Ö1

Radiokolleg - Umkämpfter Freihandel

donald trumpVon Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (2). Gestaltung: Juliane Nagiller "Trade wars are good, and easy to win", schrieb Donald Trump im Frühjahr auf Twitter. Mit dieser Meinung steht der US-amerikanische Präsident jedoch ziemlich alleine dar. China und die Europäische Union reagieren zwar mit Vergeltung auf die amerikanischen Strafzölle, versuchen aber den aufkeimenden Handelskrieg nicht weiter anzuheizen. Protektionismus ist schlecht, Freihandel ist gut. Diese Überzeugung wird in der Ökonomie oftmals vertreten. Sie geht auf Adam Smith und David Ricardo zurück. Die beiden Ökonomen stellten fest, dass der Außenhandelsgewinn für die Welt am höchsten ist, wenn sich jedes Land auf die Produktion derjenigen Güter spezialisiert, die es am preiswertesten herstellen kann. Eine globale Arbeitsteilung erhöht demnach den Wohlstand der Nationen. Trotzdem griffen Europäer und Amerikaner immer wieder auf Straffzölle und Kapitalverkehrskontrollen zurück, um die eigene Wirtschaft zu schützen. So lagen die Zölle in den USA im 19. Jahrhundert bei rund 45%. Erst nach dem zweiten Weltkrieg sanken sie kontinuierlich. Eine Verliererin des aktuellen Handelsstreits ist die WTO. Die Welthandelsorganisation sollte eigentlich allgemein akzeptierte Regeln für den Außenhandel setzen und die Einhaltung dieser Regeln überwachen. Seit der letzten erfolgreich abgeschlossenen Handelsrunde 1994 herrscht bei der WTO aber Stillstand. Die Doha-Runde, die den Entwicklungsländern zu mehr Rechten im globalen Handel verhelfen sollte, ist gescheitert. CETA, TTIP, NAFTA und TPP: Bilaterale Abkommen verdrängen den multilateralen Ansatz in der Handelspolitik. Obwohl die EU sich aktuell für den Freihandel stark macht, setzt sie selbst in einigen Bereichen auf Protektionismus. Der Agrarbereich wird seit Jahrzehnten geschützt. Ebenso gibt es Strafzölle auf Dumpingprodukte wie chinesische Bügelbretter, kanadischen Biodiesel und Fahrräder aus Kambodscha. Auch Handelskriege erfordern Kriegskunst. Durch die Stahl- und Aluminiumzölle könnten laut der britischen Zeitschrift "The Economist" 33.000 Jobs geschaffen werden. Gleichzeitig sind aber rund 180.000 Jobs gefährdet, da die Metallverarbeitung teurer wird. Die amerikanische Leistungsbilanz weist seit Jahrzehnten ein Minus aus. Die USA gelten global als "consumer of last resort". Da sie sich in ihrer eigenen Währung verschuldet, wird die Zahlungsfähigkeit der USA nie angezweifelt. Der Dollar gilt als sicherer Hafen. Die Schattenseite: Die USA können im Kampf gegen ihr Leistungsbilanzungleichgewicht den Wechselkurs nicht anpassen. Eine Waffe, auf die China sehr wohl zurückgreifen kann. Der globale Handel steckt in der Sackgasse. Donald Trump reagiert darauf mit einer Kriegserklärung. Ob das globale Ungleichgewicht so beseitigt werden kann, bleibt fraglich. Statt auf eine Rückkehr zum Multilateralismus, setzt der US-amerikanische Präsident auf Unilateralismus. Der Stärkere und Aggressivere soll gewinnen.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

egon erwin kischEgon Erwin Kisch und Joseph Pulitzer Egon Erwin Kisch Der rasende Reporter Joseph Pulitzer Ein Leben für die Zeitung Das Kalenderblatt 20.11.1908 Die Komödie "Moral" von Ludwig Thoma in Berlin uraufgeführt Von Regina Fanderl Egon Erwin Kisch - Der rasende Reporter Autor und Regie: Martin Trauner Der Reporter, er soll keine Tendenz und keinen Standpunkt haben. Nur die Wahrheit zählt. Meint Egon Erwin Kisch (1885-1948). Der "rasende Reporter", wie er sich selber nennt, wird zum Innbegriff des gehetzten Journalisten. Er deckt handfeste Skandale auf, schreibt über die Underdogs, stürzt sich ins Berliner Nachtleben, er reist um die ganze Welt. - Er kämpft an vielen Fronten: Als Soldat im Ersten Weltkrieg, als Dramaturg am Theater, vor allem aber kämpft er mit seiner scharfen Feder: Mit seinen Reportagen wird er zu einem Star der 1920er Jahre. Er gilt als der Erfinder der "literarischen Reportage". Und natürlich hat er einen Standpunkt: er setzt sich für die Unterprivilegierten ein, er ist Kommunist, und er sucht Wahrheiten. Denn auch schon in seiner Zeit nahm man es mit der Wahrheit nicht immer genau. Joseph Pulitzer - Ein Leben für die Zeitung Autor: Christian Schaaf / Regie: Rainer Schaller Die etablierten Journalisten in St. Louis wundern sich über den "Neuen" in Ihrem Business. Sie nennen ihn "Joey den Juden" oder "Pull-it-Sir" und lachen über seine Erscheinung: Er ist ein großer, schmaler Mann mit einem bleichen Gesicht und kurzsichtigen Augen. Er trägt einen Bart wie Präsident Lincoln, seine Hosen hören vor den Knöcheln auf, sein Jackett ist verdreckt, sein Hut von einer Schnur zusammengehalten. Aber das Lachen wird ihnen bald vergehen, als sie merken: Der ungarische Immigrant ist besser informiert als sie. Er muss besser sein, weil er es unendlich viel schwerer hatte, anerkannt zu werden. Und er zeigt es allen: In kurzer Zeit wird aus dem mittellosen, zunächst nicht englisch sprechenden Immigranten aus Ungarn der einflussreiche Zeitungsverleger Joseph Pulitzer, der vor wenig zurückschreckt, um sein Medien-Imperium zu erhalten. Der Pulitzer-Preis ist bis heute sein Vermächtnis. Er stiftet ihn, um sein schmuddeliges Image als Gossen-Reporter und Erfinder der "Yellow Press" abzustreifen. Moderation: Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

Rasterfahndung1900, 1979, 1991, 2007 (2). Gestaltung: Julia Gindl Sarah Kriesche Die Radiokollegreihe "Datenpunkte im Informationszeitalter" rollt anhand von Ereignissen und Momenten der Technikgeschichte die Entwicklung der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhunderts auf. Jahreszahlen dienen als Ausgangspunkt für Beiträge über neue Ideen, Thesen, Erfindungen und Arbeiten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie in der Vergangenheit Grundsteine für die Zukunft legten, auf die unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert aufbaut. *1979 Rasterfahndung* Gemeinsam mit Adelheid Schulz erschoss Rolf Heißler, Mitglied der linksextremen terroristischen Vereinigung "Rote Armee Fraktion" zwei niederländische Zollbeamte. Es war der 1. November 1978. Knapp ein Jahr später, am 9. Juni 1979 konnte er in Frankfurt am Main ausfindig gemacht und festgenommen werden. Den Behörden gelang das mit einer neuen Methode, der Rasterfahndung. Nach wie vor kommt sie weltweit zum Einsatz, mittlerweile durchforsten Computerprogramme riesige Datenbanken auf der Suche nach Mustern, um Verbrecher zu finden, mitunter auch, um Verbrechen vorhersagen zu können, bevor sie überhaupt passieren. Mittlerweile ist Rasterfahndung unter dem Schlagwort "Big Data" in viele Bereiche des Lebens vorgedrungen.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Ein Musikstar vor 500 Jahren

pierre de la rueDer Komponist Pierre de la Rue (2). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber Bei seinem Geburtsdatum gibt es eine Schwankungsbreite von einem Jahrzehnt, aber sein Todestag ist gesichert: der 18. November 1518. Vor 500 Jahren also starb Pierre de la Rue, Sänger, Komponist und Vertreter der franko-flämischen Musik. Neben den biografischen Daten weiß man aber vor allem eines über Pierre de la Rue: er arbeitete Zeit seines Lebens am Hof in Burgund unter verschiedenen Herrscherinnen und Herrschern der Habsburger. Maximilian I. und dessen Kinder, Philipp der Schöne und Margarete von Österreich, waren die Dienstgeber der Grande chapelle, in der de la Rue als Sänger tätig war. Die Position eines Hofkomponisten gab es in der Hofkapelle damals nämlich nicht, vor allem auch deswegen, da sich erst in der Renaissance die Vorstellung von einem "Komponisten" verfestigen musste. De la Rues Musikstücke sind in der Stilistik seiner Zeit gehalten, nämlich der ein- und mehrstimmigen Vokalmusik. Höchst kunstvoll gearbeitet, angereichert mit Neuerungen sind de la Rues Werke in Prachthandschriften erhalten, die von der Bedeutung des Musikers zeugen. Im Radiokolleg anlässlich zu Pierre de la Rues 500. Todestag setzen Nadja Kayali und Michaela Schierhuber den Künstler und dessen Lebensverhältnisse an den Höfen der Habsburger in Verbindung zu den Ereignissen der Zeit.
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

toulouse-lautrecHenri de Toulouse-Lautrec und Vincent van Gogh Henri de Toulouse-Lautrec Genie der Plakatkunst Vincent van Gogh Begründer der modernen Malerei Das Kalenderblatt 20.11.1908 Die Komödie "Moral" von Ludwig Thoma in Berlin uraufgeführt Von Regina Fanderl Henri de Toulouse-Lautrec - Genie der Plakatkunst Autorin: Carola Zinner / Regie: Eva Demmelhuber Seine Heimat waren die Cafés, Cabarets und Bordelle rund um den Pariser Montmartre. Die Werke, in denen der Maler und Grafiker Henri de Toulouse-Lautrec das Leben dort festhielt, prägen bis heute das Bild der legendären "Belle Époque". Can-Can-Tänzerinnen, Prostituierte und Zuhälter, spindeldürre Jockeys und abgehalfterte Bardamen: der Aristokrat, Spross eines alten französischen Adelsgeschlechtes, fand genau am andere Ende der sozialen Skala, was er suchte: ein turbulentes Leben in all seinen Facetten. Zu Lebzeiten des seit einem Unfall kleinwüchsigen Künstlers galten die Bilder als anstößig. Sogar die Eltern lehnten den Malstil ihres ansonsten vergötterten einzigen Sohnes ab; der Vater soll einige der Bilder sogar verbrannt haben. Heute erzielen die Werke von Henri de Toulouse-Lautrec Millionensummen. Und mit seinen - meist für Nachtclubs und Zeitschriften erstellten - Werbeplakaten und Lithographien wurde er zum Vorreiter der modernen Plakatkunst. Vincent van Gogh - Begründer der modernen Malerei Autorin: Julia Devlin / Regie: Vincent van Gogh scheint allen Klischees eines verkannten Genies zu erfüllen. Ein Märtyrer der Kunst, der sich mit den Armen und Ausgestoßenen identifizierte, der auf ein bürgerliches Leben verzichtete, in der Sonne Südfrankreichs dem Wahnsinn verfiel und durch eigene Hand starb. Erst die Nachwelt erkannte die wahre Größe seiner Kunst - ein perfektes Melodrama. Vermutlich hält sich daher der Mythos van Gogh so hartnäckig. Es ist schwer, dieses Wissen über ein selbstzerstörerisches Leben nicht auf van Goghs Gemälde zu übertragen. Und doch engt man den Blickwinkel zu sehr ein, wenn man den biographischen Details erlaubt, die Betrachtung der Kunstwerke zu überlagern. Moderation: Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 15:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Leben

DHL-ZustellerLiebelein, die Post ist da! Unterwegs mit einem eigenwilligen Paketzusteller Von Eva Wolk Die Zustellbranche hat sich stark verändert. Immer mehr Verbraucher bestellen übers Internet, schicken zurück, bestellen erneut. Das hat Konsequenzen: Der Einzelhandel verliert Umsatz, dafür haben die Paketdienste immer mehr zu tun. Die Konkurrenz zwischen DHL, DPD, Hermes, UPS und GLS geht zu Lasten der Zusteller. Schlechte Arbeitsbedingungen, miese Bezahlung und die Kunden machen unangenehme Erfahrungen mit gehetzten Dienstleistern. Mittendrin in diesem düsteren Bild: Stephan Firke, DHL-Zusteller mit Beamtenstatus und ein echtes Original. Ein Feature über eine aussterbende Spezies.
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

milo rau"Ich bin auch nur ein Arschloch." Ein Aufruf zum Umdenken von Milo Rau. Feature von Monika Kalcsics Ein Tribunal im Dschungel, ein Völkermordradio auf der Bühne, eine Partei zur Einführung des Ausländerstimmrechts. In den Aktionen und Performances des Schweizer Autors und Regisseurs Milo Rau verschränken sich Bühne und Realität. In seinen Werken verhandelt er die Moral hinter der Politik. "Zynischer Humanismus" nennt er die eurozentrische Betroffenheitskultur, denn das Schreckliche sei ja, dass es kein Anderes mehr gebe. "Es gibt nur noch das multiplizierte Eigene, es gibt nur einen einzigen planetaren Innenraum, im Realen genauso wie im Imaginären". Er fordert daher einen "globalen Realismus", denn die aktuellen Künste hätten nicht einmal den Ansatz einer Sprache für dieses Endspiel des Humanen gefunden. 2007 gründete Milo Rau die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft "International Institute of Political Murder" (IIPM). Seine Produktionen stehen für eine dokumentarisch und ästhetisch verdichtete Form politischer Kunst. "Realtheater" nannte der deutsche Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge Milo Raus Ästhetik einmal. Seit 2007 hat das IIPM mehr als 50 Theaterinszenierungen, Filme, Bücher, Ausstellungen und Aktionen in mehr als 30 Ländern realisiert. Seit Herbst 2018 ist Milo Rau Intendant des NTGent, des Stadttheaters in der belgischen Hafenstadt. Mitte November hat er den von der EU-Kommission verliehenen Theaterpreis "Europe Prize Theatrical Realities" erhalten. Studiotechnik: Fridolin Stolz Redaktion: Alfred Koch
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

NeulandNeuland (1/6) - Zurück in der Zukunft Neuland (2/6) - Alles machen ohne nichts Von Dörte Fiedler Produktion: Dlf 2018 (Teil 3 und 4 am 20.11.2018, 20:10 Uhr) 1986 bekommt Bernd Junghans einen Anruf mit dem er nicht gerechnet hat, und dessen Folgen sein Leben und das vieler anderer prägen wird. Sein Dresdner Team soll im Staatsauftrag der DDR einen 1-MB-Speicherchip entwickeln. Drei Jahre haben sie Zeit, um den technologischen Rückstand ans Weltniveau zu verkleinern. 1987 wird beschlossen, das Uran-Bergwerk ,Willi Agatz" aufzugeben. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Ersatz verspricht die expandierende Mikroelektronik. Der elementare Rohstoff Silizium soll künftig im eigens dafür umgerüsteten Bergbaubetrieb gezüchtet und die Kumpel daraufhin umgeschult werden. Doch die Produktion ist mit Risiken verbunden. Dagegen regt sich der Protest der Anwohner und der jungen Umweltbewegung in Dresden. 1989 ist die Autorin zehn Jahre alt, eine Leipziger Fünftklässlerin mit rotem Halstuch. Von politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen des Landes, das im Verschwinden begriffen ist, geschweige denn vom Flaggschiff der Mikroelektronik, dem 1-MB-Chip bekommt sie nichts mit. Die Feature-Serie gibt exemplarisch anhand einer besonderen Industriegeschichte einem Generationengespräch Raum. 1988 - das Jahr davor. Stolze Ingenieure aus Dresden präsentieren Honecker ein Jahr vor Zeit ein funktionstüchtiges Muster des 1-Megabit-Chips. Im Uranbergwerk ,Willi Agatz" in Dresden-Gittersee erfahren die Kumpel, wie ihre Zukunft mit der Mikroelektronik verknüpft sein wird. Beim ökologischen Arbeitskreis packt ein Whistleblower aus. Und im westdeutschen Hanau brechen mehrere Männer zu einer ungewöhnlich langen Dienstreise auf. 1986 - In Jena entwickeln die Dresdner Mikroelektroniker einen ehrgeizigen Plan und gehen eine Verpflichtung ein. In München wird - viel früher noch - ein Kind gerettet. Das Bergwerk in Gittersee steht vor der Schließung. Im Raubbau wird rausgeholt was rauszuholen geht. Das Embargo des Westens erschwert die Entwicklung der Mikroelektronik. Man setzt auf die Zusammenarbeit mit den sozialistischen Bruderstaaten. Vor allem die Sowjetunion soll eine wichtige Maschine liefern. Zurück in der Zukunft / Alles machen ohne nichts
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

gleichwertige LebensverhältnisseWie weit darf eine Gegend herunterkommen? Über das Recht auf gleichwertige Lebensverhältnisse Von Heiner Kiesel Vielleicht ist es ein Jammern auf hohem Niveau - denn fast überall in Deutschland lässt es sich gut leben. Aber natürlich nicht überall gleich gut. Neben 300 Regionen mit ausgeglichenen Lebensverhältnissen gibt es auch gut zwei Dutzend, die sich stark unterdurchschnittlich entwickeln. Diese Gebiete stehen im Ruf, abgehängt zu sein. Passt dieses Auseinanderdriften zu einer solidarischen Gesellschaft? Wer sich für die strukturschwachen Regionen einsetzt, darf auf ,gleichwertige Lebensverhältnisse" pochen. Der Begriff kommt im Grundgesetz und verschiedenen Landesverfassungen vor, die Bundesregierung hat gleichwertige Lebensverhältnisse zu ihrem Politikziel erklärt. Doch im Hintergrund wird darum gefeilscht, was denn die ,Gleichwertigkeit" eigentlich ist und wie viel sie kosten darf.
Dienstag 19:30 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Neuland (3/6) - Investitionen Neuland (4/6) - Arbeite mit, plane mit, regiere mit Von Dörte Fiedler Produktion: Dlf 2018 (Teil 5 und 6 am 23.11.2018, 20:10 Uhr) 1987 - Geräuschlose U-Boote durchkreuzen die Pläne eines Handels zwischen Japan und der DDR. Stattdessen fahren die Dresdner Ingenieure nach Westdeutschland. Kurze Zeit später liefern die Westdeutschen Spielzeug nach Dresden, und auch menschlich kommen sich beide Seiten näher. In Gittersee wächst die Angst vor einer Umweltkatastrophe. Die Stasi nimmt die Umweltleute ins Visier und an Heiligabend macht der Pfarrer seine Gemeinde hellhörig. 1988 - Auch eine junge Studentin aus Darmstadt fährt nach Dresden. Gemeinsam feiern Mikroelektroniker aus Ost und West den Jahreswechsel. Die engen Kontakte missfallen der Stasi. Speicherchips bleiben Mangelware und werden auch gegen Gurken und Blumenkohl gehandelt. In Gittersee entlädt sich bei einer Einwohnerversammlung der Frust der Bevölkerung. Die Zahl der Eingaben steigt. Die Einwände gegen das Reinstsiliziumwerk werden abgebügelt. Investitionen / Arbeite mit, plane mit, regiere mit
Dienstag 20:10 Uhr

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SWR2

SWR2 Lesenswert Feature

peter handkeDie Jahre der wahren Empfindung Wie sich die Revolte von 1968 auf die bundesdeutsche Literatur auswirkte Von Helmut Böttiger 1968 wurde noch der Tod der Literatur ausgerufen. Und zehn Jahre später, 1978, hatte die deutsche Gegenwartsliteratur wohl ihren größten Einfluss überhaupt auf die Gesellschaft. Handke, Böll, Walser schrieben für ein Massenpublikum. Selbsterfahrung und Selbstverwirklichung kennzeichneten das Jahrzehnt und fanden zuerst in der Literatur statt: "Die Stunde der wahren Empfindung" und "Die linkshändige Frau" von Peter Handke waren Bestseller. In den 70er-Jahren lösten sich auf unvergleichliche Weise deutsche Verkrampfungen. Und die Grenzen von Hochkultur und Trivialem wurden immer dezidierter ignoriert. Das änderte sich dann alles allmählich Anfang der 80er-Jahre. Im Gefolge von Punk, New Wave und Neuer Deutscher Welle verlagerten sich die interessantesten Ausdrucksformen in Richtung Pop- und Musikszene. Damit ging eine Epoche zu Ende, in der die Literatur zum letzten Mal hegemonial wirkte. Die Jahre von 1968 bis 1982 zeigen sich so fast wie eine in sich geschlossene Einheit.
Dienstag 22:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

freihandelUmkämpfter Freihandel. Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (2). Gestaltung: Juliane Nagiller Datenpunkte im Informationszeitalter. 1900, 1979, 1991, 2007 (2). Gestaltung: Julia Gindl Sarah Kriesche Ein Musikstar vor 500 Jahren. Der Komponist Pierre de la Rue (2). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber
Dienstag 22:08 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Kurzstrecke 79 Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autorinnen und Autoren / Deutschlandfunk Kultur 2018 Länge: 53"55 (Wdh. v. 29.10.2018) Hörstücke aus der freien Szene. Heute eröffnen skurrile Stimmwesen neue Welten - und ein Paar denkt über einen dunklen Teil seiner Vergangenheit nach. Jetzt ist Winter Von Sebastian Hocke Habitat Imaginario Von Ute Wassermann And then the sea came back Von Anja Kanngieser Außerdem: Neues aus der "Wurfsendung" mit Julia Tieke. Kurz und ungewöhnlich: Autorenproduktionen aus Feature, Hörspiel und Klangkunst Kurzstrecke 79
Mittwoch 00:05 Uhr

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