Bayern 2

radioWissen

PhytominingUnterirdisch Wurzeln Ab in den Untergrund! Phytomining Metallernte mit Superpflanzen Das Kalenderblatt 25.5.1844 Friedrich Engels berichtet über die Münchner Bierkrawalle Von Laura Eßlinger Wurzeln - Ab in den Untergrund! Autorin: Iska Schreglmann / Regie: Dorit Kreissl Unter unseren Füßen, im Erdboden, befindet sich eine wundersame Welt voller Verästelungen: Pflanzen bestehen etwa zur Hälfte aus ihren Wurzeln! Gemeinsam mit unterirdischen Pilzfäden formen sie sich zu dem, was Forscher in Anlehnung an das Internet als "Wood Wide Web" bezeichnen - ein riesiges, Wälder umspannendes Netzwerk. Über dieses Geflecht können Bäume Nährstoffe und sogar Informationen miteinander austauschen, sich zum Beispiel vor Parasiten warnen. Rekordverdächtig sind die Ausmaße mancher Wurzeln: So wächst ein Feigenbaumart aus Südafrika ganze 120 Meter in die Tiefe, um sich mit Wasser zu versorgen. Das größte bekannte Wurzelgeflecht der Welt gehört zur amerikanischen Zitterpappel und umfasst einen Wald von 47.000 Stämmen. Um den Geheimnissen des Wachstums von Agrarpflanzen auf die Spur zu kommen, müssen Biologen heute nicht mehr zum Spaten greifen: In Forschungszentren werden komplette Stauden im Topf im MRT durchleuchtet. Da die Wurzel einer Pflanze Wasser und Nährstoffe liefert, entscheidet ihre Gesundheit und Widerstandsfähigkeit über den Ertrag bei der Ernte. Mithilfe von Stressresistenz-Programmen für die Wurzeln gelingt es, besonders ertragreiche und widerstandsfähige Ackerpflanzen zu züchten. Phytomining - Metallernte mit Superpflanzen Autor und Regie: Klaus Uhrig Manche Entdeckungen klingen fast zu genial, um wahr zu sein. Doch es gibt tatsächlich Pflanzen, die mit ihren Wurzeln so viel Schwermetalle aufnehmen, dass man damit verseuchte Böden entgiften kann. Manche von ihnen speichern sogar dermaßen viel Metall, dass man mit ihrer Hilfe sanften "Bergbau" betreiben kann: Die Pflanzen saugen das Metall einfach aus dem Erdreich, dann wird geerntet und verkauft. Seitdem diese "Superpflanzen" entdeckt wurden, liefern sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt einen Wettlauf um die Entdeckung neuer Pflanzen sowie deren verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Mehr als 500 dieser sogenannten Hyperakkumulatoren wurden inzwischen identifiziert und niemand weiß, wie viele Pflanzen es insgesamt gibt. In Albanien bauen arme Bauern mittlerweile Nickel-Pflanzen auf früher brachliegenden Böden an. In Frankreich optimieren Wissenschaftler den Prozess, der aus den Pflanzen die wertvollen Metalle extrahiert. Und im abgelegenen Südsee-Archipel Neukaledonien könnte auf verseuchten Minengeländen bald wieder etwas wachsen. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Moderation: Iska Schreglmann Redaktion: Gerda Kuhn
Freitag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

BR-Klassik

Das Musik-Feature

ruhestandDienst-Schluss! Und dann? Orchestermusiker im (Un)Ruhestand Von Noemi Schneider Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Musiker gehen nicht in Rente, sie hören auf, wenn sie keine Musik mehr in sich haben." Dieser Ausspruch stammt von Louis Armstrong. Die Realität hat andere Regularien: Ob herbei gesehnt oder befürchtet - jedem angestellten Orchestermusiker flattert irgendwann der Rentenbescheid ins Haus. Das "Dienst-Ende" ist ein besonderer Lebenseinschnitt, schließlich lassen sich Beruf und Berufung nur schwer voneinander trennen. Ob Frühberentung oder Pensionierung, das "letzte Drittel" muss gemeistert werden. Und wie? Weiterspielen in Katar, Kammermusik mit Kollegen, Kabarett, soziales Engagement oder Weltumsegelung? Noemi Schneider hat mit pensionierten Solisten und Tuttisten über Abschiede, Ängste und Albträume, ungeahnte Freuden, neue Hobbies und musikalische Entdeckungen im (Un)Ruhestand gesprochen.
Freitag 19:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk

Das Feature

DonauDie Donau Resonanz Von Martin Engler Produktion: rbb/Dlf 2018 Vom versickernden Rinnsal bis zum horizontweiten Delta nimmt die Donau vielfältigste Formen an und durchfließt dabei zehn Länder. Bis heute eine der wichtigsten Handelsrouten, verbindet sie unterschiedliche Kulturkreise und war im Laufe der Geschichte immer wieder Zeugin kriegerischer Auseinandersetzungen. Inzwischen ist die Donau Teil des vereinten Europa und wurde, nicht zuletzt durch ihre besondere Fließrichtung von West nach Ost, zu einem Sinnbild der EU-Osterweiterung. Im Rahmen des Kunstprojekts ,Brückenschlag - Donauschöpfung" soll an einem Sommertag die Donau durch eine gemeinsame, länderübergreifende Handlung für einen Augenblick in ihrer Gesamtheit erfasst werden. Eine gute Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die an und von der Donau leben. Wie stehen die Menschen der Donauregion heute zur europäischen Integration? Wie sehen sie ihr Europa der Zukunft? Und: Kann die Donau als kulturelle Resonanzachse ihren grenzüberschreitenden Einfluss gegen Abschottung und Nationalismus geltend machen? Die Donau Resonanz
Freitag 20:10 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren