Jetzt läuft auf Ö1:

Spielräume Spezial

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Eindrücke aus einer terra incognita" - Künstler und Autorinnen aus Belarus möchte Martin Pollack, Autor und Übersetzer, aus ganz persönlicher Sicht in den Mittelpunkt stellen. - Gestaltung: Alexandra Mantler Ein blinder Fleck im heutigen Europa. Eine terra incognita, die im Westen oft reduziert wird auf die Tatsache, dass Weißrussland, oder Belarus, die letzte Diktatur in Europa ist, ein kommunistisches Freilichtmuseum, mit einem schnauzbärtigen Diktator, der wie eine groteske Kopie von Josef Stalin anmutet. Da ist schon was dran, aber in Wahrheit ist die Sache natürlich viel komplizierter. Belarus ist, wenn man einmal die Politik ausklammert, ein Land von großer Schönheit, urtümliche Sumpfgebiete und Wälder, gemächlich durchs Land mäandernde Flüsse, und dann wieder schier endlose Kolchosen, Ackerwüsten. Vor allem aber besitzt Belarus ungemein liebenswerte Menschen, interessante Intellektuelle, Verleger, Autoren, Künstlerinnen. Artur Klinau, Viktar Martynovych, Valer Bulhakau, Swetlana Alexijewitsch, Valzhyna Mort ... Sie möchte der Autor und Übersetzer polnischer Literatur Martin Pollack in den Mittelpunkt stellen, aus ganz persönlicher Sicht.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Mirjam Jessa.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Zugvogel und Luftkünstler. Der Ornithologe Norbert Teufelbauer über den Europäischen Kranich. Teil 3: Nord- und Südquartiere Gestaltung: Jakob Fessler Mit seinen langen Beinen und dem schlanken Hals ist der Europäische Kranich über einen Meter groß. Bei Kranichen ist die Luftröhre verlängert und führt durch das Brustbein. Dadurch sind sie in der Lage, sehr laute, trompetenähnliche Rufe auszustoßen. Viele Kraniche bleiben ein Leben lang beisammen. Jedes Frühjahr beeindrucken die Männchen in der Balz durch ihren Prahlmarsch. Der Europäische Kranich brütet im Nordosten Europas. An Sammelplätzen kommen die Kraniche zusammen. Feuchte Gebiete wie Verlandungszonen und Moore sind für die Brut notwendig. Umringt von Wasser ist das Nest vor Fressfeinden wie Füchsen geschützt. Jedes Paar legt in der Regel ein bis zwei Eier. Im Winter gibt es im Norden für den Kranich kaum Nahrung und keine sicheren Schlafplätze, weshalb er in den Süden zieht. In Frankreich, Spanien und Nordafrika befinden sich ihre Winterquartiere. Kraniche sind ausdauernde Flieger und können mehrere Stunden am Stück unterwegs sein. Sie ziehen oft in größeren Gruppen, die keilförmige Formationen annehmen können. Das Ausbreitungsgebiet des Kranichs lässt sich durch die zahlreichen Vogelbeobachtungen sehr gut beschreiben. Über Österreich ziehen die Zugvögel im Frühjahr und Herbst. Der Kranich breitet sich weiter aus: War eine Kranichbeobachtung früher hierzulande eine Seltenheit, gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, Kraniche zu sehen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Weißer Fleck in Europa

Weißrusslands unsicherer Kurs zwischen Ost und West (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Republik Belarus nennt sich das Land zwischen Polen und Russland, wobei der Ursprung des Namens bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Im Deutschen spricht man von Weißrussland, auch hier bevorzugen Expert/innen aber immer häufiger den Begriff Belarus, um eine klare Abgrenzung zum östlichen Nachbarn zu ziehen. Zugleich dient das "Weiß" weiterhin für zahlreiche Metaphern. Denn Weißrussland gilt als der weiße Fleck auf der Landkarte Europas, bis heute ist es für die meisten Europäer eine "Terra Incognita" geblieben. Es handelt sich um eine Region, in der sich erst sehr spät ein Nationalbewusstsein im modernen Sinn entwickelte und die - von einem kurzen, bald gescheiterten Versuch Anfang des 20. Jahrhunderts abgesehen - erst mit dem Zerfall der Sowjetunion ihre staatliche Unabhängigkeit erlangte. Historiker/innen sprechen von einer Geschichte tragischer Risse und Brüche. Lange gehörte die Region zum großen polnisch-litauischen Reich, dann zum russischen Reich, später zur UdSSR. Als Hitler-Deutschland zunächst Polen und dann die Sowjetunion überfiel, kam es zur schlimmsten Tragödie. Im Holocaust wurde eine Jahrhunderte alte, überaus reiche jüdische Kultur vernichtet. Die Aufarbeitung ist erst in den vergangenen Jahren mühsam in Gang gekommen. In zahlreichen weißrussischen Städten, wo einst mehr als 50 Prozent der Bewohner/innen Juden waren, muss man heute gezielt suchen, um noch Spuren dieser brutal ausgelöschten Welt zu entdecken. Die Last der Geschichte nennen Expert/innen als einen möglichen Grund dafür, dass die Mehrheit der Weißrussen bis heute scheinbar widerspruchslos den autokratischen Präsidenten Aljaksandr Lukaschenka akzeptiert, den "letzten Diktator Europas", wie er im Westen genannt wird. Aber auch die Sorge vor den Folgen einer Revolution wie in der Ukraine spielt eine Rolle. Weißrussland unterhält zwar enge Beziehungen zu Moskau, seit der Eskalation des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland versucht Lukaschenka allerdings einen unabhängigeren Kurs zu steuern und sich als Vermittler zwischen Moskau und Kiew zu etablieren. Von einer Multivektor-Politik ist offiziell die Rede, man will mit allen Nachbarn, und mit Moskau ebenso wie mit Brüssel, einen möglichst ausgeglichenen Kurs fahren. Junge, gebildete Weißrussen blicken freilich oft nach Westeuropa und suchen dort ihr Glück. Dabei hat ihr Land durchaus Potenzial, wie die rasante Entwicklung des IT-Sektors in den vergangenen Jahren belegt. Hier, meinen erfolgreiche Vertreter der IT-Branche, könne man im positiven Sinne aus dem sowjetischen Erbe schöpfen - nämlich aus den hohen technischen und naturwissenschaftlichen Bildungsstandards, die Weißrussland bewahrt und weiterentwickelt habe.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1918, 1968, 1971, 1947 (3). Gestaltung: Julia Gindl und Sarah Kriesche Die Radiokollegreihe "Datenpunkte im Informationszeitalter" rollt anhand von Ereignissen und Momenten der Technikgeschichte die Entwicklung der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhunderts auf. Jahreszahlen dienen als Ausgangspunkt für Beiträge über neue Ideen, Thesen, Erfindungen und Arbeiten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie in der Vergangenheit Grundsteine für die Zukunft legten, auf die unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert aufbaut. *1971 Das erste Email* QWERTYUIOP lautete höchstwahrscheinlich der Inhalt der ersten Email. Ray Tomlinson, der Absender der elektronischen Nachricht, konnte sich nicht mehr ganz genau erinnern. Der US-Techniker arbeitete im Jahr 1971 an einem Computernetzwerk für das amerikanische Verteidigungsministerium, als es ihm gelang, eine Datei zwischen zwei nebeneinander stehenden Rechnern und an einen spezifischen Adressaten hin und her zu schicken. Tomlinson setzte das @ zwischen Benutzername und Computername und veränderte mit QWERTYUIOP die Art und Weise, wie wir heute weltweit kommunizieren.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Schlagzeug als Antriebsmaschine der Musik

Von der Marschtrommel zum Drumset (3). Gestaltung: Lukas Tremetsberger Das Schlagzeug verdankt die Musikwelt einem Verbot. Mit den "No Drumming Laws" wurde es Afroamerikanern in den USA bis Mitte des 19. Jahrhunderts untersagt, ihre traditionellen Trommeln - Werkzeuge der Revolte - zu spielen. Man wich auf orientalische Trommeln, Becken und auch auf den eigenen Körper aus, spielte mit beiden Händen und Füßen. Wurden in Marching Bands die einzelnen Schlaginstrumente - Kleine Trommel, Große Trommel, diverse Becken - einzeln von mehreren Musikern gespielt, kombiniert ein Drumset diese Instrumente. Das gelang durch die Entwicklung des Pedals, einer Innovation, mit dem Musiker die am Boden liegende große Basstrommel mit dem Fuß spielen konnten. Man hatte nun die Hände frei für Snare Drum, andere kleine und große Trommeln und viele Becken. Im Jahr 1918 brachte die Firma Ludwig aus Chicago das erste Drumset auf den Markt. Damit konnte ein Musiker allein alles spielen. Das Schlagzeug kann seine Gestalt anpassen, wie kaum ein anderes Musikinstrument. Universell einsetzbar, von minimalistischer Ausführung in Jazz-Formationen bis zu pompösen Maschinen der Rock-Bands, die zusammengestellt aus unzähligen Trommeln und Becken den optischen und rhythmischen Schwerpunkt bilden. Am Schlagzeug lässt sich die Musikgeschichte der vergangenen 100 Jahre verfolgen.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Nadja Kayali. Franz Schubert: Sonate für Violine und Klavier a-Moll D 385 (Julia Fischer, Martin Helmchen) Mit 19 Jahren hatte Franz Schubert bereits einige Kompositionserfahrung. Zu einer Zeit, in der er immer größeres Selbstvertrauen in seine Fähigkeiten schöpfte, komponierte er auch die Sonate für Violine und Klavier in a-Moll D385. Veröffentlicht wurde das Werk allerdings erst acht Jahre nach Schuberts Tod im Diabelli Verlag unter der noch heute gebräuchlichen Bezeichnung "Sonatine". Doch um eine verkürzte, leicht spielbare Sonate (Sonatine) handelt es sich dabei nicht. Ausdehnung und Konzeption sowie Musik würden allemal den Begriff Sonate rechtfertigen.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Nebenan Weißrussland: "Das Brennesselhaus" von Smizer Wischnjou (Ausschnitt). Aus dem Weißrussischen von Martina Jakobson. Es liest Rafael Schuchter. Gestaltung: Peter Zimmerman Safa Burschtyn verdient sich seinen Lebensunterhalt mit dem Malen pseudostalinistischer Ölgemälde. Er lebt in Minsk, bis Seltsames geschieht: Ein Handwerker gräbt einen Tunnel durch seine Wohnung, seine Freundin Natascha entführt ihn in die mythischen Sümpfe der weißrussischen Sprache, die Kaktusmafia lässt den Gemüsegarten der Großeltern zuwuchern, ein gelber Garten- zwerg überwacht Safa gleich einem Angehörigen des Geheimdienstes - ob real oder virtuell, jede dieser Gestalten unternimmt den Versuch, Safa davon abzuhalten, seinen Roman zu schreiben. Safa landet schließlich im Künstlerhaus "Tacheles" in Berlin. Immer in seiner Nähe: eine merkwürdig wandelbare weißrussische Oma ... Smizer Wischnjou, geboren 1973 in Ungarn, studierte Philologie und Journalistik in Minsk. Er ist Autor, Lyriker, Maler und Performancekünstler. Nach seiner Tätigkeit als Lektor und Herausgeber wagte er den Versuch, sich als unabhängiger Verleger des Hauses "halijafy" jenseits der staatlichen Verlage zu etablieren. Wischnjou ist seit den 1990er Jahren einer der prägendsten Autoren in Weißrussland. Er war Mitbegründer von Vereinigungen wie "Bum-Bam-Lit" oder "Schmerzwerk", die in der Literaturlandschaft eine Wiederentdeckung der weißrussischen Sprache auslösten. Verlag luxbooks


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Daniela Knaller.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Gewandhausorchester Leipzig, Dirigent: Omer Meir Wellber. Franz Schubert: Symphonie Nr. 2 B-Dur D 125 * Joseph Haydn: Sinfonia concertante B-Dur Hob. I/105 * Alfred Schnittke: Concerto grosso Nr. 1 (aufgenommen am 21. September 2017 im Gewandhaus Leipzig). Präsentation: Peter Kislinger.


15.30 Uhr

 

 

Moment

"Lieber kaufe ich Hundefutter als Essen für mich" Ehemals Obdachlose und ihre Hunde 26 Hunde und sechs Katzen sind derzeit im Haus St. Josef der Caritas in Wien-Neubau gemeinsam mit ihren Besitzern untergebracht. Sogar zwei Pythons lebten hier einmal. Solche Wohnhäuser bieten für rund zwei Jahre eine Übergangslösung bis eine Wohnung gefunden ist. Gerade Plätze für wohnungslose Menschen mit Haustier sind gefragt und die Wartelisten oft lang. Für die Frauen und Männer ist es keine Option, sich beim Wohnungsverlust von ihrem Hund zu trennen. Die Vierbeiner begleiten und trösten ihre Besitzer, gerade wenn sie niemand anderen mehr haben. Gestaltung: Elisabeth Stecker Wort der Woche: Andreas Maurer Moment-Echo: Bea Sommersguter


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Wie es ist zweisprachig aufzuwachsen Rudi hat schon viele Zweibeinerinnen und Zweibeiner kennengelernt, die mehr als nur eine Sprache sprechen. Der Radiohund bellt einsprachig und kann sich schwer vorstellen - wie es anders wäre. Rudi ist davon überzeugt, dass er sicher alles durcheinander bringen würde. Im Funkhaus trifft er den Autor und Buchverleger Lojze Wieser. Der Kärntner spricht auch Slowenisch und singt Rudi etwas vor. Lojze Wieser: "In der Regel hat man einmal eine Sprache und erst später kommt die zweite dazu. Das war bei mir auch so. Meine Kindheit war eigentlich einsprachig und zwar Slowenisch. In der Volksschule kam dann die zweite Sprache dazu - das war dann Deutsch. Und durch das Reden miteinander hat man schnell die zweite Sprache gelernt." Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis Spezial

"Maly Trostinec" - Den Toten ihre Namen geben. - Gestaltung: Kerstin Tretina Im weißrussischen Ort Maly Trostinec bei Minsk sind während des Zweiten Weltkrieges knapp 10.000 Jüdinnen und Juden aus Wien von den Nationalsozialisten ermordet worden, an keinem anderen Ort sind so viele österreichische Jüdinnen und Juden während des Holocaust ermordet worden - erschossen oder vergast. Der Vernichtungsort ist in Österreich immer noch wenig bekannt. Es ist ein Massengrab im Wald ohne Grabstein - noch. Denn Ende Juni wurde symbolisch der Grundstein für ein österreichisches Denkmal in Maly Trostinec gelegt. In den kommenden Monaten soll es entstehen. Den Anstoß dafür hat eine Privatinitiative gegeben: "Habt ihr eure Toten wiedergefunden?" hat eine alte Weißrussin einmal zu ihr gesagt, als Waltraud Barton wieder ihre gelben, folierten Zettel im dem kleinen Wäldchen am Rand der weißrussischen Hauptstadt Minsk aufgehängt hat. Darauf stehen Namen jener österreichischen Jüdinnen und Juden, die in Maly Trostinec ermordet worden sind. Die Wiener Mediatorin und Schauspielerin Barton hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Toten ihre Namen zurückzugeben. Auch heuer wurden, im Rahmen der 10. Gedenkreise nach Maly Trostinec, wieder neue Schilder mit Namen von Opfern aufgehängt. Knapp 500 sind es mittlerweile. Im Zuge der Recherche ihrer eigenen Familiengeschichte ist Barton auf diesen Vernichtungsort gestoßen, auch einige ihrer Verwandten sind dort ermordet worden. Zum Beispiel die erste Frau ihres Großvaters, Malvine Barton, nach der sie ihren Verein "Initiative Malvine - Maly Trostinec erinnern" (IM-MER) benannt hat. Barton hat recherchiert und alle Namen von den detaillierten Deportationslisten abgeschrieben und als Buch herausgegeben ("Maly Trostinec - Das Totenbuch. Den Toten ihre Namen geben"). Sie setzt sich seit langem dafür ein, dass die tausenden Toten von Maly Trostinec auch ein Grabmal, eine Gedenkstätte bekommen. In Weißrussland wurden von den Nationalsozialisten nicht nur Tausende österreichische Jüdinnen und Juden ermordet; die dort weit verbreitete, vielfältige jüdische Kultur wurde nahezu ausgelöscht. Erst langsam - in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten - wurde das jüdische Leben in Weißrussland, vor allem in der Hauptstadt Minsk, wiederbelebt. Diese Spezialausgabe von "Praxis - Religion und Gesellschaft" berichtet von der 10. Gedenkreise nach Maly Trostinec, gibt ein Beispiel von außergewöhnlicher Erinnerungs- und Gedenkarbeit und einen Einblick in die religiöse Landschaft.


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1994 - Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Il valzer di un giorno. Das zu kurze Leben des Bahnhofvorstehers und Cantautore aus Cuneo Heute wäre Gianmaria Testa 60 Jahre alt geworden. Das Italien von Salvini Co wäre ihm noch unerträglicher als jenes von Berlusconi. Vor zwei Jahren hat er Ende März den Kampf gegen den Krebs verloren. Er ging so wie er es wollte, still und leise, ohne viel Aufhebens. Aber seine Stimme fehlt, sein kompromissloser Humanismus. Die Moderationen seines Live-Konzerts im Mai 2008 in Rom könnte er gestern gesprochen haben, so aktuell sind sie. Irgendeiner bei der Plattenfirma war so klug, nachträglich aus diesem nur für den Privatgebrauch mitgeschnittenen Konzert das Album "Solo dal vivo" zu produzieren. Wir erinnern an den großen, bescheidenen Cantautore mit dem Schnauzbart, der aus dem piemontesischen Cuneo kam, einer Kleinstadt am nordwestlichen Rand Italiens, nahe der französischen Alpen. Diese Stadt hat ihn geprägt und, obwohl Cuneo in Italien ein wenig als Lachnummer der Nation gilt, war er stolz ein Cuneeser zu sein.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Geschichte Weißrusslands und seine gegenwärtige Gratwanderung zwischen Ost und West. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Ab dem Mittelalter war das heutige Weißrussland Teil des litauisch-polnischen Großreichs, am Ende des 18. Jahrhunderts stand es dann zum Teil schon unter russischer Herrschaft. Mit der Gründung der Sowjetunion 1922 wurde der östliche Teil von Weißrussland dann zur sowjetischen Unionsrepublik, die auch ihre eigene Sprache beibehalten durfte. Der westliche Teil blieb bis 1939 unter polnischer Herrschaft. Erst danach wurde auch der westliche Teil in die Weißrussische sozialistische Sowjetrepublik eingegliedert. Erste Unabhängigkeitsbestrebungen kamen ab den 1980er Jahren auf. Doch ein eigenständiges Land ist Weißrussland erst seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 - wenn man von einem kurzen Zwischenspiel im Jahr 1918 absieht, als nach dem Einmarsch der Deutschen in Minsk für einige Monate eine nominell unabhängige Weißrussische Volksrepublik bestand. Seit 1994 wird Weißrussland von Präsident Aleksander Lukaschenko regiert, der vor allem für seine autoritäre Regierungshandschrift bekannt ist. "Der letzte Diktator Europas", so sein oft zitierter Beiname, hält Kritiker brutal in Schach, kontrolliert die Medien und manipuliert Wahlen zu seinen Gunsten - so lautete jedenfalls auch bei der letzten Wahl im Jahr 2016 der Vorwurf, bei der zumindest zwei oppositionelle Abgeordnete ins Parlament einziehen konnten.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

In Österreich ist die Zahl an Frauenmorden zuletzt angestiegen. Meist werden sie vom Partner oder Expartner begangen, im öffentlichen Diskurs oft als "Beziehungstat" verharmlost. Gestaltung: Elisa Vass Frauenmorde ´kündigen sich in gewalttätigen Beziehungen oft über Jahre an und könnten in vielen Fällen vermieden werden. Trotz guter Gesetze werde zu selten U-Haft gegen Gefährder verhängt, kritisieren Frauenhäuser und Gewaltschutzzentren; außerdem fordern sie mehr Geld für den Opferschutz. Das Innenministerium setzt auf strengere Strafen und möchte die Präventionsarbeit mit den Tätern verstärken; eine Taskforce arbeitet derzeit neue Vorschläge aus. Doch auch das gesellschaftliche Bewusstsein muss dringend geschärft werden: Allzu gern wird es als Privatsache abgetan, wenn einer Frau in ihren eigenen vier Wänden Gewalt angetan wird; wenn sie getötet wurde, war sie vermutlich selbst daran nicht unschuldig, so der Mechanismus des sogenannten "Victim Blaming". In den seltenen Fällen, in denen Frauen ihre Partner töten, ist der öffentliche Aufschrei viel größer. Sind Frauen in unserer Gesellschaft noch immer weniger wert als Männer?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Warum ein Miteinander oft so schwer fällt Von Sabrina Adlbrecht Evolutionsbiologisch betrachtet, waren der Zusammenhalt der eigenen Gruppe und die Konkurrenz zu den Nachbarn das Erfolgsgeheimnis des Homo sapiens. Erst durch ein komplexes Sozialleben war es überhaupt möglich, Denkfähigkeit zu entwickeln. Heute, angesichts durch Kriege und Klimawandel stärker werdender globaler Wanderbewegungen - oft bedrohlich tituliert als "Flüchtlingswellen" - erweist sich die Haltung "Wir und die Anderen" als eine der größten Hürden für die Zukunft. - Das diesjährige "Biologicum" in Grünau im Almtal versucht, das Kontinuum zwischen der Biopsychologie und den gesellschaftlichen Erscheinungsformen des "Dazugehörens" und "Fremdseins" darzustellen: Von den evolutionären Wurzeln über die Gehirnfunktionen bis zu aktuellen Krisenherden. Krieg als permanenter Faktor in der Menschheitsgeschichte wird ebenso thematisiert wie die Frage, ob die moderne digitale Welt mit ihren Social-Media-Angeboten eher verbindend oder spaltend wirkt.


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Vivica Genaux und "Les Musiciens du Louvre" Kommenden Montag, am 22. Oktober, gibt es im Theater an der Wien eine konzertante Aufführung von Georg Friedrich Händels Oper "Serse" mit dem 2012 gegründeten Barockensemble "Il Pomo d'Oro" unter der musikalischen Leitung von Maxim Emelyanychev. In der Hosenrolle des Arsamene ist dabei die US-amerikanische Mezzosopranistin Vivica Genaux, ein Star der Alten-Musik-Szene, zu hören. Arien von Georg Friedrich Händel stellte Vivica Genaux, begleitet von "Les Musiciens du Louvre", bei einem Konzert am 26. November des Vorjahres in Barcelona vokalen Kostbarkeiten aus der Feder von Nicola Porpora gegenüber. Der in Neapel geborene Porpora - sein Todestag jährte sich heuer zum 250. Mal - war der größte Konkurrent von Händel in der Londoner Opernszene der 1730er Jahre. Die Wiedergabe dieses Konzertes bietet aber nicht nur ein, von Vivica Genaux dargebotenes vokales Feuerwerk, sondern auch händelsche Instrumentalmusikkostbarkeiten.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Die Macht der Manipulation und die Kunst der richtigen Entscheidung. Gestaltung: Elisabeth J. Nöstlinger Jeder macht es, kaum jemand merkt es. Jedenfalls nicht rechtzeitig. Man denke an jene Dinge, die man kauft aber nicht braucht, oder an Jobs, die man nie machen wollte. Manipuliert wird überall. Es bleibt die Frage: was führt zum Ziel. Ist es die "Salamitaktik", oder ist es "besser den Fuß in die Tür" zu stellen? Johannes Steyrer, Professor für "Organizational Behavior" an der Wirtschaftsuniversität Wien, hat Forschungsergebnisse zu Macht und Manipulation gesammelt und diese ins Job- und Alltagsleben übersetzt. Damit macht der Soziologe, Betriebswirtschaftler und Psychotherapeut klar, an welchen Schnüren (wir) Marionetten hängen. Die Informationsflut in den alten und neuen Medien tun noch einiges dazu Entscheidungen der Menschen zu manipulieren. Elisabeth J. Nöstlinger zeigt gemeinsam mit dem Organisationstheoretiker Johannes Steyrer, dem Mathematiker und Informatiker an der TU Darmstadt, Karsten Weihe und der Psychotherapeutin an der Sigmund Freud Universität Monika Spiegel Grundprinzipien auf, wie Informationen richtig einzuordnen sind um Manipulationen zu durchschauen, sie gegebenenfalls im täglichen Leben anzuwenden und fundierte Entscheidungen treffen zu können.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Weißer Fleck in Europa. Weißrusslands unsicherer Kurs zwischen Ost und West (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Datenpunkte im Informationszeitalter. 1918, 1968, 1971, 1947 (3). Gestaltung: Julia Gindl und Sarah Kriesche Von der Marschtrommel zum Drumset. Das Schlagzeug als Antriebsmaschine der Musik (3). Gestaltung: Lukas Tremetsberger


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Magazin. Gestaltung: Nina Polaschegg Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einem Rückblick auf die siebente Ausgabe des Jugendprojektes "Konfrontationen" beim diesjährigen ORF musikprotokoll im steirischen herbst.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Aimie Rehburg Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten