Ö1

Journal-Panorama

ZementDer Abbau von Kalkstein gefährdet die Existenz der ansässigen Bauern, ihre Wasserversorgung und den Reisanbau und zerstört sogar Naturschutzgebiete. Gestaltung: Thomas Kruchem Zement gilt als einer der wichtigsten Handelsstoffe der Welt: Kein Bauwerk aus Beton wäre ohne Zement möglich. Die Unmengen, die dafür nötig sind, werden jedoch zusehends zur ökologischen Bedrohung. Drei Milliarden Tonnen Zement werden pro Jahr weltweit hergestellt. Der CO2-Ausstoß dieser Industrie ist viermal so groß wie der des gesamten Luftverkehrs. Besonders problematisch ist der Kalkabbau in Karstgebieten - so wie auf Java. Auf der indonesischen Insel wird in großem Stil Zement hergestellt.
Dienstag 18:25 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

susan sontagWie wir jetzt leben Von Susan Sontag Als HIV noch ein Todesurteil war: Eine Gruppe Freunde erzählt Bearbeitung: Valerie Stiegele Erste Frau: Rita Russek Zweite Frau: Helga Grimme Dritte Frau: Beate Jensen Vierte Frau: Barbara Stoll Erster Mann: Winfried Glatzeder Zweiter Mann: Jens Weisser Dritter Mann: Christoph Eichhorn Vierter Mann: Ralf Richter Kind / Sprecher: Roxana Schwenger Regie: Norbert Schaeffer Aufnahme des SDR Anschließend: WDR 3 Foyer
Dienstag 19:04 Uhr

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NDR kultur

Feature

nan goldinPainkillers Die Opiatkrise in den USA Von Lorenz Rollhäuser NDR/DLF 2018 Nan Goldin, die berühmte New Yorker Fotografin, war opiatsüchtig. Nun geht sie gegen die Familie Sackler vor. In den sozialen Medien und mit Aktionen in Museen. Denn die Sacklers gehören nicht nur zu den größten Spendern im Bereich von Kunst und Wissenschaft. Sie sind auch Eigentümer von Purdue Pharma, dem Hersteller von Oxycontin, einem Schmerzmittel auf Opiatbasis. 15 Milliarden Dollar hat die diskrete Familie seit 1996 damit verdient. Als Folge erleben die USA derzeit die dramatischste Drogenkrise ihrer Geschichte. Mehr als hundert Menschen sterben täglich an Überdosen. Sie finden das Feature für 12 Monate in der ARD Audiothek. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

andreas gabalierWie viel Heimat braucht der Pop? Eine Erkundung entlang unübersichtlicher Frontverläufe Von Jens Balzer Tradition, Nostalgie, überkommene Werte, idyllische Landschaften abseits unserer hektischen Zeit: Eine sonderbare Heimatseligkeit scheint die Popmusik ergriffen zu haben. Zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart gehören der österreichische "Volks-Rock"n"Roller" Andreas Gabalier und die südtirolischen Patrioten von Frei.Wild - beide verbinden Heimatseligkeit mit einer rechtspopulistischen Agenda -, aber auch unpolitische Bands wie die norddeutschen Shantyrocker Santiano, die das Abenteuer der Seefahrt und alte Piratenmythen beschwören. War Popmusik nicht immer ein Medium des Kosmopolitismus und der transnationalen Grenzüberschreitung? Spiegelt sich in seiner Wende zur Herkunft, zum Nationalen und Regionalen also die generelle politische Verschiebung nach "rechts"? Auf solche Fragen will dieser Essay eine Antwort versuchen. Wer die Gegenwart genauer betrachtet, kann freilich auch das Gegenteil der der neuen Heimatseligkeit finden. Besonders in der elektronischen Musik herrscht heute ein globalisierter Eklektizismus, der gar keine Traditions- und Kulturgrenzen mehr kennt. Dieser wird nun aber gerade von den Vertretern einer "linken" Identitätspolitik massiv kritisiert: Ihnen scheinen Herkunft, Tradition und Identität ebenso wichtig zu sein wie ihren "rechten" Antagonisten. Die politischen Frontverläufe sind unübersichtlich. Wieviel Heimat der Pop braucht: Das ist umstritten. Darin erweist er sich einmal wieder als getreuer Spiegel der politischen Verhältnisse und Kämpfe. Jens Balzer ist Autor, Radio-DJ und schreibt für den Rolling Stone sowie die ZEIT. Zuletzt erschien von ihm das Buch "Das entfesselte Jahrzehnt".
Dienstag 20:05 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

fanfarloDas tägliche Radiokonzert - Heute mit Fanfarlo Das ist eine Indie-Alternative-Band aus London, die von dem schwedischem Musiker Simon Balthazar gegründet wurde. Seit 2005 gibt es die Band, bis heute haben sie drei Alben und eine EP veröffentlicht. Auch bei Deutschlands größtem Clubfestival war die Band schon zu Gast: Wir haben für Sie den Mitschnitt des Fanfarlo-Konzerts beim Reeperbahn Festival 2013, dort spielte die Band in den Fliegenden Bauten in Hamburg.
Dienstag 20:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

ermanno cavazzoniKurze Lebensläufe der Idioten Von Ermanno Cavazzoni Aus dem Italienischen von Marianne Schneider Bearbeitung: Valerie Stiegele Komposition: Gregor Schwellenbach Regie: Julian Klein Mit Anke Sevenich, Hartmut Schories, Reinhard Mahlberg, Bettina Lohmeyer, Gerd Zinck, Markus Graf, Otto Schnelling, Heidemarie Rohweder Produktion: hr 2001 Länge: 49"27 "Herr Pigozzi hatte in der Zeitung von einem ostdeutschen Maschinenbauingenieur gelesen, der 1976 aus Teilen alter Autos ein kleines Motorflugzeug zusammengebaut hatte und, die Grenze überfliegend, nach Westdeutschland geflohen war ... Da Herr Pigozzi einen alten Fiat besaß und sich weder mit seiner Frau noch mit seiner Tochter verstand, liebäugelte er schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eines schönen Tages davonzufliegen ..." - "Ein Bauer, der als Pächter mit seiner Mutter in einem Haus nahe bei der Landstraße in einem Bergtal lebte, verbrachte seine Tage hinter einer Hecke versteckt, weil er sich vorstellte, dass es die Ärzte auch so machten. Sobald er jemanden vorbeigehen sah, schoss er mit einem Satz hervor und wollte ihm den Blutdruck messen ..." - So geht es zu in ,Kurze Lebensläufe der Idioten", dem wohl närrischsten und heitersten Buch des emilianischen Erzählers. Ein Monatskalender mit je einem seltsamen Heiligen für jeden Werktag und einem außergewöhnlichen Selbstmord für jeden Feiertag. Julian Klein, der mit dieser hr-Produktion seine dritte Regiearbeit abliefert, sagt zu dem Text: "Cavazzoni gelingt es mit seinen skurrilen Figuren, unsere ganz alltäglichen Probleme mit dieser Welt zuzuspitzen - sehr lebendig und zugleich so umwerfend lakonisch, dass es unmöglich ist, diese Idioten für verrückt zu halten." Kurze Lebensläufe der Idioten
Dienstag 20:10 Uhr

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Deutschlandfunk

Jazz Live

jason moranJason Moran Piano Solo Aufnahme vom 30.5.2019 beim Jazzfest Bonn Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer Nicht nur Musiker, sondern Künstler: Der New Yorker Pianist Jason Moran ist eine der produktivsten und originellsten Persönlichkeiten des aktuellen Jazz. Als Bandleader konzipierte er mehrere Multimediaprojekte, die sich kreativ mit dem Werk historischer Jazzmusiker auseinandersetzen. Als Komponist kooperierte er mit Performance-Künstlerinnen und Filmemacherinnen, als Kurator und bildender Künstler arbeitete er mit bedeutenden Museen zusammen. Jason Morans Spanne als Klaviervirtuose reicht vom Stride-Piano James P. Johnsons über innige Balladenkunst bis zu energetischen Avantgardeklängen. Seine Musik vereint ausgeprägtes Strukturbewusstein mit aufregenden Improvisationsqualitäten. Während seines Solokonzerts im Kammermusiksaal des Bonner Beethovenhauses zog er alle Register seines Könnens.
Dienstag 21:05 Uhr

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Bayern 2

radioTexte am Dienstag

Gottlieb MittelbergerVor 250 Jahren waren es deutsche Flüchtlinge, die im Ozean ertranken. Mitte des 18. Jahrhunderts verließen scharenweise viele Schwaben ihre Heimat. Auch der "Wirtschaftsflüchtling" Gottlieb Mittelberger schiffte sich 1754 nach Pennsylvanien ein, das "bald eine deutsche Kolonie" werden würde, wie damalige Politiker befürchteten. In seinem erschütternden Bericht schildert Mittelberger die Gefahren der Überfahrt und die Zustände in der neuen Heimat.
Dienstag 21:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Islands SongsThe Forest Within - Within the Forest Von Islands Songs Regie: Roman Neumann Komposition: Islands Songs (Silvia Ploner & Nicolas Perret) Text: César Enrique Giraldo Herrera, Islands Songs Mit: Anne Müller, Florens Schmidt Mischung: Philippe Charriot Autorenproduktion für Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: 56"30 (Ursendung) Ein kolumbianischer Biologe legt nahe, dass Schamanen in Südamerika nicht mit "Geistern" und "Seelen" kommunizieren, sondern mit mikrobiellen Ökosystemen. Daraus entwickelt das Duo Islands Songs eine fabulative Klangerzählung. (Wdh. am 20.09.2019, 00.05 Uhr) Mehr als 50 Prozent der menschlichen Körperzellen sind Mikroorganismen. Jüngste Forschungen zeigen: Die Zellen sind sozial und kommunizieren sogar. Und dennoch bleiben sie rätselhaft. Doch nicht für alle. Der kolumbianische Anthropologe und Biologe César Enrique Giraldo Herrera legt nahe, dass jene Wesen, mit denen Schamanen im Tiefland Südamerikas interagieren, weitaus mehr mit mikrobieller Ökologie gemein haben als mit den Begriffen Geister und Seelen, die von christlichen Missionaren während der Kolonialisierung eingeführt wurden. Gemeinsam mit Giraldo Herrara entwickelt das Duo Islands Songs eine fabulative Klangerzählung über den "inneren Wald". Islands Songs ist ein Künstlerduo aus Silvia Ploner, geboren 1982 in Innichen/Italien und Nicolas Perret, geboren 1978 in Nizza/Frankreich. Seit 2011 untersuchen sie unbekannte und mysteriöse Klangumgebungen und Klangphänomene. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Nýey" (2014). The Forest Within - Within the Forest
Dienstag 22:03 Uhr

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WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

barbara ruscherWDR 5 Kabarettfest aus Bonn Mit Robert Griess, Uta Köbernick, Barbara Ruscher und Kai Magnus Sting Moderation: Tobias Mann Aufnahme vom 2. September aus dem Pantheon Theater
Dienstag 22:04 Uhr

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BR-Klassik

Horizonte

Nam June PaikDagegen - dafür Fluxus-Musik als Neueste Musik, als Anti-Musik Von Stefan Fricke Frischer als Cage sollten ihre Sachen sein und als die von Stockhausen, den sie mithin wüst attackierten, sowieso. Die Fluxisten, die erstmals 1962 bei den "Internationalen Festspielen Neuester Musik" in Wiesbaden ihre neo-dadaistischen Klangkonzepte präsentierten, begriffen das gesamte Leben als Musik. Gerade im "Golden Age of Fluxus" - so der Fluxus-Initiator George Maciunas über die ersten Jahre der losen Musiker-Künstler-Kooperative - kämpften die Akteure mit musikalischen Mitteln gegen die Normen der bürgerlichen Kultur, gegen ihren ästhetischen Staub. Die Fluxus-Leute, etwa Nam June Paik, George Brecht oder Ben Patterson, dekonstruierten und demolierten, was bis dahin als unantastbar galt im Gral der "Ernsten Musik". So sollte Platz für Neues, Neuestes und Anderes entstehen, was auch (später) entstand. Doch das hat die Musikgeschichte lange großflächig vergessen.
Dienstag 22:05 Uhr

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HR2

Doppelkopf

wolfgang beltracchiAm Tisch mit Wolfgang Beltracchi, "Nach-Bildner" Der Maler Wolfgang Beltracchi ist als sogenannter Jahrhundert-Fälscher berühmt geworden. Fast 40 Jahre lang malte er in der Handschrift anderer Künstler, fälschte deren Unterschrift und verkaufte rund 300 Werke in Millionenhöhe.
Dienstag 23:04 Uhr

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