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ZahnschmerzAuf den Zahn gefühlt Dicke Backe Die Geschichte des Zahnschmerzes Gute Zähne - gute Gesundheit? Zwischen Hightech und Prophylaxe Das Kalenderblatt 19.1.1915 US-Patent auf Neonröhre Von Hellmuth Nordwig Dicke Backe - Die Geschichte des Zahnschmerzes Autor: Thomas Morawtz / Regie: Sabine Kienhöfer Dezember 1844. Horace Wells und seine Frau besuchen eine Lachgas-Show in Hartford / Connecticut. Danach wird die Welt schöner werden. Denn Horace Wells bringt die Show auf eine verwegene Idee: Im Selbstversuch lässt er sich kurz darauf mit Lachgas betäuben und einen Weisheitszahn ziehen. "Nicht einmal den Stich einer Nadel" will er gespürt haben. "Der Zahnschmerz ist - abgesehen vom Tod - der größte und grausamste aller Schmerzen", wusste schon der römische Arzt Celsus im 1. Jahrhundert nach Christus. Zahnschmerzen waren da schon seit mehr als 2.000 Jahren immer wieder Thema auf Tontafeln und Papyrusrollen. Sie verschonten weder Reich noch Arm, wenn auch oft aus unterschiedlichen Gründen. Wo hilflos Leidende und meist selbstgestrickte Behandler nicht nur auf skurrilen Aberglauben vertrauten, erkundeten sie nach und nach Neuland, wuchs langsam das Wissen über Anatomie und Medizin im praktischen Freilandversuch. Zahnheilkunde und eng verwandt mit ihr die Chirurgie konnten sich in der Gelehrtenwelt der Universitätsmedizin erst spät Respekt verschaffen. Ihr Durchbruch wurde zum Segen für die Menschheit. Gute Zähne - Gute Gesundheit? - Zwischen Hightech und Prophylaxe Autor und Aufnahmeleitung: Stefan Geier Ein strahlendes Lächeln. Schöne Zähne. Positive Ausstrahlung. Zähne sind Symbol eines gesunden Menschen. Dabei sind sie ein Leben lang extremen Belastungen ausgesetzt. Wer schlechte oder kaputte Zähne hat, dem bleibt der häufige Besuch beim Zahnarzt nicht erspart. Aber wie viel Einfluss haben wir überhaupt auf unsere Zähne? Wieviel Pflege ist gut? Manche Zahnpflegeregeln sind inzwischen zu Mythen geworden und schaden unseren Zähnen eher. Inzwischen ist klar: Behandeln wir unsere Zähne richtig, dann können wir damit sogar vielen Krankheiten vorbeugen. Denn an unseren Zähnen hängt der ganze Mensch und kranke Zähne und Zahnfleisch haben großen Einfluss auf unseren Körper. Wir können sehr viel tun, um unsere Zähne zu schützen und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse richtig zu behandelt. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Gerda Kuhn
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

Johann Philipp KriegerDas Leben Johann Philipp Kriegers "Ich will weinen, ich will lachen" Von Nürnberg nach Weißenfels Das Leben Johann Philipp Kriegers Von Bernd Noack Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Er war der Sohn eines wohlhabenden Teppichmachers und Garnfärbers aus Nürnberg. Doch Johann Philipp Krieger, 1649 geboren, wollte und sollte nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten. Dass aus Johann Philipp Krieger einmal einer der produktivsten und einflussreichsten Komponisten und Kapellmeister des Hochbarock werden sollte, ahnte damals freilich noch niemand. Die Eltern und berühmte Nürnberger Musiker aber erkannten das Talent, und somit begann eine Musikerlaufbahn, die typisch war für Kriegers Zeit: Als Jugendlicher schon kam er zur Ausbildung in ferne Länder, den jungen Mann begehrten Herzöge an ihre Höfe zu holen, um ihn als Musiker in ihre Dienste zu stellen. Krieger suchte sich Lehrer, vornehmlich in Italien, ließ sich engagieren. Als er mit knapp 30 Jahren an den Weißenfelser Hof kam, hatte er bereits einen guten Namen neben Kollegen wie Pachelbel oder Buxtehude. Er blieb in Sachsen, über 40 Jahre bis zu seinem Tod 1725: Hier schrieb er Opern, Kammer- und vor allem Kirchenmusik, über 2000 Stücke sollen es gewesen sein. Wer aber war dieser Johann Philipp Krieger? Die Spurensuche erweist sich als äußerst schwierig. Kein Porträt, keine genauen Daten, kein Grab vor allem: der Großteil seiner Kompositionen ist verschollen. Und doch: In Bernd Noacks Feature tritt ein direkter Nachfahre des Komponisten auf (und lüftet ein adliges Geheimnis), der Atmosphäre, in der Krieger lebte und wirkte, wird nachgespürt, vor allem aber erzählt Krieger mit seiner Musik. Und wenn man richtig hinhört, eben auch von ihm selber und seinem so unspektakulären Leben zwischen Nürnberg und Weissenfels.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

OktoberrevolutionEin Festgelage wie zu Zeiten der Pest Kiew 1918 Von Mark Zak Regie: Anna Panknin Produktion: Dlf 2018 Anfang 1918: Nach der russischen Oktoberrevolution herrscht Chaos in der Ukraine. Die Zentralna Rada ruft die staatliche Unabhängigkeit aus. Aber sie verfügt weder über administrative Strukturen noch über genügend Rückhalt in der Bevölkerung. Im Osten des Landes herrscht die bolschewistische Gegenregierung. Deshalb schließt die Zentralna Rada den Brotfrieden mit Deutschland und Österreich-Ungarn. Für den militärischen Beistand verpflichtet sich die Ukraine, große Mengen an Lebensmitteln zu liefern - 750.000 Soldaten marschieren ein. Als die vereinbarten Lieferungen ausbleiben, verhelfen die Deutschen dem Diktator Skoropadskyj an die Macht. Er hebt die Landreform auf, was zu Bauernunruhen führt. Doch in Kiew selbst sorgen die Deutschen für Recht und Ordnung, die Stadt erlebt einen beispiellosen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Die Schriftsteller Michail Bulgakow und Konstantin Paustowski, beide damals 26 und in Kiew zu Hause, beschreiben diese stürmische Zeit. Ein Festgelage wie zu Zeiten der Pest
Freitag 20:10 Uhr

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