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06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Und vergib auch unseren Gläubigern". Gar nicht schuldhafte Gedanken macht sicher der Wirtschaftsjournalist bei der Wochenzeitung "Die Furche" Oliver Tanzer. - Gestaltung: Alexandra Mantler Schuld und Schulden gelten als sündhaft und für manche sogar als Fluch Gottes. Dabei ist die eine (Schuld) eine natürliche Förderkraft von Weisheit und Erkenntnis, und die anderen (Schulden) sind ein wichtiger Antrieb positiver wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung. Schuld und Schulden sollen also etwas Positives sein? Das klingt mehr als befremdlich in unseren Ohren. Das tut es aber nur, weil wir in einer Gesellschaft leben, die zu oft sinnlos straft und ziellos wegen allfälliger Vergehen Leid zufügt. Diese destruktiven Mechanismen werden von Kindheit an gelehrt und eingeübt, sie gehen aber an den Anforderungen der Realität vorbei. Wer hingegen Schuld als Antrieb zur Gabe und Schulden als einen Generator der menschlichen Erfindungskraft und Energie sieht, wird dem Geheimnis des Fortschritts näher kommen und Werte und Selbstwerte gerade dort entdecken, wo sonst nur Scham und Schande vermutet werden. Gar nicht so schuldhafte "Gedanken für den Tag" von Oliver Tanzer.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

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08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht

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08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute

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08.15 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Ein Nocturne Chopins beruhigt die Ekstase Skrjabins, Straßenmusik von Johann Joseph Fux und Verse von Giovanni Boccaccio als Ballata gesungen. Sieht so aus wie ..., ist aber anders oder ein anderer, eine Verdopplung, ein "Double", einer, der im Film die gefährlichen Szenen dreht, damit sich die Stars nicht die Nase brechen. "Doubles" in der Musik des Barock sind ungefährlichere Verdopplungen ...


08.55 Uhr

 

 

Heimspiel

8:55Heimspiel


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten

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09.05 Uhr

 

 

Hörbilder

Der Klamotten-Doktor in der Boliden-Kiste. Zum 15. Todestag des österreichischen Komikers Gunther Philipp. Feature von Andreas Kloner Als "TvD", "Trottel vom Dienst" agierte er mehr als 150 Mal vor der Kamera. Mit Peter Alexander, seinem wichtigsten und liebsten Filmpartner, blödelte er sich durch insgesamt sechzehn Filme, die allesamt in der Hochblüte des österreichischen Films der 1950er- und 1960er Jahre entstanden sind. In "Banana Joe" kalauerte er als homosexueller Schneider mit Bud Spencer um die Wette. Diese und ähnliche Erinnerungen an Gunther Philipp haben sich dank zahlreicher Fernsehnachmittage im Gedächtnis des Publikums festgeschrieben. Die Vielseitigkeit des Schauspielers, der vor etwas mehr als 100 Jahren unter dem Namen Gunther Placheta das Licht der Welt erblickte, geht aber über jene eines Komikers weit hinaus: So machen erst seine Leistungen als Schwimmer, sein ursprünglicher Beruf als Neurologe, die Erfolge als Autorennfahrer, die unzähligen von ihm verfassten Kabarettprogramme und Drehbücher Gunther Philipps Biographie so halbwegs komplett. Andreas Kloner skizziert das Bild eines Multitalents, dessen Vater, Hugo Placheta, seines Zeichens Tierarzt und Jazzmusiker, es bereits verstanden hatte, die strengen Grenzen zwischen "E- und U-Kultur" aufzuheben und den Staffelstab der Vielfalt an seinen Sohn weiterzureichen. Redaktion: Elisabeth Stratka


10.00 Uhr

 

 

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10.05 Uhr

 

 

Ö1 Klassik-Treffpunkt

Live aus dem RadioCafe in Wien. Gäste: Stefanie Dvorak und Markus Meyer. Präsentation: Albert Hosp Die zweite Premiere der neu angelaufenen Saison im Akademietheater galt vor zwei Tagen einem Werk von Bernard-Marie Koltès: "Kampf des Negers und der Hunde". In dem vierzig Jahre alten Stück von Koltès spielen Stefanie Dvorak und Markus Meyer, beide sind heute zu Gast bei Albert Hosp in einem "Ö1 Klassik-Treffpunkt" und werden über ihre Arbeit an dem Stück unter der Regie von Milos Lolic berichten. Die in Graz geborene und in Wien am Max Reinhardt Seminar ausgebildete Schauspielerin Stefanie Dvorak ist seit 1999 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und in den unterschiedlichsten Produktionen an der Burg und im Akademietheater zu sehen. Ferner spielte sie bei den Festspielen Reichenau 2013 die "Madame Bovary", 2016 in "Die Katze auf dem heißen Blechdach" sowie zuletzt im vergangenen Sommer mit großem Erfolg in Schnitzlers "Das Vermächtnis" und hat eine umfangreiche Filmografie vorzuweisen, die auch zahlreiche TV-Filme und Krimi-Serien enthält. Markus Meyer spielte bis jetzt zwei Mal in Reichenau, jeweils in der Regie von Maria Happel, in Wedekinds "Lulu" (2006) und Tschechows "Drei Schwestern" (2011), ist seit 2005 festes Ensemblemitglied des Burgtheaters Wien und einer der vielseitigsten, meistbeschäftigten Schauspieler am Haus. Dabei sattelte er erst nach einem abgeschlossenen Studium in Hannover als Biochemiker um und begann eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst-Busch" in Berlin, die er 2000 abschloss. Nach dem gleich darauf folgenden Engagement am Berliner Ensemble (2000-2004) holte ihn Andrea Breth 2004 nach Wien, wo Markus Meyer in den verschiedensten Charakterrollen und in Ein-Personen-Stücken (z.B. "Dorian Gray") nicht nur als wandlungsfähiger Schauspieler, sondern auch als Chanson-Sänger und Turniertänzer reüssieren konnte. Seit 2012 Professor an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Rollen in Film und Fernsehen sowie erfolgreicher Hörspielsprecher (2016 Schauspieler des Jahres/ORF Hörspiel-Jury). Einen Blick auf die neue Saison an Burg- und Akademietheater werfen Stefanie Dvorak und Markus Meyer gemeinsam mit Albert Hosp an diesem Kulturvormittag in Ö1 und live im RadioCafe in der Argentinierstraße.


11.35 Uhr

 

 

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11.40 Uhr

 

 

help - das Konsumentenmagazin

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12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

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12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute

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13.00 Uhr

 

 

Le week-end

Mit Elke Tschaikner und Christian Scheib. Shakespeare Umkreisungen (2). Mit Musik von Guiseppe Verdi, Antonio Salieri, Erich Wolfgang Korngold, Ladysmith Black Mombasa, György Kurtag sowie Jospeh Fiennes als Caliban Mit Shakespeare die Mittagsstunde verbringen, das kann zu allerlei Dramatik und Aufregung führen. Aber natürlich auch zu kulinarischen Köstlichkeiten. Im Museum of London findet man eine zweizackige Gabel, wie sie in den Theatern zu Shakespeares Zeit für die vielen Häppchen zwischendurch verwendet wurden. Für Marzipan oder auch für jede Menge Austern zum Beispiel, die damals ganz und gar nicht als luxuriös galten. Am Begeinn lassen wir uns von Shakespeare gleich mal in den Nachhall eines Gelages entführen, einen Nachhall, dem Guiseppe Verdi zu Klang verhalf. "Tutto nel mondo è burla, l'uom è nato burlone" - "Alles ist Spaß auf Erden, der Mensch als Narr geboren." "Ma ride ben chi ride La risata final." - "Am besten lacht, wer zuletzt lacht". Die letzten Worte aus Verdis Falstaff und dessen ungewöhnlicher Schlussfuge und diese Worte fungieren als Motto für das heutige le week. 1893 in Mailand wird diese letzte Oper Guiseppe Verdis, sein "Falstaff" nach Shakepeares "The Merry Wives of Windsor" uraufgeführt. Knapp hundert Jahre zuvor feierte ein anderer Falstaff einen überragenden Erfolg im Wiener Kärntnertortheater. Über die Uraufführung von Antonio Salieris Falstaff am 3. Jänner 1799 findet sich eine Tagebucheintragung eines Opernbesuchers: "Um 5 Uhr ins Kärtnerthor Theater, wo Salieris Oper Falstaff ossia Le tre burle zum erstenmal und mit einem seltenen Beifall gegeben wurde. Viele Stücke wurden gleich wiederholt, und ein Duett sogar dreymal. Nach der Oper mußte sich Salieri zweymal dem Publikum zeigen, und das ganze Personal wurde vorgerufen." Ob Salieris ehemaliger Schüler Beethoven in der Premiere war, wissen wir nicht, aber Beethovens Begeisterung für Salieris Falstaff ist durch eine eigene Komposition über ein Thema aus Salieris Erfolgsoper dokumentiert, entstanden noch im Jahr der Uraufführung der Oper. Einige Varationen als musikalisches Prisma eines Dreierportraits: William Shakespeare strahlt verschmitzt lächelnd durch Antonio Salieri, dessen komischen Glanz Ludwig van Beethoven facettenreich weiterleuchten lässt: Variationen für Klavier über ein Thema aus der Oper "Falstaff" von Antonio Salieri, frei nach Shakespeares "Die lustigen Weiber von Windsor." Die Kraft der Musik beschwört William Shakespeare in seinen Werken oftmals. "The man that hath no music in himself", heißt es im Kaufmann von Venedig, ein Mensch, der von Harmonie und "sweet sounds" nicht berührt werde, dem sei nicht zu trauen: "Let no such man be trusted". Aber in Shakespeares Werk geht es dennoch nicht um die trügerische Einfältigkeit à la "Wo man singt, da lass Dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder". Joseph Fiennes schlüpft in die Haut des angeblich so bösen Caliban aus Shakespeares Sturm. Und Shakespeare legt dem angeblich Wilden etwas vom Zartesten über die Welt des Klingens und der Musik in den Mund, das jemals geschrieben wurde. "Be not afeard, the isle is full of noises". "Fürchte Dich nicht, die Insel ist voller Klänge. Und manchmal voller Stimmen, die mich, auch wenn ich nach langem Schlaf erst eben aufgewacht, zum Schlafen wieder bringen. Aber dann im Traum ist mir, als täten sich die Wolken auf und zeigten Schätze, die gerade auf mich fallen wollten. Dann erwache ich wieder und weine, weil ich wieder träumen wollte."


14.00 Uhr

 

 

Ö1 Hörspiel

"Die Fackel-Neurose" von Gerhard Naujoks. Mit Matthias Franz Stein, Pippa Galli,Thomas Kamper, Gerhard Naujoks, Michaela Hurdes-Galli, Tania Golden. Regie: Peter Kaizar, Ton: Anna Kuncio, Georg Mittermayr (ORF 2013) Musiker: Toni Burger, Tristan Schulze Er sei, heißt es in den Protokollen der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, ein "Mann von großer Begabung" und ein ebenso "witziger" wie "talentierter Schriftsteller". Eigentlich aber war Dr. Fritz Wittels, geboren 1880 in Wien, Arzt und Psychoanalytiker. Und er hatte das Pech, zwischen zwei Heroen seiner Zeit zu geraten. Als Schriftsteller machte er bald die Bekanntschaft von Karl Kraus - und teilte sich mit ihm eine junge Geliebte. Als Psychoanalytiker wurde er in den erlauchten Kreis um Sigmund Freud aufgenommen. Mit beiden überwarf er sich allerdings. Als Kraus ihn fallen ließ und in der "Fackel" böse Aphorismen über Wittels druckte, rächte sich dieser mit einem Schlüsselroman. In seinem Buch "Ezechiel der Zugereiste" rechnet Wittels mit seinem ehemaligen Förderer ab. Freud wiederum findet es gar nicht gut, "wenn zwei ehemalige Freunde sich mit Dreck bewerfen" und will die Veröffentlichung des Romans verhindern. "Sie sind", dekretierte er, "für meinen Kreis untragbar, wenn Sie dieses Buch herausbringen". Gerhard Naujoks hat die Geschichte des Dr. Wittels auf der Basis gesicherter historischer Quellen nun in ein turbulentes Hörspiel verwandelt. In seinem Sittengemälde treten - neben Wittels, Freud, Kraus und der jungen Hetäre Irma - unter anderem auch zwei Chöre auf: Der "Chor der Gerüchte" und der "Chor der Innenstadthuren". Letztere sind nicht gut zu sprechen auf den Begründer der Psychoanalyse. Denn sie "wollen auch soviel Gewinn / wie der Herr Professor Freud / dafür, dass er nur red' mit die Leut / Denn wir arbeiten uns wund / und nicht nur mit dem Mund".


15.00 Uhr

 

 

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15.05 Uhr

 

 

Apropos Klassik

mit Gerhard Krammer. Zum Geburtstag von Jenö Takács. Am 25. September 1902 wurde im heute burgenländischen Siegendorf der Komponist Jenö Takács geboren. Als Pianist und Komponist war er auf der ganzen Welt tätig, vor allem Cincinnati (USA) und Manila (Philippinen) waren wichtige Stationen seiner Karriere. Er war, ähnlich wie Bartók und Kodály, auch als Musiksammler und Aufzeichner tätig und hat diesen kulturethnologischen Reichtum in seine Kompositionen einfließen lassen. So wurde das Klavier, "sein" Instrument zum akustischen Globus, lange vor der globalisierten Gesellschaft. Mit Aufnahmen vom Klavierduo Kutrowatz, Aima Maria Labra Makk u.a.


16.57 Uhr

 

 

Ö1 heute

16:57Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

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17:00Nachrichten


17.05 Uhr

 

 

Diagonal - Radio für Zeitgenoss/innen

Also sprach Stanley Kubrick - Die Prophezeiungen von "2001: Odyssee im Weltraum". Präsentiert von Commander Peter Waldenberger* Anschl.: Diagonals Feiner Musiksalon 1968 kommt "2001 - A Space Odyssey" in die Kinos. 50 Jahre danach haben wir Gewissheit: mit seiner Weltraum-Oper wurde der 1928 geborene US-amerikanische Großmeister des Kinos, Stanley Kubrick, zum Archäologen der Zukunft. "A Space Odyssey" beschreibt eine Reise zum Jupiter mithilfe des empfindungsfähigen Computers HAL, nachdem ein mysteriöser schwarzer Monolith entdeckt wird, der die menschliche Evolution beeinflusst. Zitat aus dem Lexikon des internationalen Films: "Kubricks fantastisches Abenteuer vereinte technische Utopie und kulturphilosophische Spekulation von überwältigendem Ausmaß. Der kühne gedankliche Entwurf des Films wird mit nicht minder kühnen optischen Effekten und einer revolutionären Tricktechnik realisiert, die das Genre Science Fiction in den folgenden Jahren entscheidend prägten". Und fürwahr: mit seinen Ausgrabungen einer fernen Zukunft, die er eben ins Jahr 2001 datierte, lieferte Kubrick nicht nur Gesprächsstoff, sondern vielleicht sogar Handlungsanleitungen für unser modernes Leben. Mit seinen existentialistischen Fragestellungen zur menschlichen Evolution, zum Umgang mit Technik und Technologie ist der Streifen zum Meilenstein der Filmgeschichte geworden. Denn er verhandelte schon damals brennende Themen unserer Gegenwart: künstliche Intelligenz; die Existenz außerirdischen Lebens; das, oder ein mögliches menschliches Leben jenseits Lichtjahre entfernter Planeten und Sterne. Schließlich hatte der ursprüngliche Film-Entwurf von 1965 ja "Journey beyond the Stars" geheißen. Eine Diagonal Weltraumshow als Überprüfung einer vergangenen Zukunft und Evaluierung einer zukünftigen Gegenwart.


19.00 Uhr

 

 

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19:00Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Logos - Glauben und Zweifeln

"Was glauben Sie?". Für seinen Roman "Die Hauptstadt" hat Robert Menasse vier Jahre lang in Brüssel recherchiert und wurde dafür 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Mitten in der Periode des österreichischen EU-Rats-Vorsitzes hat Johannes Kaup Robert Menasse besucht und ihn zu seinen Grundüberzeugungen und seinem Verhältnis zum Glauben gefragt. - Gestaltung: Johannes Kaup Er war einst einer der größten Kritiker der Europäischen Union und zählt heute zu den glühendsten Verfechtern eines sich ständig vertiefenden Europäischen Projekts: Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse. Als akribisch recherchierender Autor und als streitbarer Denker gilt Menasse als einer, der sich pointiert und öffentlichkeitswirksam in den gesellschaftspolitischen Diskurs unserer Tage einzumischen versteht. 1954 in Wien geboren, studierte Menasse in Salzburg und Wien Philosophie, Geschichte und Germanistik. Er wurde zum Mitbegründer der Studentenzeitschrift "Zentralorgan herumstreunender Germanisten". Seine Dissertation schrieb er über den "Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb". In den 1980er Jahren war er Lektor am Institut für Literaturtheorie in Brasilien. Seit seiner Rückkehr nach Wien lebt und arbeitet Menasse als freier Schriftsteller. Schon 2012 hat sich Menasse mit der antinationalistischen Streitschrift "Der Europäische Landbote" als ein fakten- und geschichtskundiger Kenner der politischen Inhalte, Abläufe und Ziele der Europäischen Union erwiesen. Für seinen Roman "Die Hauptstadt" hat er vier Jahre lang in Brüssel recherchiert und wurde dafür 2017 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Mitten in der Periode des österreichischen EU-Rats-Vorsitzes hat Johannes Kaup Robert Menasse besucht und ihn zu seinen Grundüberzeugungen und seinem Verhältnis zum Glauben gefragt.


19.30 Uhr

 

 

Peter Iljitsch Tschaikowsky: "Eugen Onegin"

Mit Ana Maria Martínez (Tatjana), Alisa Kolosova (Olga), Mariusz Kwiecien (Eugen Onegin), Charles Castronovo (Lenski), Dimitry Belosselskiy (Fürst Gremin), Katharine Goeldner (Larina), Jill Grove (Filipjewna) u.a. Chor und Orchester der Lyric Opera Chicago, Dirigent: Alejo Pérez (aufgenommen am 26. Februar 2017 im Civic Opera House von Chicago). Präsentation: Michael Blees


22.25 Uhr

 

 

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22:25Nachrichten



22.30 Uhr

 

 

Nachtbilder - Poesie und Musik

"Das innere Leuchten der Worte". Patricia Brooks in der Reihe "Podium Porträt". Es liest Anja Plaschg. Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser In der Publikationsliste der Wiener Autorin Patricia Brooks dominieren Romane, Erzählbände, Hörspiele und Theatertexte. Und nun Gedichte. Warum das nicht weiter verwundert, ist schnell erklärt, denn auch viele andere Texte von Patricia Brooks sind lyrisches Sprachspiel, vor allem in ihren Radio- und Theaterarbeiten. Typisch ist die betont schräge Wahrnehmung, manchmal auch der staunende Kinderblick, die phantasievolle Lebensreise, hin und wieder ein wenig melancholisch, und immer wieder sehr originell. "Gedichte haben eine Wirkung", schreibt Patricia Brooks´ Autorenkollegin Ilse Kilic im Vorwort zu dem schmalen Bändchen aus der Reihe "Podium Porträt", "man braucht aber Vertrauen. Gedichte haben die Fähigkeit, den Mut zu bewahren, bisweilen geben sie ihm ein Zuhause."


23.25 Uhr

 

 

Die Ö1 Jazznacht

mit Xavier Plus. 5 Millionen Pesos: Patricia Moreno im Jazznacht-Studio und mit Paul Urbanek im Wiener RadioCafe Mit ausdrucksstarker und intonationssicherer Stimme konnte Patricia Moreno in den letzten Jahren unüberhörbar auf sich aufmerksam machen. Nicht zufällig stellte sich in Gestalt von Paul Urbanek einer der arriviertesten österreichischen Jazzpianisten als fixer Kooperationspartner ein. Gemeinsam mit ihm legte Patricia Moreno, geboren in Bruck an der Mur, ausgebildet u. a. an der Musik- und Kunst-Privatuniversität der Stadt Wien sowie am Berklee College of Music in Boston, das Duo-Album "Pure" und das Quartett-Opus "Can You Keep A Secret?" vor. Ersteres enthält aparte Versionen bekannter Jazzstandards von "A Night in Tunesia" bis "Round Midnight", zweiteres eigene Songtexte, von Urbanek in Musik gesetzt. Wobei die 30-Jährige auch immer wieder ihre lateinamerikanischen Roots durchschimmern lässt, ist sie doch die Tochter des aus Venezuela stammenden Gitarristen Arnoldo Moreno. Xavier Plus und Andreas Felber bitten Patricia Moreno zum Gespräch und präsentieren das Konzert, das Moreno am 14. September im Wiener RadioCafe in der Reihe "5 Millionen Pesos" gab, begleitet - natürlich - von Paul Urbanek. Außerdem stellt Xavier Plus jungen Jazz aus London vor und portraitiert das ebenfalls in der britischen Hauptstadt beheimatete Label "Far Out Recordings", das sich seit der Gründung 1994 auf die Herausgabe vergriffener bzw. unveröffentlichter Aufnahmen aus Brasilien (u. a. von Hermeto Pascoal und Arthur Verocai) spezialisiert hat.


00.00 Uhr

 

 

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00.05 Uhr

 

 

Die Ö1 Jazznacht

(Fortsetzung) Die Ö1 Jazznacht mit Xavier Plus. 5 Millionen Pesos: Patricia Moreno im Jazznacht-Studio und mit Paul Urbanek im Wiener RadioCafe; 01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten Mit ausdrucksstarker und intonationssicherer Stimme konnte Patricia Moreno in den letzten Jahren unüberhörbar auf sich aufmerksam machen. Nicht zufällig stellte sich in Gestalt von Paul Urbanek einer der arriviertesten österreichischen Jazzpianisten als fixer Kooperationspartner ein. Gemeinsam mit ihm legte Patricia Moreno, geboren in Bruck an der Mur, ausgebildet u. a. an der Musik- und Kunst-Privatuniversität der Stadt Wien sowie am Berklee College of Music in Boston, das Duo-Album "Pure" und das Quartett-Opus "Can You Keep A Secret?" vor. Ersteres enthält aparte Versionen bekannter Jazzstandards von "A Night in Tunesia" bis "Round Midnight", zweiteres eigene Songtexte, von Urbanek in Musik gesetzt. Wobei die 30-Jährige auch immer wieder ihre lateinamerikanischen Roots durchschimmern lässt, ist sie doch die Tochter des aus Venezuela stammenden Gitarristen Arnoldo Moreno. Xavier Plus und Andreas Felber bitten Patricia Moreno zum Gespräch und präsentieren das Konzert, das Moreno am 14. September im Wiener RadioCafe in der Reihe "5 Millionen Pesos" gab, begleitet - natürlich - von Paul Urbanek. Außerdem stellt Xavier Plus jungen Jazz aus London vor und portraitiert das ebenfalls in der britischen Hauptstadt beheimatete Label "Far Out Recordings", das sich seit der Gründung 1994 auf die Herausgabe vergriffener bzw. unveröffentlichter Aufnahmen aus Brasilien (u. a. von Hermeto Pascoal und Arthur Verocai) spezialisiert hat.