Bayern 2

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neuroplastizitätKommandozentrale Gehirn Neuroplastizität Wie das Gehirn sich neu strukturiert Das Gedächtnis Wie wir Informationen speichern Das Kalenderblatt 16.11.1959 Musical "The Sound of Music" hat Premiere Von Susi Weichselbaumer Neuroplastizität - Wie das Gehirn sich neu strukturiert Autorin: Maike Brzoska / Regie: Irene Schuck Unser Gehirn verändert sich ständig. Sonst wäre es auch nicht möglich, dass wir uns in unbekannten Umgebungen zurechtfinden oder mit neuen Situationen klarkommen. Die Fähigkeit des Gehirns sich neu zu strukturieren, begleitet uns ein Leben lang, auch noch in hohem Alter, wenn auch in abnehmendem Maße. Was beim Lernen im Gehirn genau passiert, können Forscher immer besser nachvollziehen. Vor allem die Neurogenese, also die Neubildung von Nervenzellen, spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn gerade diese neuen Zellen reagieren äußerst sensibel auf neuartige Umweltreize. Wichtig ist dieses Wissen zum Beispiel für hirnverletzte Patienten, die nach einem Schlaganfall viele Dinge neu lernen müssen. Aber auch zum besseren Verständnis der Alzheimer Krankheit trägt es bei. Daneben scheint die Neuroplastizität bei Depressionen eine Rolle zu spielen, denn es hat sich gezeigt, dass bei depressiven Menschen die Anpassungsfähigkeit des Gehirns gemindert ist. Einige Forscher vermuten deshalb, dass Depressive neue Reize schlechter verarbeiten können, was zur Folge hat, dass sie sich in neuen Situationen schnell überfordert fühlen. Das Gedächtnis - Wie wir Informationen speichern Autorin: Inga Pflug / Regie: Axel Wostry Handynummern, Konto-Pin, Geburtstage, Wegbeschreibungen oder der Einkaufszettel: Damit wir uns all das merken, speichert unser Gehirn beständig Informationen auf seine "Festplatte". Unser Gedächtnis "merkt" sich permanent Neues, speichert Gedichte und Witze, die Erinnerungen an den ersten Kuss oder den Urlaub, bestimmte Gerüche aus unserer Kindheit, prägende Erlebnisse aber auch komplett unwichtiges. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System: Informationen müssen eingeordnet, verknüpft und mit älteren Daten abgeglichen werden, für den nächsten Abruf bereitstehen - oder vergessen werden. Was unser Gehirn leistet, damit unser Erinnerungs-Pool nicht überlastet wird und wie sich das Gedächtnis trainieren lässt, beschäftigt Psychologen und Neurologen gleichermaßen. Und uns alle - spätestens wenn uns unangenehm auffällt, dass die eigene Merkleistung nachlässt. Moderation: Redaktion: Matthias Eggert
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

Was für ein Theater! 200 Jahre Nationaltheater, 100 Jahre Bayerische Staatsoper Ein Doppeljubiläum in München Von Alexandra Maria Dielitz Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Das Münchner Opernhaus am Max-Joseph-Platz begeht sein Doppeljubiläum nicht zufällig gleichzeitig mit dem Land Bayern, das im November für seine 200 Jahre als Verfassungsstaat und 100 Jahre als Freistaat gefeiert wird. Napoleon und die Wittelsbacher, Kriege und Revolutionäre prägten ihre Geschichte. Welche Rolle das Bier für den zweimal abgebrannten Musentempel spielte, warum Sänger in zu engen Schuhen auf der Bühne standen, wie ein Dinosaurier einen neuen Opernstil begründete und wie es den Münchner "Hausgöttern" erging, bevor sie auf den Sockel wanderten - all das kommt unter dem Titel "Was für ein Theater!" im Feature von Alexandra Maria Dielitz zur Sprache.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

FrauenromaneMehr Schmalz als Hirn? Was Frauen lesen Von Ulrike Schäfer Regie: Matthias Kapohl Produktion: Dlf 2018 Jeder kennt sie, die Bücher mit Blümchen oder Cupcakes auf dem Cover. Sogenannte Frauenromane gehören zu den erfolgreichsten Büchern hierzulande. Warum eigentlich? Und sind sie tatsächlich so trivial und klischeehaft wie ihr Ruf, vielleicht sogar Instrumente des Patriarchats? Die Genres heißen Sexy Romance, Cosy Crime oder Happy Tears: Frauen greifen oft zu Büchern, die gemeinhin als seicht belächelt werden und in denen die Hauptpersonen oft nichts Besseres zu tun haben, als um ihren Traummann zu kreisen. Aber stimmt das noch? Geht es in den Romanen heute nicht längst um andere Inhalte? Annette Peitz-Orzeszko und Heike Mißler haben sich als Wissenschaftlerinnen mit dem Genre befasst. Die eine verzweifelt an dem Frauenbild darin, die andere glaubt an einen emanzipatorischen Effekt. Die Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy hat mehr als sechs Millionen Bücher verkauft, nimmt sich Kritik aber zu Herzen. In ihrem nächsten Roman wird die Heldin zum ersten Mal aus eigener Kraft ihr Glück finden - und nicht, wie bislang, nur weil es die Umstände gut mit ihr meinten. Die Hamburger Schriftstellerin Verena Carl ist nach einem Ausflug ins Genre zur Literatur zurückgekehrt: weniger Schema F, mehr Gedankentiefe. Michael Meisheit war 20 Jahre lang Drehbuchautor bei der Lindenstraße. Heute ist er Self Publisher von Liebesromanen - und ein großer Fan von Klischees. Auch Maike Mia Höhne, Autorin und Regisseurin, plädiert nicht für ein Ende der Stereotype, sondern für eine Schärfung des Bewusstseins. Und dann sind da noch die Leserinnen: Drei Frauen erzählen, warum sie Frauenromane schätzen und warum sie sich eher darin wiederfinden als in einem Buch von Jonathan Franzen. Mehr Schmalz als Hirn?
Freitag 20:10 Uhr

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