Deutschlandfunk Kultur

Feature

Terror WestafrikaSchattenwirtschaft Wie sich der Terror in Westafrika finanziert Von Bettina Rühl Regie: Felicitas Ott Mit: Katja Bürkle, Robert Arnold, Christian Büsen, Volker Düker, Andreas Klaue, Abak Safaei-Rad und Uwe-Peter Spinner Ton: Burkhard Pitzer-Landeck Produktion: SWR / BR / WDR 2018 Länge: 54"27 Terrorgruppen und Drogenkartelle zählen in einigen Regionen zu den letzten und einzigen Arbeitgebern. In Westafrika sind Touristen zu einer begehrten Handelsware geworden. Mit Lösegeldern und Drogenschmuggel finanzieren die Terrorgruppen ihren Krieg gegen die Regierungen der Region. Früher war der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung. Jetzt sind Terrorgruppen und Drogenkartelle in manchen Regionen zu den einzigen Arbeitgebern geworden. Denn die Terroristen brauchen nicht nur Waffen, sondern auch Tausende von Helfern, die sie in der Wüste mit Nahrung und Benzin versorgen. Bettina Rühl, geboren 1965, ist seit 1988 Hörfunk- und Feature-Autorin mit dem Schwerpunkt Afrika. Seit 2011 lebt sie in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Für ihre Features wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Prix Europa (Best European Radio Investigation of the Year 2015), dem Reemtsma Liberty Award für "Der Anführer" (WDR 2012). Sie wurde 2012 mit dem ,Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" der Leipziger Medienstiftung geehrt. Schattenwirtschaft
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

zypernUmkämpfte Insel der Aphrodite (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Der Legende nach soll Aphrodite, die antike Göttin der Liebe, östlich des Ortes Paphos den Wellen des Mittelmeers entstiegen sein. Wie immer Wissenschafter heute dazu stehen, der Mythos und der Aphrodite-Felsen kommen jedenfalls der zypriotischen Tourismuswirtschaft zugute. Dabei ist das griechische Element nur ein Teil des historisch-kulturellen Erbes von Zypern. Die nach Sizilien und Sardinien drittgrößte Mittelmeerinsel weckte aufgrund ihrer geographischen Lage viele Begehrlichkeiten und nahm ganz unterschiedliche Einflüsse auf, von den alten Reichen Hethitern und Assyrern über Mykene, Griechen, Römer, Genuesen und Venezianer bis hin zu den Osmanen und Briten. Die nächsten Nachbarn sind die Türkei und Syrien, gefolgt von Ägypten und - mit einigem Abstand - das griechische Festland. Dennoch dominieren in der Bevölkerung die Zyperngriechen, die knapp drei Viertel der Bevölkerung stellen, gegenüber knapp einem Viertel Zyperntürken. Bereits während der Vorherrschaft der Briten, die die Insel 1914 von den Osmanen übernahmen und dann zu einer Kronkolonie machten, kam es zu Unruhen. Die Spannungen verschärften sich nach der Unabhängigkeit Zyperns 1960. Griechisch-zypriotisch Nationalisten, die von der damals in Athen herrschenden Militärjunta unterstützt wurden, wollten den Anschluss an Griechenland. In der Folge besetzte die Türkei den Nordteil der Insel. Seit 1974 ist die Insel de facto geteilt in die Republik Zypern im Süden und die Türkische Republik Nordzypern, die allerdings nur von der Türkei anerkannt wird. Pläne zu einer Wiedervereinigung sind bis dato gescheitert. Dennoch nahm die EU Zypern 2004 als Mitglied auf, und zwar mit ihrem gesamten völkerrechtlich anerkannten Territorium. Verhandlungen gibt es immer wieder, auch äußern manche Seiten den Wunsch nach einer Lösung, doch eine solche ist nicht in Sicht.
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Elisabeth Wehling"Eigentlich bin ich frei" Warum machen wir nicht mehr daraus? Framing Wie gezielt eingesetzte Sprache uns beeinflusst Das Kalenderblatt 20.3.1990 Stephen C. Blumberg verhaftet, Bücherdieb Von Xaver Frühbeis "Eigentlich bin ich frei" - Warum machen wir nicht mehr daraus? Autor: Fabian Mader / Regie: Irene Schuck In früheren Zeiten war die Sache klar: Der Sohn eines Bauers wird eben Bauer. Wenn er den Ort wechselt, dann aus Not. Und die nächste, unüberwindbare Grenze kommt in wenigen Kilometern. Heute scheint nicht nur die Berufswahl und der Wohnort, sondern auch biologische Fragen bis hin zu Geschlechteridentität eine Frage unserer freien Wahl zu sein. Eigentlich sind wir also einzigartig frei - nur: Wollen wir das überhaupt? Weltweit boomen politische Bewegungen, die dafür sorgen wollen, dass alles wieder so wird wie früher. Klare Rollenverhältnisse, strenge Sicherheitsgesetze, dichte Grenzen. Zudem scheint es moderne Menschen wenig zur stören, wenn Onlineplattformen private Daten auswerten, um ihr Verhalten zu manipulieren. Warum also machen wir so wenig aus unserer Freiheit? Framing - Wie gezielt eingesetzte Sprache uns beeinflusst Autorin: Dorit Kreissl / Regie: Frank Halbach "Nicht Fakten, sondern frames sind ausschlaggebend im politischen Diskurs", sagt die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling. Das Wort "frame" kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Deutungsrahmen. Frames sind selektiv, sie heben bestimmte Aspekte hervor, lassen andere weg. Das führt zu bestimmten Problemdefinitionen und moralischen Bewertungen. Aktiviert werden sie durch Sprache im Gehirn. Dabei denkt der Mensch mit all seinen Sinnen, er visualisiert, schmeckt und riecht die Wörter und der Körper simuliert Vorgänge, die mit ihnen assoziiert sind. Studien ergaben: Redet ein Mensch über die Zukunft, beugt er sich automatisch vor; redet er über die Vergangenheit, lehnt er sich zurück. Frames werden eingesetzt, um zu manipulieren, aber auch zu motivieren. Wörter wie "Asylflut", "Flüchtlingswelle" aber auch Begriffe wie "Klimawandel", "Steuerlast" oder "Freier Markt" werden oft unkritisch übernommen - auch von den Medien, obwohl sich hinter den Begriffen eine Ideologie verbirgt. So werden Meinungen manipuliert. Ein bewusster Umgang mit Sprache, so die Linguistin Elisabeth Wehling, sei deshalb überlebenswichtig für unsere Demokratie. Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

epigenetikDie Wissenschaft vom Ein - und Ausschalten der Gene (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Jeder Mensch ist einzigartig. Bis zur Jahrtausendwende galt die Lehrmeinung, dass Gene dafür verantwortlich sind. Ihr unverwechselbares Profil, das im Erbgut eines Menschen angelegt ist, bestimmt Haarfarbe, Körpergröße und die Breite von Backenknochen. Doch zahlreiche Eigenschaften eines Menschen, wie sein Gesundheitszustand oder die körperliche und psychische Verfassung, hängen davon ab, wann welche Gene aktiv sind. Gene an sich sind wie ein dickes offenes Buch, das erst gelesen werden muss. Biochemischen Vorgänge aktivieren Gene oder stellen sie ruhig. Abhängig sind diese Prozesse von Umwelteinflüssen und dem sozio-psychologischen Umfeld eines Menschen. So konnte die Neuroepigenetikerin Isabelle Mansuy von der ETH Zürich nachweisen, dass traumatische Erlebnisse bis in die 3. Generation vererbt werden. Ebenfalls belegt ist, dass günstige Lebensumstände wiederum heilend wirken. Für den Psychoneuroimmunologen Christian Schubert von der Universität Innsbruck bietet die Epigenetik einen neuen Zugang zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit eines Menschen. Denn eine Veränderung im Lebensstil oder psychotherapeutische Konfliktbearbeitung können epigenetische Prozesse positiv beeinflussen. Damit wird das Spektrum der Heilungschancen erweitert.
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

KopfhoererDie Erfolgsgeschichte des Kopfhörers (3). Gestaltung: Anna Masoner Ob in der U-Bahn, im Fitnessstudio oder im Großraumbüro: man findet sie überall und in allen erdenklichen Varianten. Diskret ins Ohr gestöpselt oder als überdimensionale Ohrummantelungen, sind sie "signature piece" des modebewussten Stadtbewohners. Groß geworden ist der Kopfhörer, als Musik tragbar wurde: 1979 brachte Sony den Walkman heraus und mit ihm den mobilen Kopfhörer. Doch der Kopfhörer hat noch ein paar Jahre mehr auf dem Buckel. Wer genau den ersten gebaut hat, lässt sich nicht sagen. Der französische Ingenieur Ernest Mercadier meldete jedenfalls 1891 das erste Patent für einen Kopfhörer an. Das "bi-telephone" war für Telefonistinnen gedacht, sie konnten sich das zangenartige Gerät in die Ohren stecken und hatten so beide Hände frei. Heute verschaffen Kopfhörer nicht nur Bewegungsfreiheit, Style oder den perfekten Klang, sondern auch akustische Privatssphäre. Sie ziehen unsichtbare Wände hoch zwischen uns und unseren Mitmenschen, ob in Büros oder Öffis.
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

AkzeptanzAkzeptanz Annehmen was ist Ressourcen Innere und äußere Kraftquellen Das Kalenderblatt 20.3.1990 Stephen C. Blumberg verhaftet, Bücherdieb Von Xaver Frühbeis Akzeptanz - nnehmen was ist Autorin: Veronika Wawatschek / Regie: Das zu verändern, was zu verändern ist, und das, was man nicht ändern kann, zu akzeptieren - ist eine der schwierigsten Übungen. Zum einen erfordert die Fähigkeit, immer wieder genau hinzuschauen und abzuwägen. Zum anderen fällt den meisten Menschen besonders das Annehmen schwer. Wir sind es nicht gewohnt, etwas auszuhalten, untätig und damit scheinbar hilflos zu sein, Die "Selbstoptimierungsgesellschaft" gaukelt uns vor, wir hätten alles in der Hand, wenn wir uns nur ausreichend anstrengen würden. Dabei ist Widerstand manchmal zwecklos und lediglich kräftezehrend. Annehmen und Loslassen sind wichtige Fähigkeiten, sie können erstaunliche Einsichten und Wendungen ermöglichen. Ressourcen - Innere und äußere Kraftquellen Autorin: Daniela Remus / Susi Weichselbaumer Jeder Zweite fühlt sich im Job unter Druck, jeder Fünfte hat den Eindruck, dabei regelrecht überfordert zu sein. Seit Jahren nehmen psychische Störungen zu, diagnostizieren Arbeitgeber, Mediziner und Krankenkassen. Krankschreiben, Therapien oder Medikamente können ein Ausweg sein, aber mindestens ebenso hilfreich ist es, im Alltag darauf zu achten, die eigenen Ressourcen aufzufüllen. Ob Sport, Achtsamkeitsmeditation oder der Skatabend, entscheidend ist, das zu tun, was dem Einzelnen hilft, zu entspannen und bei sich zu sein. Und das kann man lernen. Moderation: Redaktion: Susanne Poelchau
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Der Flugzeugabsturz und die Heldentat vom Stößensee Wie ein Mythos entsteht und verblasst Von Gesine Dornblüth 6. April 1966: Ein sowjetischer Kampfflieger stürzt in einen See in West-Berlin. Der Pilot - ein Held? Eine Geschichte über Ignoranz, Verehrung und Verklärung.
Mittwoch 19:30 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

HackerszeneMagier der digitalen Welt Wer bezahlt die Hackerszene? Von Anna Loll Politisch präsentieren sich Hacker gerne autoritätskritisch. Die Hackerbewegung gilt spätestens seit WikiLeaks und Edward Snowden als Ikone des Widerstands gegen Datenkraken und Überwachungsstaat. Was allerdings nicht zu diesem schillernden Bild passt, ist ihre Finanzierung. Viele "Hackaktivisten" lassen sich ihre Arbeit gerade von denen bezahlen, die sie vorgeblich bekämpfen: vom Militär und Regierungen. Recherchen in der Szene, unter anderem in Leipzig, Berlin, New York und auf der Ostseeinsel Bornholm, ergeben ein ebenso lebendiges wie widersprüchliches Bild.
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

bulgakowLeipziger Buchmesse 2019 Kiew lesen mit Bulgakow Von Lars Meyer Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: MDR 2019 - Ursendung -
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

zypernZypern. Umkämpfte Insel der Aphrodite (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Epigenetik. Die Wissenschaft vom Ein - und Ausschalten der Gene (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Auf die Ohren. Die Erfolgsgeschichte des Kopfhörers (3). Gestaltung: Anna Masoner
Mittwoch 22:08 Uhr

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HR2

Jazzfacts

omer kleinWhat"s going on? - Features, Interviews und was die Szene bewegt | Radio-Macher: Die Drei vom Omer Klein Trio Meeres-Forschung mit "Radio Mediteran" - Der Pianist Omer Klein sinniert über die kulturelle Vielfalt der Mittelmeer-Anrainer und lebt neuerdings in Frankfurt
Mittwoch 22:30 Uhr

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