muslimische, Schüler auf der Strecke bleiben? Ein Salzburger Nachtstudio von Johannes Gelich mit neuen Forschungsergebnissen zu einem heißen Thema.


2 Wertungen:      Bewerten

21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


7 Wertungen:      Bewerten

22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


0 Wertungen:      Bewerten

22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Die Geschichte der österreichischen Sozialarbeit. Helfen, ohne zu bevormunden (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Zwischen Schweigen und Erinnern. Das Erbe der Südtiroler Option (3). Gestaltung: Anna Masoner Mehr als nur CanCan. Jacques Offenbach und sein Einfluss auf die Wiener Operette (3). Gestaltung: Alexandra Faber


11 Wertungen:      Bewerten

23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Magazin. Gestaltung: Susanna Niedermayr Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


16 Wertungen:      Bewerten

00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


0 Wertungen:      Bewerten

01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


43 Wertungen:      Bewerten

01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Nina Strehlein Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten


7 Wertungen:      Bewerten