Jetzt läuft auf Ö1:

Dimensionen

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Der göttliche Zweifel". Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk tritt in einen Dialog mit göttlichen Zweiflern wie Blaise Pascal, Sören Kierkegaard, Muguel de Unamuno oder Hans Blumenberg. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Wir sind Christen im gleichen Sinne, wie wir Schwaben oder Perigordiner sind, notiert der französische Philosoph Michel de Montaigne 1580 in seinen berühmten "Essais". Der scheinbar harmlose Satz meint, dass es keinen absoluten und hinreichenden Grund gibt, Christ zu sein, erklärt der Literatur- und Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk in seinen "Gedanken für den Tag". Religion liege - nach Montaigne - ein menschliches Grundbedürfnis zugrunde, das alle Religionen befriedigen. Keine Religion oder Konfession sei indes in einem absoluten Sinne wahr oder objektiv. Das menschliche Erkenntnisvermögen sei zu schwach, um die Existenz Gottes zu bekräftigen. "Montaigne verwirft den Glauben keineswegs, denn der Atheismus ist in diesem Sinne genauso verwegen wie jene Frömmigkeit, die Montaigne zufolge "unseren Leidenschaften schmeichelt". Es ist der Absolutismus des Glaubens, der Krieg und Grausamkeit entfacht. Von daher ist Skepsis gegen religiöse Wahrheiten ein Gebot der Bescheidenheit", so Müller-Funk. In seinen "Gedanken für den Tag" tritt der Literatur- und Kulturwissenschaftler in einen Dialog mit göttlichen Zweiflern wie Blaise Pascal, Sören Kierkegaard, Miguel de Unamuno oder Hans Blumenberg.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Renate Burtscher


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Mit dem Biologen Peter Prack am Zusammenfluss von Enns und Steyr. Teil 4: Ein Erholungsgebiet auf Überschwemmungsflächen der Steyr. Gestaltung: Lothar Bodingbauer Flüsse bilden Lebensräume von Lebewesen im Wasser. An ihren Rändern sind die Schnittstellen zum Land nicht scharf und plötzlich, sondern zoniert, was sich auch auf die Vielfalt der Lebewesen in diesem Bereich überträgt. Dies gilt für naturnahe Flüsse, deren Ränder die Einflüsse von Hochwassern widerspiegeln. In hochwassergefährdeten Gebieten sind die Ufer oft von Menschen in einer Weise geformt, die stark in diese Zonierung eingreift. Zusätzlich gibt es Eingriffe, die entlang der Flüsse die Lebensräume ändern: Kraftwerke und Geschiebefänge, die Kies zurückhalten. Auch sie sind in den Hochwasserschutz eingebunden. Naturnahe Flüsse mit ursprünglichen, zonierten Ufern sind gleichzeitig wertvolle Naherholungsgebiete für die Menschen angrenzender Siedlungen. So stehen die Wünsche nach Erholung und die Wünsche nach Schutz vor Hochwassern in einem Widerspruch, den es zu lösen gilt. Am Zusammenfluss von Enns und Steyr im Großraum der Stadt Steyr sind alle Frage- und Problemstellungen des Naturschutzes samt ihren derzeitigen Lösungen und Visionen modellhaft auf einem kleinen Raum versammelt.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Lernen Sie Geschichte!

Modems, Lichtermeer und Europäische Union. Die 90er Jahre in Österreich (4). Gestaltung: Julia Reuter "Lernen Sie Geschichte!" Das berühmte Zitat von Alt-Kanzler Bruno Kreisky ist Titel und Motto dieser Radiokolleg-Reihe: Rückblickend wird jenes Jahrzehnt näher betrachtet, in dem Österreich "Ja" zur EU sagte und wir mit lauten Modem-Geräuschen auf Verbindung zum Internet warteten. Nostalgisch betrachtet schien es uns hierzulande gut zu gehen: Die Wirtschaft war weitgehend in Ordnung, der "Kalte Krieg" vorbei, im Fernsehen spielte es "Friends" und "Hör mal, wer da hämmert"; musikalisch sorgten Boybands wie die Backstreet Boys für Furore. Wer diese Art von Popmusik verweigerte, hörte Nirvana, Techno oder Elektronik. In letzterem Genre reüssierten Kruder Dorfmeister zu Weltstars und verschafften somit auch Wien wieder einen Platz im Rampenlicht der internationalen Musiklandschaft. In Sachen Mode begann der Aufstieg von Kleiderketten wie H M, während das sogenannte "Arschgeweih" der Tattoo-Szene einen kurzlebigen Trend bescherte. Dass nicht alles rosig war, zeigt der Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Für die daraus resultierende Flüchtlingswelle wurde bei "Nachbar in Not" eifrig gespendet und in Wien demonstrierten 300.000 Menschen beim sogenannten "Lichtermeer" gegen den Fremdenhass. Außerdem entschieden wir uns mehrheitlich dafür, der Europäischen Union beizutreten und somit auch auf "unseren Schilling" zu verzichten. Als die FPÖ unter Jörg Haider bei den Wahlen 1999 einen starken Zugewinn verzeichnen konnte, folgten international viele Proteste, die zu den "bilateralen Maßnahmen" der EU - den sogenannten "Sanktionen" - führten. In den USA sorgte die Affäre von Präsident Bill Clinton mit seiner Praktikantin Monica Lewinsky für politischen Tumult, in Russland kam 1991 mit Boris Jelzin zum ersten Mal ein demokratisch gewählter Präsident an die Macht, der 1999 von Wladimir Putin abgelöst wurde. Auch in Südafrika fanden nach dem Ende der Apartheid Wahlen statt, die Nelson Mandela für sich entschied. Die Medienlandschaft veränderte sich insofern, dass der ORF nicht mehr das alleinige Monopol auf die Rundfunklandschaft besaß, sondern nun auch Privatsender mitspielten. Im Printbereich begann sich der Boulevard mit Zeitschriften wie "News" und "Format" mehr auszubreiten, während "Der Standard" 1995 als erste deutschsprachige Zeitung online ging. Wie lässt sich diese Dekade aus heutiger Sicht einordnen, wie denken Zeitzeug/innen und Vertreter/innen der Generation Y darüber?


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Last und Lust der Hochsensibilität

Erklärungen für das Gefühl, anders zu sein (4). Gestaltung: Ingrid Götz Hochsensible, Vielfühler, Hochsensitive, Highly Sensitive Persons - mittlerweile gibt es viele Begriffe für ein Persönlichkeitsmerkmal, das Betroffene mehr und intensiver wahrnehmen lässt als andere. Auswirken kann es sich positiv wie negativ. Hochsensible Menschen erleben alle oder bestimmte Arten von Sinneseindrücken besonders stark. Ihr vegetatives Nervensystem reagiert darauf mit erhöhter Alarmbereitschaft. Was die Mehrheit nur erlebt, wenn Krieg und extreme Armut herrschen oder jemand täglichem Mobbing ausgesetzt ist, das geschieht bei Hochsensitiven aus relativ geringem Anlass. Ihre Körperchemie reagiert wesentlich früher. Auslöser können äußere Reize wie Lärm, Gerüche, Schmerzen oder Menschenansammlungen sein, aber auch Gefühle wie Verliebtheit oder Wut. Manchmal reichen auch schon zu viele Informationen gleichzeitig, um Hochsensitive in einen Zustand der Überstimulation zu bringen. Sie können dann nicht mehr klar denken und empfinden nur noch Stress. Das Thema Reizüberflutung, dem sie nahezu ohnmächtig gegenüber stehen, kennen alle Betroffenen. Andererseits hat die hohe Empfindsamkeit auch ihre guten Seiten: Feinheiten und Nuancen werden besser erfasst. Viele Hochsensible sind kreative und intuitive Menschen. Sie verfügen über ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden, können gut zuhören, sind loyal und gewissenhaft. Einige setzen sich für idealistische Ziele ein und kämpfen für eine bessere, gerechtere Welt. Das individuell unterschiedliche Paket an Eigenschaften, das die Hochempfindsamkeit mit sich bringt, ist meist schon von Kindheit an zu spüren. Bei der Berufswahl schließlich ist entscheidend, ob sie das eigene Naturell unterstützt oder ihm entgegensteht. Und ob auch grundsätzlich auf die überstarken Reaktionen Rücksicht genommen wird, indem etwa Auszeiten und Regeneration eingeplant werden. Denn je besser Betroffene sich selbst und ihre Bedürfnisse kennen, desto eher können sie Strategien für den Umgang mit ihrer Besonderheit entwickeln und das Beste aus sich herausholen. Doch welche Erklärung gibt es für das Phänomen, welches weder eine Diagnose noch eine Erkrankung darstellt? Was die Entstehung angeht, so ist sich die Wissenschaft nicht einig. Eindeutig messbar ist Hochsensibilität ebensowenig. Wer wissen möchte, ob er betroffen ist, und das sind immerhin 10-15% der Bevölkerung, findet es am besten über die Literatur zu diesem Thema oder einen Selbsttest heraus. Den ersten dieser Art entwickelte in den 1990er Jahren die amerikanische Psychologin Elaine Aron. Anhand von 27 Fragen lässt sich einschätzen, ob man sich den "Highly Sensitive Persons" zuordnen kann. Doch auch Therapeut/innen und Coaches befassen sich zunehmend mit dem Konzept der Hochsensitivität. Denn Beobachtungen zeigen, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der Klient/innen in ihren Praxen hochsensibel ist.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Alte Tasten - Neue Klänge

Renovierung historischer Klaviere, Cembali und Orgeln (4). Gestaltung: Nikolaus Scholz Die gotische Orgel von St. Andreas in Ostönnen (Nordrhein-Westfalen) zählt zu den ältesten spielbaren Orgeln der Welt, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts gebaut und zwischen 2000 und 2003 umfassend restauriert. Das weltweit älteste Klavier aus dem Jahr 1726, ein über die Jahre hinweg aufwendig restauriertes Stück des Italieners Bartolomeo Cristofori, ist heute noch spielbar. Dennoch sehen sich heutige Instrumentenrestauratoren bei ihrer Arbeit immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie die Klangvorstellung jener Zeit war, in denen die Instrumente gebaut wurden. Denn bei der Restaurierung geht es nicht nur um detailgenaue Präzisionsarbeit, sondern auch um musikalisches Einfühlungsvermögen in ein längst vergangenes Klangspektrum. Die Komponisten von damals ließen sich von den musikalischen Nuancen der Instrumente inspirieren. Heute gilt es, dem Originalklang so nahe wie möglich zu kommen.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ausgewählt

mit Mirjam Jessa. Der Kopf macht die Musik, nicht das Instrument. Reinhard Goebel, Spezialist für Alte Musik, über historische und vermeintlich historische Instrumente sowie ihren Gebrauch bzw. Missbrauch. Der streitbare Geiger, Dirigent, Musikwissenschafter und einst selbst Pionier der historischen Aufführungspraxis Reinhard Goebel sieht die Entwicklung der Originalklang-Bewegung äußerst kritisch: "Es werden einfach keine strengen Maßstäbe mehr angelegt, jeder kratzt auf seiner Fiedel mit". Dabei hatte alles so vielversprechend vor 45 Jahren begonnen. 1973 gründete Reinhard Goebel sein wahrhaftig maßgebliches Ensemble Musica Antiqua Köln, das er 33 Jahre leitete. Letztes Jahr wurde ihm die Bach-Medaille in Leipzig verliehen, denn - so die Begründung "Kein deutscher Musiker hat einen derart hohen Einfluss auf die Entwicklung der historischen Aufführungspraxis gehabt wie Reinhard Goebel". Und ausgerechnet Reinhard Goebel wurde zu einem der schärfsten und scharfsinnigsten Kritiker eben dieser vielgepriesenen historischen Aufführungspraxis. Die Missstände belegt er mit hörbaren Beweismitteln, nicht ohne vor allem anzuführen wie es klingt, wenn alles stimmt.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Benares". Von Barlen Pyamootoo. Gestaltung: Friederike Raderer In Benares, einem Dorf irgendwo in der tiefsten Provinz von Mauritius, hat Mayi, ein Fischer, beim Spiel etwas Geld gewonnen. Das will er nun gemeinsam mit seinen Freunden in der Stadt ausgeben. Aber beinahe müssen sie unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren ... Aus dem gleichnamigen Roman.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Irene Suchy.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Nürnberg an der Isar: "Meistersinger"-Stadt München Die Tatsache, dass München lange eine unwillige Richard-Wagner-Stadt gewesen ist, hat sogar noch einen anderen Opernstoff befeuert - den der "Feuersnot" von Richard Strauss. Im Rückblick jedoch steht die Uraufführung der "Meistersinger von Nürnberg" vor 150 Jahren mit goldenen Lettern im Buch der Stadt. 1901 wurde das nach Bayreuther Vorbild errichtete Prinzregententheater mit den "Meistersingern" eröffnet, 1963 die wiedererrichtete Staatsoper; die sommerlichen Opernfestspiele mit deren C-Dur ausklingen zu lassen, war lange Tradition. Kaum einer der länger in München wirkenden "Großen" am Pult hat sich das Werk entgehen lassen, nicht Knappertsbusch, nicht Jochum, nicht Keilberth, nicht Kubelik, nicht Sawallisch, nicht Mehta. Otto Wiener, Ferdinand Frantz, Benno Kusche, Dietrich Fischer-Dieskau und Bernd Weikl sind bei den entsprechenden Tondokumenten in der Herrenriege vertreten; beim jungen Paar hat seit jeher die Koppelung Gundula Janowitz-Sandor Konya ihre Fans. Was gesteigert auch für den hochverehrten Orchesterdompteur Sergiu Celibidache gilt: Er hat zwar die Oper als Ganzes nicht angerührt, aber mit den Münchner Philharmonikern das "Meistersinger"-Vorspiel zelebriert.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Vom Acker auf die Baustelle. Natürliche Materialien am Bau. Die Bauindustrie schwört auf Stahlbeton und Gipskarton. Abseits des Mainstreams erleben aber auch natürliche Materialien ihr Comeback am Bau. Aus Holz werden mittlerweile Hochhäuser geplant. Häuser aus Lehm oder Stroh sind seltener. Obwohl gerade Lehm wegen seiner thermischen Eigenschaften über Jahrhunderte zum Bauen verwendet wurde. Ökologisch und sinnlich, sind ihre Verfechter überzeugt. Gestaltung: Shenja Mannstein Meisterstück: Die Bio-Blumen-Bäuerin und Soziologin Margrit De Colle über einen frühsommerlichen Blumenstrauß. Gestaltung: Elisabeth Stecker


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Ein Kinderkunstfestival in der Seestadt. Am 23. Juni 2018 findet in der Seestadt Aspern ein Kunstfestival für junge Zweibeinerinnen und Zweibeiner statt. Geplant sind Konzerte, Theaterworkshops, Kasperltheatervorführungen und Stadtspaziergänge. Der Radiohund ist neugierig. In der Seestadt war er bisher nur einmal und das ist schon lange her. Gemeinsam mit dem Journalist Eugene Quinn streift er durch das neue Stadtviertel von Wien. Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Medizin und Gesundheit


16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Erste Hife bei Vögeln Gestaltung: Ute Maurnböck Vielleicht ist es manchen schon so ergangen, wie einigen Mädchen aus dem Ö1 Kinderuni-Team: man findet einen verletzten Vogel am Straßenrand und weiß nicht, wie man ihm helfen kann. Verletzte Flügel, gebrochene Beinchen, das Verweigern von Nahrung - oder auch alleingelassene Vogeljungen: Es gibt viele Gründe, warum Vögel Hilfe brauchen. Wichtig ist, sie zuerst zu beobachten und dann zu handeln. Angela Vobornik, die an der Klinik für Interne Medizin für Kleintiere in der Abteilung für Ziervögel, Wildvögel und Reptilien arbeitet, hat viele Tipps parat. Wo man die verletzten Tiere hinbringen kann, was man ihnen füttern darf und wie man mit ihnen umgeht. Und so haben Leonie, Ida, Lina und Angelina nicht nur viel über Verletzungen und das richtige Verhalten im Fall des Falles herausgefunden, sondern auch gleich mit Hand angelegt: Sie durften junge Vögel füttern.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

Die Republik Österreich im Spiegel ihrer Architektur. 1979 - Vienna International Centre / "UNO-City". Gestaltung: Christina Höfferer


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Wiener Dialekt-Chansons und Lieder ohne Worte Zwei Wahl-Wiener legen denkbar unterschiedliche Alben vor, die doch ein gemeinsames Thema haben: jazzige Annäherungen an die Song-Form. Die gebürtige Burgenländerin Verena Göltl tut dies in ebenso gewitzten wie geistreichen Dialekt-Chansons, veröffentlicht auf dem Album "Wal ohne Wossa". Der in Montenegro aufgewachsene und in Graz ausgebildete Gitarrist Filip Gavranovic alias Pippo Corvino hingegen choreografiert in "Another World" seine als Ein-Mann-Band aufgenommenen Soundscapes als nachdenkliche Lieder ohne Worte.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Eine Kulturgeschichte der Höhlenforschung. Mit Johannes Mattes, Höhlenforscher und Historiker an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie Autor des Buchs "Reisen ins Unterirdische: Eine Kulturgeschichte der Höhlenforschung in Österreich bis in die Zwischenkriegszeit". Gestaltung: Daphne Hruby Höhlen haben die Menschen schon immer in ihren Bann gezogen. Ob nun als Rückzugsort, als Orakelstätten, als Schatzkammer oder als geheimnisumwobener Schauplatz romantisierender Märchen. Dabei wurden die Höhlen gleich selbst zu Kunstwerken. Die ältesten Malereien prangen auf ihren Wänden. Aber auch Gedanken auf philosophisch höchster Ebene haben dort ihren Schauplatz, denken wir nur an Platons Höhlengleichnis. Etwas später trieb die Menschen vor allem die Gier in die Tiefen hinab. Ende des 16. Jahrhunderts befahl etwa der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und Erzherzog von Österreich, Rudolf II., eine Expedition ins niederösterreichische Ötscherhöhlensystem zu unternehmen, um nach Gold und anderen wertvollen Rohstoffen zu suchen. Einfache Bergknappen hingegen versuchten nur ihren Lebensunterhalt in den Höhlen zu bestreiten - unter kräftezehrenden und gefährlichen Bedingungen. Auch die Wissenschafter entdeckten die Höhlen für sich. Bereits im Grimm'schen Wörterbuch ist von der Höhlenforschung die Rede. Professionell erkundet und topografisch dargestellt wurde die Welt unter der Oberfläche dann ab dem späten 19. Jahrhundert. 1923 wurde in Österreich das "Speläologische Institut" - spelaeum ist das lateinische Wort für Höhle - gegründet. In Österreichs Geschichte spielen Höhlen eine zentrale Rolle. Hierzulande gibt es etwa 16.000 davon - und es werden immer mehr. Immer wieder entdecken Forscher/innen bisher unbekannte Höhlen in Österreich.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Äthiopien: Klimawandel, Kargheit, Kinderreichtum

Äthiopien ist ein Land der Widersprüche: Wirtschaft und Bevölkerung wachsen rasant, in der Hauptstadt Addis Abeba herrscht ein regelrechter Bauboom, andererseits ist Äthiopien noch immer einer der ärmsten Staaten der Welt. Der Bevölkerungszuwachs frisst das Wirtschaftswachstum auf, viele junge Menschen wandern auf der Suche nach Perspektiven in andere Länder aus. Gestaltung: Elisa Vass Ein großer Hoffnungsträger ist für viele in Äthiopien der neue Ministerpräsident Abiy Ahmed, der nicht nur demokratische Reformen, sondern auch mehr Jobs für die jungen Menschen verspricht. Jugendliche zu fördern, Einkommen zu erhöhen und die Bevölkerung widerstandsfähiger gegen die häufigen, durch Klimawandel bedingten Dürren zu machen - das sind auch erklärte Ziele der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Äthiopien. So sollen gleichzeitig die Armut und die Ursachen für irreguläre Migration bekämpft werden.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Auf der Suche nach dem verräterischen Klang Von Anna Masoner Wer ist der maskierte Erpresser auf dem Video, der seine Lösegeldforderung ins Mikrofon nuschelt? Von wem stammen die Stimmen im Hintergrund eines Mordopfers bei seinem letzten Anruf? Kann man hören, ob Polizisten nicht mit Gummi sondern mit scharfer Munition geschossen haben? - Solchen Fragen widmet sich die akustische Forensik, ein Teilgebiet der Kriminaltechnik. Mit spezieller Software oder auch nur erfahrenen Ohren können Forensiker/innen aus Sprachaufnahmen und Klangumgebungen wichtige Indizien herausfiltern. Doch wie verlässlich sind diese wissenschaftlichen Methoden? Denn eine Stimme verändert sich, je nach Stimmungslage und Lautstärke - und mit dem Alter. - Über Möglichkeiten und Grenzen eines faszinierenden Forschungszweiges.


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Mitglieder des RSO Wien: Franz-Markus Siegert und Anaïs Tamisier, Violine; Martin Edelmann und Raphael Handschuh, Viola; Julia Schreyvogel und Raffael Dolezal, Violoncello. Richard Wagner: Vorspiel zu Tristan und Isolde (Bearbeitung für Streichsextett von Sebastian Gürtler) * Richard Strauss: Streichsextett aus Capriccio op. 85 * Arnold Schönberg: a) Toter Winkel für Streichsextett (Fragment); b) Verklärte Nacht, Streichsextett d-Moll op. 4 (aufgenommen am 8. Juni im Arnold Schönberg Center in Wien). Präsentation: Renate Burtscher Im letzten Konzert des Zyklus "Aus nächster Nähe" erwartet das Publikum ein Fragment und drei tragische Liebesgeschichten mit unterschiedlichem Ausgang. Hinter jedem Stück verbirgt sich eine literarische Vorlage: Arnold Schönbergs Fragment "Toter Winkel" entstand nach einem Gedicht von Gustav Falke und endet nach 34 Takten. Die Oper "Tristan und Isolde" mündet im Liebestod der Protagonistin, das Ende von "Capriccio" bleibt ungewiss. Einzig "Verklärte Nacht" von Arnold Schönberg schließt nach vielen Turbulenzen zuletzt mit einem Happy End. (RSO Wien)


21.00 Uhr

 

 

Im Gespräch

"Ohne Fortschritt geht es nicht" - Günter Kaindlstorfer im Gespräch mit Rahel Jaeggi, Philosophin Die Berliner Philosophin Rahel Jaeggi gehört zu den profiliertesten Vertreterinnen der zeitgenössischen "Kritischen Theorie". In ihrem Denken setzt sich die 51-jährige vor allem mit Begriffen wie "Ideologie", "Entfremdung" und "Solidarität" auseinander - aber auch mit der Frage, wie Philosophie in Zeiten der großen neoliberalen Erzählung wieder gesellschaftskritische Wirksamkeit entfalten kann. In ihrem neuen Buch "Fortschritt und Regression" plädiert Rahel Jaeggi dafür, einen tragfähigen neuen Fortschrittsbegriff zu etablieren. Den gegenwärtig grassierenden Kulturpessimismus, der autoritären und rechtsradikalen Tendenzen Vorschub leistet, gelte es mit einem neuen materialistischen Fortschrittskonzept entgegenzutreten. Im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer entwirft Rahel Jaeggi, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, aber nicht nur einen zeitgenössischen Fortschrittsbegriff, sondern spricht auch über ihr Verhältnis zu Karl Marx, über die Krise der politischen Linken, die zunehmende Verschulung an den Unis und die prägenden Jahre, die sie als jugendliche Aktivistin in der Berliner Hausbesetzerszene verbracht hat.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Lernen Sie Geschichte! Modems, Lichtermeer und Europäische Union. Die 90er Jahre in Österreich (4). Gestaltung: Julia Reuter Last und Lust der Hochsensibilität. Erklärungen für das Gefühl, anders zu sein (4). Gestaltung: Ingrid Götz Alte Tasten - Neue Klänge. Renovierung historischer Klaviere, Cembali und Orgeln (4). Gestaltung: Nikolaus Scholz


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

J. G. Thirlwell im Zeit-Ton-Porträt. Gestaltung: Heinrich Deisl Für J. G. Thirlwell müsste man ein eigenes Genre erfinden: seine Kompositionen reichen von Ensemble-Werken über harsche Elektronik bis zu Reminiszenzen an trashige Exotica der 1960er Jahre. Unter dem Künstlernamen Foetus tätig, hat er seit gut 15 Jahren in der Formation Manorexia Arbeiten für Kammerorchester und als Solo-Künstler Soundtracks für die Zeichentrickserien "Venture Bros." und "Archer" herausgebracht. Und in seinem Projekt Xordox legen Synthesizer des EMS-Studios Pfade zu einem schillernden Breitbandkino zwischen Techno und "outer space". J. G. Thirlwell - der sich gerne als JGT abkürzt - liebt die großen Gesten; das kann gerne bombastisch sein. So ist er auch ein großer Kenner von B-Movies und Film Noir, gleitet nahtlos von großen Formen zum Suspense und von dort zu überbordenden Collagen. Seine Musik ließe sich als wohldosierter Eklektizismus beschreiben, als eine Art Meta-Sampling von Klangkunst, Zeitgenössischer Musik und dezidiertem Pop quer durch Raum und Zeit. Als Einflüsse nennt er Krzysztof Penderecki, Jerry Goldsmith oder besonders Ennio Morricone: "Western-Soundtracks sind in meine DNS eingebrannt". Klangbilder 1960 in Melbourne geboren, mischte JGT ab den frühen 1980er Jahren unter den Pseudonymen Foetus, Clint Ruin oder Wiseblood die Musikszenen von London und New York auf, mit Lydia Lunch, Marc Almond und Nick Cave hatte er die Band Immaculate Consumptive, er arbeitete mit den Einstürzenden Neubauten und veröffentlichte einige Solo-Alben. Dazu kamen Produktionen und Remixe für Bands wie Swans, Nine Inch Nails oder Prong. Mit dem 2001 gegründeten Projekt Manorexia schlug Thirlwell wieder ganz andere Richtungen ein. Dieses Kammermusikensemble changiert zwischen Neuer Musik und Lärm-Eskapaden und spielte vom Donaufestival bis zu Auftritten in Australien. Mit dem Kronos Quartet konzertierte er in der Londoner Carnegie Hall. Seit 2003 ist er auch Mitglied des von Carl Michael von Hausswolff gegründeten Ensembles Freq _Out. Die meisten seiner Veröffentlichungen sind auf seinem Label Ectopic Ents erschienen. Das 2017 auf Editions Mego erschienene Album "Neospection" ist das Debüt von Xordox. Für dieses Solo-Projekt verwendete er ausschließlich einen Buchla- und einen Serge-Synthesizer und hebt damit in Sphären der Science-Fiction ab. Im Zeit-Ton-Interview erzählt J. G. Thirlwell über cinematisches Sounddesign, Opernprojekte und aktuelle Herausforderungen der Musikindustrie.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten