Jetzt läuft auf Ö1:

Anklang

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Der göttliche Zweifel". Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk tritt in einen Dialog mit göttlichen Zweiflern wie Blaise Pascal, Sören Kierkegaard, Muguel de Unamuno oder Hans Blumenberg. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Wir sind Christen im gleichen Sinne, wie wir Schwaben oder Perigordiner sind, notiert der französische Philosoph Michel de Montaigne 1580 in seinen berühmten "Essais". Der scheinbar harmlose Satz meint, dass es keinen absoluten und hinreichenden Grund gibt, Christ zu sein, erklärt der Literatur- und Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk in seinen "Gedanken für den Tag". Religion liege - nach Montaigne - ein menschliches Grundbedürfnis zugrunde, das alle Religionen befriedigen. Keine Religion oder Konfession sei indes in einem absoluten Sinne wahr oder objektiv. Das menschliche Erkenntnisvermögen sei zu schwach, um die Existenz Gottes zu bekräftigen. "Montaigne verwirft den Glauben keineswegs, denn der Atheismus ist in diesem Sinne genauso verwegen wie jene Frömmigkeit, die Montaigne zufolge "unseren Leidenschaften schmeichelt". Es ist der Absolutismus des Glaubens, der Krieg und Grausamkeit entfacht. Von daher ist Skepsis gegen religiöse Wahrheiten ein Gebot der Bescheidenheit", so Müller-Funk. In seinen "Gedanken für den Tag" tritt der Literatur- und Kulturwissenschaftler in einen Dialog mit göttlichen Zweiflern wie Blaise Pascal, Sören Kierkegaard, Miguel de Unamuno oder Hans Blumenberg.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Stefanie Maderthaner.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Mit dem Biologen Peter Prack am Zusammenfluss von Enns und Steyr. Teil 3: Geschiebe aus den Bergen Gestaltung: Lothar Bodingbauer Flüsse bilden Lebensräume von Lebewesen im Wasser. An ihren Rändern sind die Schnittstellen zum Land nicht scharf und plötzlich, sondern zoniert, was sich auch auf die Vielfalt der Lebewesen in diesem Bereich überträgt. Dies gilt für naturnahe Flüsse, deren Ränder die Einflüsse von Hochwassern widerspiegeln. In hochwassergefährdeten Gebieten sind die Ufer oft von Menschen in einer Weise geformt, die stark in diese Zonierung eingreift. Zusätzlich gibt es Eingriffe, die entlang der Flüsse die Lebensräume ändern: Kraftwerke und Geschiebefänge, die Kies zurückhalten. Auch sie sind in den Hochwasserschutz eingebunden. Naturnahe Flüsse mit ursprünglichen, zonierten Ufern sind gleichzeitig wertvolle Naherholungsgebiete für die Menschen angrenzender Siedlungen. So stehen die Wünsche nach Erholung und die Wünsche nach Schutz vor Hochwassern in einem Widerspruch, den es zu lösen gilt. Am Zusammenfluss von Enns und Steyr im Großraum der Stadt Steyr sind alle Frage- und Problemstellungen des Naturschutzes samt ihren derzeitigen Lösungen und Visionen modellhaft auf einem kleinen Raum versammelt.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Lernen Sie Geschichte!

Modems, Lichtermeer und Europäische Union. Die 90er Jahre in Österreich (3). Gestaltung: Julia Reuter "Lernen Sie Geschichte!" Das berühmte Zitat von Alt-Kanzler Bruno Kreisky ist Titel und Motto dieser Radiokolleg-Reihe: Rückblickend wird jenes Jahrzehnt näher betrachtet, in dem Österreich "Ja" zur EU sagte und wir mit lauten Modem-Geräuschen auf Verbindung zum Internet warteten. Nostalgisch betrachtet schien es uns hierzulande gut zu gehen: Die Wirtschaft war weitgehend in Ordnung, der "Kalte Krieg" vorbei, im Fernsehen spielte es "Friends" und "Hör mal, wer da hämmert"; musikalisch sorgten Boybands wie die Backstreet Boys für Furore. Wer diese Art von Popmusik verweigerte, hörte Nirvana, Techno oder Elektronik. In letzterem Genre reüssierten Kruder Dorfmeister zu Weltstars und verschafften somit auch Wien wieder einen Platz im Rampenlicht der internationalen Musiklandschaft. In Sachen Mode begann der Aufstieg von Kleiderketten wie H M, während das sogenannte "Arschgeweih" der Tattoo-Szene einen kurzlebigen Trend bescherte. Dass nicht alles rosig war, zeigt der Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Für die daraus resultierende Flüchtlingswelle wurde bei "Nachbar in Not" eifrig gespendet und in Wien demonstrierten 300.000 Menschen beim sogenannten "Lichtermeer" gegen den Fremdenhass. Außerdem entschieden wir uns mehrheitlich dafür, der Europäischen Union beizutreten und somit auch auf "unseren Schilling" zu verzichten. Als die FPÖ unter Jörg Haider bei den Wahlen 1999 einen starken Zugewinn verzeichnen konnte, folgten international viele Proteste, die zu den "bilateralen Maßnahmen" der EU - den sogenannten "Sanktionen" - führten. In den USA sorgte die Affäre von Präsident Bill Clinton mit seiner Praktikantin Monica Lewinsky für politischen Tumult, in Russland kam 1991 mit Boris Jelzin zum ersten Mal ein demokratisch gewählter Präsident an die Macht, der 1999 von Wladimir Putin abgelöst wurde. Auch in Südafrika fanden nach dem Ende der Apartheid Wahlen statt, die Nelson Mandela für sich entschied. Die Medienlandschaft veränderte sich insofern, dass der ORF nicht mehr das alleinige Monopol auf die Rundfunklandschaft besaß, sondern nun auch Privatsender mitspielten. Im Printbereich begann sich der Boulevard mit Zeitschriften wie "News" und "Format" mehr auszubreiten, während "Der Standard" 1995 als erste deutschsprachige Zeitung online ging. Wie lässt sich diese Dekade aus heutiger Sicht einordnen, wie denken Zeitzeug/innen und Vertreter/innen der Generation Y darüber?


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Last und Lust der Hochsensibilität

Erklärungen für das Gefühl, anders zu sein (3). Gestaltung: Ingrid Götz Hochsensible, Vielfühler, Hochsensitive, Highly Sensitive Persons - mittlerweile gibt es viele Begriffe für ein Persönlichkeitsmerkmal, das Betroffene mehr und intensiver wahrnehmen lässt als andere. Auswirken kann es sich positiv wie negativ. Hochsensible Menschen erleben alle oder bestimmte Arten von Sinneseindrücken besonders stark. Ihr vegetatives Nervensystem reagiert darauf mit erhöhter Alarmbereitschaft. Was die Mehrheit nur erlebt, wenn Krieg und extreme Armut herrschen oder jemand täglichem Mobbing ausgesetzt ist, das geschieht bei Hochsensitiven aus relativ geringem Anlass. Ihre Körperchemie reagiert wesentlich früher. Auslöser können äußere Reize wie Lärm, Gerüche, Schmerzen oder Menschenansammlungen sein, aber auch Gefühle wie Verliebtheit oder Wut. Manchmal reichen auch schon zu viele Informationen gleichzeitig, um Hochsensitive in einen Zustand der Überstimulation zu bringen. Sie können dann nicht mehr klar denken und empfinden nur noch Stress. Das Thema Reizüberflutung, dem sie nahezu ohnmächtig gegenüber stehen, kennen alle Betroffenen. Andererseits hat die hohe Empfindsamkeit auch ihre guten Seiten: Feinheiten und Nuancen werden besser erfasst. Viele Hochsensible sind kreative und intuitive Menschen. Sie verfügen über ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden, können gut zuhören, sind loyal und gewissenhaft. Einige setzen sich für idealistische Ziele ein und kämpfen für eine bessere, gerechtere Welt. Das individuell unterschiedliche Paket an Eigenschaften, das die Hochempfindsamkeit mit sich bringt, ist meist schon von Kindheit an zu spüren. Bei der Berufswahl schließlich ist entscheidend, ob sie das eigene Naturell unterstützt oder ihm entgegensteht. Und ob auch grundsätzlich auf die überstarken Reaktionen Rücksicht genommen wird, indem etwa Auszeiten und Regeneration eingeplant werden. Denn je besser Betroffene sich selbst und ihre Bedürfnisse kennen, desto eher können sie Strategien für den Umgang mit ihrer Besonderheit entwickeln und das Beste aus sich herausholen. Doch welche Erklärung gibt es für das Phänomen, welches weder eine Diagnose noch eine Erkrankung darstellt? Was die Entstehung angeht, so ist sich die Wissenschaft nicht einig. Eindeutig messbar ist Hochsensibilität ebensowenig. Wer wissen möchte, ob er betroffen ist, und das sind immerhin 10-15% der Bevölkerung, findet es am besten über die Literatur zu diesem Thema oder einen Selbsttest heraus. Den ersten dieser Art entwickelte in den 1990er Jahren die amerikanische Psychologin Elaine Aron. Anhand von 27 Fragen lässt sich einschätzen, ob man sich den "Highly Sensitive Persons" zuordnen kann. Doch auch Therapeut/innen und Coaches befassen sich zunehmend mit dem Konzept der Hochsensitivität. Denn Beobachtungen zeigen, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der Klient/innen in ihren Praxen hochsensibel ist.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Alte Tasten - Neue Klänge

Renovierung historischer Klaviere, Cembali und Orgeln (3). Gestaltung: Nikolaus Scholz Die gotische Orgel von St. Andreas in Ostönnen (Nordrhein-Westfalen) zählt zu den ältesten spielbaren Orgeln der Welt, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts gebaut und zwischen 2000 und 2003 umfassend restauriert. Das weltweit älteste Klavier aus dem Jahr 1726, ein über die Jahre hinweg aufwendig restauriertes Stück des Italieners Bartolomeo Cristofori, ist heute noch spielbar. Dennoch sehen sich heutige Instrumentenrestauratoren bei ihrer Arbeit immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie die Klangvorstellung jener Zeit war, in denen die Instrumente gebaut wurden. Denn bei der Restaurierung geht es nicht nur um detailgenaue Präzisionsarbeit, sondern auch um musikalisches Einfühlungsvermögen in ein längst vergangenes Klangspektrum. Die Komponisten von damals ließen sich von den musikalischen Nuancen der Instrumente inspirieren. Heute gilt es, dem Originalklang so nahe wie möglich zu kommen.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Nadja Kayali. Johanna Müller-Hermann: Streichquartett Es-Dur op. 6 (Artis Quartett) Die Wienerin Johanna Müller-Hermann (geb. von Hermann) wurde 1868 geboren und war zunächst als Volksschullehrerin tätig. Erst nach ihrer Heirat widmete sie sich voll und ganz der Musik, nahm Unterricht bei Josef Bohuslav Förster am Konservatorium und besuchte die Vorlesungen von Guido Adler an der Universität Wien. Mit ihrem Entwurf zu einem Streichquartett in Es-Dur wandte sie sich an Alexander von Zemlinsky, dem das Werk später auch gewidmet wurde. 1917 wurde Johanna Müller-Hermann dann selbst Professorin und Nachfolgerin ihres Lehrers Förster am Konservatorium. Sie starb 1941.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Logbuch eines Schwimmers". Von Roger Deakin. (Ausschnitte) Aus dem Englischen übersetzt von Andreas Jandl und Frank Sievers. Es liest Till Firit. Gestaltung: Nicole Dietrich Ein Jahr lang reiste der britische Autor Roger Deakin auf extravagante Weise durch Großbritannien: Er schwamm. Er tauchte ein - egal wie kalt, egal wie schlammig oder verdreckt - und durchquerte Tümpel, Flüsse, Swimmingpools und Seen. Er wollte seine Heimat aus der Froschperspektive neu vermessen. Was der leidenschaftliche Brustschwimmer dabei erlebte, reflektierte und schließlich zu Papier brachte, ist ein Manifest der Freiheit, voll von überraschenden Naturbeobachtungen. Im Neoprenanzug verneigt sich Deakin vor der Natur und prangert Wasserverschmutzung, Flussbegradigung und die Privatisierung von Gewässern an. Roger Deakin, 1943-2006, war Publizist, Dokumentarfilmer und Umweltschützer. Er schrieb für diverse Zeitungen über Natur und Umwelt und produzierte Beiträge für die BBC. Mit "Waterlog" ("Logbuch eines Schwimmers") wurde Roger Deakin 1999 berühmt. Das Buch löste in Engalnd einenTrend los: das Schwimmen in natürlichen Gewässern.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Daniela Knaller.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

San Francisco Symphony Orchestra, Dirigent: Michael Tilson Thomas; Inon Barnatan, Klavier. Aaron Copland: a) Orchestral Variations; b) Klavierkonzert * Robert Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61 (aufgenommen am 27. März in der Louise Davies Symphony Hall, San Francisco). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

König, Dame und Bauer im Park Von Schachtischen bis Bodenschach im Freien Ein Tisch, zwei Konzentrierte und eine Traube von Schaulustigen - sie kiebitzen und geben Tipps, oder empören sich über einen leichtfertig gemachten Zug. Wenn in Parks, in Cafés und auf Straßenfesten Schach gespielt wird, treffen Spieler und Spielerinnen verschiedenen Könnens und Alters zusammen. Manche Stammgäste kommen mehrmals in der Woche, sogar im Winter. Vom Zusammentreffen um das schwarz-weiße Brett. Gestaltung: Elisabeth Stecker Wort der Woche: Tanja Rogaunig Moment-Echo: Andrea Hauer


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Über eine Schulklasse, einen Wal und viel Plastikmüll. Am 5. Juni war Weltumwelttag. Rudi hat erfahren, dass weltweit 80 Prozent des gesamten Plastikmülls: also Kunststoffflaschen, Plastiksackerl und Strohhalme in Meeren und Flüssen landen und dadurch Tiere und Umwelt bedrohen. Aus diesem Grund haben Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Draschestraße im zweiten Wiener Gemeindebezirk aus Plastikflaschen einen drei Meter langen Wal gebastelt. Der Radiohund hat sich den Wal angesehen und mit den jungen Zweibeinern geplaudert. Fritz: "Unser Zeichenlehrer hat uns von einem Wal erzählt, der verhungerte ist, weil er so viele Plastiksackerl unabsichtlich geschluckt hatte, dass er nichts Normales mehr fressen konnte. Und einmal habe ich ein Bild von einer Schildkröte gesehen, die so lange ein Plastikteil im Panzer stecken hatte, dass das irgendwann angewachsen ist." Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

Die Republik Österreich im Spiegel ihrer Architektur. 1937 - Österreichischer Pavillon auf der Weltausstellung in Paris. Gestaltung: Anna Soucek


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Für gehobene Ansprüche: Die Rooftop Sessions des dänisch-schwedischen Trios "Dreamers' Circus" Ihr eben erschienenes drittes Album ist das erste, das auch außerhalb Dänemarks veröffentlicht wird. Dabei hatten sie von Beginn an durchschlagenden Erfolg, hoben die Auseinandersetzung mit der dänischen und schwedischen Volksmusik und ihre Erneuerung auf ein neues Level, eröffneten der traditionellen Musik völlig neue Dimensionen: Nikolaj Busk am Klavier und Akkordeon, der Geiger Rune Tonsgaard Sørensen, auch bekannt durch das Danish String Quartet und Ale Carr an der Lautengitarre. Am 14. Juli gibt es eine der viel zu seltenen Möglichkeiten, "Dreamers' Circus" auch in Österreich live zu erleben: sie treten in Lunz am See im Rahmen des sorgfältig und hochwertig kuratierten Festivals "Wellenklänge" auf. Und für alle, die es nicht nach Lunz schaffen, bleibt vorerst das neue unwiderstehliche Album: "Rooftop Sessions".


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Eine Kulturgeschichte der Höhlenforschung. Mit Johannes Mattes, Höhlenforscher und Historiker an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie Autor des Buchs "Reisen ins Unterirdische: Eine Kulturgeschichte der Höhlenforschung in Österreich bis in die Zwischenkriegszeit". Gestaltung: Daphne Hruby Höhlen haben die Menschen schon immer in ihren Bann gezogen. Ob nun als Rückzugsort, als Orakelstätten, als Schatzkammer oder als geheimnisumwobener Schauplatz romantisierender Märchen. Dabei wurden die Höhlen gleich selbst zu Kunstwerken. Die ältesten Malereien prangen auf ihren Wänden. Aber auch Gedanken auf philosophisch höchster Ebene haben dort ihren Schauplatz, denken wir nur an Platons Höhlengleichnis. Etwas später trieb die Menschen vor allem die Gier in die Tiefen hinab. Ende des 16. Jahrhunderts befahl etwa der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und Erzherzog von Österreich, Rudolf II., eine Expedition ins niederösterreichische Ötscherhöhlensystem zu unternehmen, um nach Gold und anderen wertvollen Rohstoffen zu suchen. Einfache Bergknappen hingegen versuchten nur ihren Lebensunterhalt in den Höhlen zu bestreiten - unter kräftezehrenden und gefährlichen Bedingungen. Auch die Wissenschafter entdeckten die Höhlen für sich. Bereits im Grimm'schen Wörterbuch ist von der Höhlenforschung die Rede. Professionell erkundet und topografisch dargestellt wurde die Welt unter der Oberfläche dann ab dem späten 19. Jahrhundert. 1923 wurde in Österreich das "Speläologische Institut" - spelaeum ist das lateinische Wort für Höhle - gegründet. In Österreichs Geschichte spielen Höhlen eine zentrale Rolle. Hierzulande gibt es etwa 16.000 davon - und es werden immer mehr. Immer wieder entdecken Forscher/innen bisher unbekannte Höhlen in Österreich.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal Panorama-Mittwochsrunde

Diskussion zu einem aktuellen Thema


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Die Lehren des Carlos Castaneda Von Gabriele Anderl Im gesellschaftlichen Umbruchjahr 1968 erscheint auf Englisch ein Buch, das in der späteren deutschen Übersetzung den Titel "Die Lehren des Don Juan" tragen wird. Der Autor ist ein in Peru geborener und in den USA lebender Anthropologiestudent namens Carlos Castaneda. In autobiografischem Stil beschreibt er seine Begegnungen mit einem mexikanischen Indianer, der ihn auf die "Pfade des Wissens" geführt habe. Die Mixtur aus ethnologischem Jargon und übersinnlicher Wahrnehmungslehre samt Drogenerfahrungsbericht trifft einen Nerv der Zeit. Das Buch und seine Folgebände erreichen weltweit Millionenauflagen. Castaneda stillt den spirituellen Hunger westlicher Leser/innen, darunter nicht nur Hippies und Anhänger der New-Age-Bewegung. Ein Kultautor ist geboren, dessen Ruhm kaum schmälert, als später bekannt wird, dass er den Indianer "Don Juan" nur erfunden und seine Feldforschungen in Mexiko auf Recherchen in einer Universitätsbibliothek beschränkt hat. - Heute ist es um Carlos Castaneda ziemlich ruhig geworden. Während sein Erbe nur mehr in Esoterikzirkeln hochgehalten wird, möchte die Ethnologie am liebsten ganz schweigen: Zu unseriös erscheint ihr heute Castanedas Auseinandersetzung mit indigenen Kulturen.


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Mathis Huber, Intendant der "styriarte", mit einer Vorschau auf das Programm 2018 Vor 100 Jahren, am 11. November 1918, setzte Karl I. im kaiserlichen Schloss Schönbrunn zu Wien die Unterschrift unter jenes Dokument mit dem er, Zitat: "auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften" verzichtete. Damit endete was anno 1278 begonnen hatte: die formelle Herrschaft der Habsburger in Österreich. Über 700 Jahre, länger als alle anderen europäischen Herrschergeschlechter regierten die Habsburger als Kaiser und Könige und prägten damit die Gestalt Europas. "Mögen andere Kriege führen, du, glückliches Österreich, heirate". Das alte Motto der Habsburger war wohl gelogen und dennoch eine schöne Utopie. Aber was bleibt von Felix Austria, vom glücklichen Österreich? Die heurige "styriarte" sucht klingende Antworten. Von 22. Juni bis 22. Juli feiern die steirischen Festspiele kaiserliche Feste mit Fux, Gluck sowie Haydn, tanzen Ländler in Redouten und ziehen sich erschöpft mit Schubert in die Privatheit zurück. Mathis Huber, Intendant der "styriarte" gibt einen Überblick über die Festivalausgabe 2018.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Tastsinn und Berührung Eindrücke von den 37. Goldegger Dialogen Gestaltung: Katrin Mackowski Mit dem Tastsinn lässt sich begreifen, fühlen, verstehen. Ohne ihn könnte der Mensch kein Gefühl für Raum und Zeit entwickeln, weder stehen noch gehen. Tastsinn und Berührung sind zudem taktile Fähigkeiten, über die sich auch das Denken und Fantasieren gestaltet. Über das Taktile, das sinnliche Be-Greifen der Welt, erschließt sich die Beziehung zu Dingen, zum anderen und zu sich selbst. Und doch spielt das Sehen - und damit das Auge, die größte Rolle in der Hierarchie der Sinne. Erst dann folgen Hören, Riechen und Schmecken. Tatsächlich ist aber der Tastsinn mit dem Kontaktorgan, der Hautoberfläche, der Wichtigste im Gefüge der Sinne. Der Embryo entwickelt ihn noch vor den anderen Sinnen in der achten Schwangerschaftswoche, und es entstehen erste wichtige räumliche Erfahrungen an der Gebärmutterwand und über die Nabelschnur. Der Neurowissenschafter Joachim Bauer ist Gastreferent bei den "Goldegger Dialogen" und reflektiert Körper-Gefühle des Tastsinns und das Gedächtnis des Körpers. Das so genannte "Haut-Ich" und frühste Erfahrungen mit der Haut, spielen schließlich für die sexuelle Entwicklung, für unbewusste wie bewusste Beziehungen und die Liebesfähigkeit des Menschen, eine entscheidende Rolle. Auch Kultur-Geschichten wie Ovids "Metamorphosen" zeigen, dass Tastsinn und Berührung entscheidende Indikatoren für Verlebendigung und Entwicklung des Subjektes sind. Davon erzählt der Pygmalion-Mythos. Kulturtechniken beruhen zwar auch darauf, Erfahrungen und Welt-Verständnis in Distanz zu bringen, der Soziologe Hartmut Rosa weist aber immer wieder auf die subjektive, direkt sinnliche Erfahrung des Menschen hin, aus der sich Tastsinn und Berührung auch als soziale Phänomene darstellen lassen. Ein Salzburger Nachtstudio von Katrin Mackowski



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Lernen Sie Geschichte! Modems, Lichtermeer und Europäische Union. Die 90er Jahre in Österreich (3). Gestaltung: Julia Reuter Last und Lust der Hochsensibilität. Erklärungen für das Gefühl, anders zu sein (3). Gestaltung: Ingrid Götz Alte Tasten - Neue Klänge. Renovierung historischer Klaviere, Cembali und Orgeln (3). Gestaltung: Nikolaus Scholz


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin. Gestaltung: Marlene Schnedl Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Nina Strehlein Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten