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FEATURE

oudNicht ohne meine Oud Die Geschichte des Musikers Thabet Azzawi Von Karin Hutzler Regie: die Autorin Produktion: MDR 2019 - Ursendung -
Samstag 09:04 Uhr

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MDR KULTUR

Nicht ohne meine Oud

oudDie Geschichte des Musikers Thabet Azzawi Von Karin Hutzler (Ursendung) Die Geschichte von Thabet Azzawi beginnt wie ein Märchen aus "Tausendundeine Nacht". In einer Stadt in Syrien lebten einst drei Brüder: Thabet, Abdelwahhab und Musab. Eines Tages rettete der Arzt Musab einem kleinen Mädchen das Leben und erhielt als Dank dafür eine Oud geschenkt, die Laute gab er an seinen kleinen Bruder Thabet weiter, und der verliebte sich in die Musik. Das Instrument hat der berühmte und bekannteste syrische Meister Ali Khalife gebaut. Mit dieser Oud beginnt die Geschichte des Musikers Thabet Azzawi. 1990 im syrischen Deir ez-Zor geboren, studierte er wie sein Vater und seine Brüder Medizin. Die Familie gehörte zur Opposition gegen die Assad- Regierung. Der Bürgerkrieg zwang Thabet, seine Heimat zu verlassen. Drei Jahre dauerte die Flucht. Sein Weg führte über den Libanon, Jemen, Dschibuti in die Türkei. Einmal, kurz nach Thabets Flucht aus Syrien, kehrte er in das inzwischen schwer umkämpfte Deir ez-Zor zurück, nur um seine Oud zu holen. Später übergab er auf seiner Reise aus der Türkei nach Deutschland seine Oud einem Paketdienstleister, in der Hoffnung, dass die Oud wohlbehalten nach Deutschland transportiert werden würde. Doch die Laute wurde zerstört. 2015 erreichte Thabet Azzawi Dresden. Ein Gitarrenbauer aus der Neustadt reparierte die Oud und gab ihr ihren Klang zurück. In Dresden setzte Thabet Azzawi sein Medizinstudium fort, lernte Musiker der "Banda Internationale" kennen. Der Band, die seit vielen Jahren mit Weltmusik und lauten Beats gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft musiziert. Thabet Azzawi komponiert, trat mit den Dresdner Philharmonikern auf und gab an der Musikhochschule in Dresden einen Kurs über orientalische Musik. Die Oud, für die er mehrmals auf der Flucht sein Leben riskierte, ist immer an seiner Seite. Heute ist Azzawi Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und genießt bis zum Ende seines Studiums in Deutschland eine finanzielle Begabtenförderung. Karin Hutzler, studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte an der FU Berlin. 1984 erste Radioerfahrungen beim SFB (Hörspiel & Feature). Seit 1990 Autorin, Regisseurin, Übersetzerin. Zuletzt als Autorin: "Grüne Architektur - Die Zukunft der Städte?" (SWR 2018). Seit 2003 Redakteurin beim SWR. Regie: Karin Hutzler Produktion: MDR 2019
Samstag 09:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

hermann lenz"Man wird von einer Ordnung angeweht" - der Schriftsteller Hermann Lenz Ein Gespräch mit Peter Handke Von Norbert Hummelt Aufnahme von 2016 Wiederholung: So 15.04 Uhr "Nie jemand hat in deutscher Sprache solche Absätze geschrieben. Ein Satz gibt den anderen auf eine Weise, wie das noch nie geschehen ist", sagt Peter Handke über den großen Erzähler Hermann Lenz, den es immer wieder neu zu entdecken gilt. Als Hermann Lenz, geboren 1913 in Stuttgart, aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrte, wollte er nichts anderes als in der Dachstube sitzen und schreiben. Das tat er auch, und seine Bücher erschienen, doch lange Zeit mit mäßigem Erfolg. Dann griff ein begeisterter Leser ein: der junge Peter Handke, der in Romanen wie "Der Kutscher und der Wappenmaler" oder "Verlassene Zimmer" in unruhigen Zeiten lesend ein Zuhause fand. Durch Handkes Hilfe wurde Lenz jenseits der 60 doch noch zu einem preisgekrönten Autor und konnte bis zu seinem Tod 1998 seinen großen autobiographischen Romanzyklus fortschreiben. Norbert Hummelt hat Peter Handke im November 2015 in Paris besucht. Im stillen, hoch konzentrierten Gespräch erinnert sich Handke auf sehr persönliche Weise an Begegnungen mit Hermann Lenz und schildert die Faszination, die von dessen Büchern ausgeht. So entsteht das Porträt einer seltenen Freundschaft zweier bedeutender Schriftsteller.
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

MarkgrafentheaterAkustische Reisen durch Bayerns Regionen Elefanten im Theater 300 Jahre Erlanger Markgrafentheater Von Tilla Schnickmann Im Januar 1719 eröffnete der Bayreuther Markgraf Georg Wilhelm das "hochfürstliche Opern- und Comedienhaus" und brachte damit neuen Glanz in die bislang eher nüchterne Hugenottenstadt Erlangen. Schon 20 Jahre nach der Eröffnung gestaltete die kunstsinnige Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth das Theater mit dem italienischen Architekten Paolo Gaspari im Rokokostil völlig neu, mit verspielten Logen, aus Holz geschnitzten Bordüren und vergoldeten Quasten. Diese Pracht und besondere Atmosphäre begeistert die Besucher bis heute. Dazwischen liegen 300 Jahre Geschichte. Das Erlanger Markgrafentheater gilt als das älteste, heute noch bespielte Barock- bzw. Rokokotheater Süddeutschlands. Der Streifzug durch die drei Jahrhunderte ist voller bunter Geschichten aus Kunst- und Stadthistorie. Wie steuerte das Theater durch die Zeiten der politischen und ästhetischen Revolutionen? Wie spielen Hightech-Industrie, Universität und Theater in der Stadt Erlangen zusammen und schließlich: Was treiben Elefanten im Schnürboden? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen. Zu Wort kommen dabei Personen, die vor und hinter dem roten Vorhang gewirkt haben. Manche können selbst Auskunft geben, andere müssen wieder zum Sprechen gebracht werden - doch das ist für ein Theater ja kein Problem. Stimme Bayerns in der Welt Die Geburtsstunde des Bayerischen Rundfunks Von Georg Karl Maximilian Schulz Es war die letzte Sendung von "Radio Mu¨nchen", dem Sender der amerikanischen Militärregierung in Bayern und gleichzeitig die Geburtsstunde des BR: Am 25. Januar 1949 ging der Radiosender feierlich in deutsche Hände über. Zum Festakt hatte sich die ganze Prominenz aus Politik und Gesellschaft im Großen Sendesaal des Münchner Funkhauses versammelt. Die Vertreter von Regierung und Rundfunk ließen die Hörer wissen, welche Aufgabe der Bayerische Rundfunk fortan vor allem haben sollte. Der immense Einfluss, den man dem Radio damals zuschrieb, kam nicht von ungefähr. Millionen Menschen allein in Bayern hörten das Programm des BR regelmäßig, um sich zu informieren, zu bilden oder zu unterhalten. Besonders wichtig in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des nationalsozialistischen Regimes: Es galt ein staatliches und kulturelles Vakuum zu füllen. So wurde der Bayerische Rundfunk für Bayern wohl zum größten Stifter bayerischer Identität der Nachkriegszeit. Das Feature von Georg Schulz lässt die Geburtsstunde des Bayerischen Rundfunks von vor 70 Jahren noch einmal Revue passieren und beschäftigt sich mit den ideellen Grundlagen dieser größten Kulturinstitution Bayerns.
Samstag 12:05 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

big dataBig Data - oder die Vermessung des Individuums Von Gabriele Knetsch BR/WDR 2019 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Bis zum Jahr 2020 sollen in China mehr als 600 Millionen Kameras die Bürger permanent überwachen. Computersysteme, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, werten die Bilder ständig aus, analysieren das Verhalten der Menschen. Besonders beängstigend: Alle Chinesen sollen sich dem System der "sozialen Vertrauenswürdigkeit" unterwerfen. Wer sich etwas zu Schulden kommen lässt, wird in öffentlich zugänglichen Datenbanken an den Pranger gestellt. Was klingt wie eine Idee aus George Orwells "1984", ist in China inzwischen gelebte Realität. Auf drei Kontinenten geht Feature-Autorin Gabriele Knetsch der Frage nach: Wird diese Dystopie der Big-Data-Überwachung auch bei uns bald Realität?Schauplatz Silicon Valley: Wie viele persönliche Daten Facebook über seine Nutzer sammelt, wissen wir spätestens seit dem Cambridge-Analytica-Skandal. Aber das führt im Silicon Valley nicht zu einem Umdenken - im Gegenteil. Viele Gründer basteln an Big Data Anwendungen, um das nächste Facebook zu werden. Sie entwickeln Sprach-, Gesichtserkennungs- und Übersetzungssoftware - angeblich "im Dienste der Menschheit", dabei können sie auch als Spionagesoftware für Geheimdienste, als Überwachungssoftware eingesetzt werden. Schauplatz China: Neben der permanenten Überwachung baut die chinesische Führung an einem neuen Kontrollsystem der Bürger. Über ein gigantisches Social Credit System sammelt der Staat Daten von Bürgern, NGOs und Firmen. Jeder bekommt ein Punkte-Konto. Alles, was die Menschen im Alltag tun, kann so vom Staat bewertet, belohnt oder bestraft werden. Bis 2020 will China das System flächendeckend einführen, derzeit wird es in über 40 Pilotprojekten getestet. Bereits jetzt gibt es Schwarze Listen: Fast 10 Millionen Chinesen wurden vom Ticketkauf für Schnellzug oder Flugzeug vorübergehend ausgeschlossen. Schauplatz Deutschland: Europa gilt weltweit als Region mit hohen Sicherheitsstandards. Doch auch deutsche Strafbehörden greifen immer häufiger auch auf digitale Datenquellen zurück. Neue Polizeigesetze sehen erweiterte Zugriffsrechte auf private Informationen vor. Gesichtserkennung soll im öffentlichen Raum Standard werden. All diese Entwicklungen zeigen: Die Big Data Überwachungsmaschinerie beginnt langsam auch bei uns zu arbeiten.
Samstag 13:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

hackbrettDas Trapez aus dem Morgenland Das Hackbrett als Welt-Klassikinstrument Von Ulrike Zöller Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Es dient nicht dem Zerkleinern von Kalbs- oder Kohlköpfen. Das etwas brutale deutsche Wort "Hackbrett" für dieses einfühlsame Instrument ist durchaus irreführend. "Dulce Melos" - süßer Klang wurde eines der vielen trapezförmigen Instrumente im Mittelalter passender genannt. Hackbrettinstrumente sind im europäischen Raum bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt und wegen ihres silbrigen Klangs bis ins 18. Jahrhundert beliebte Kammermusikinstrumente Eigentlich aber stammt es wohl aus Persien und wird in der klassischen Musik Chinas oder Weißrusslands in ungebrochener Tradition kammermusikalisch oder orchestral eingesetzt. Dass heute in Europa, nach einer jahrhundertelangen Zeit der Vernachlässigung neben zeitgenössischen Werken Folk, Rock, Jazz, Blues oder Techno mit dem Hackbrett gespielt wird: Das trapezförmige Instrument nimmts mit Fassung und dankt für die neue Aufmerksamkeit mit Csárdás-Seele und Country-Mood, im Konzert- oder Clubstil. Oder auch ganz entspannt im Hier und Jetzt, wenn indische Ragameister ihm meditative Klänge entlocken.
Samstag 14:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

förderschuleKlassentreffen Zehn Jahre nach der Förderschule Von Urs Spindler und Arne Schulz Regie: Giuseppe Maio Produktion: NDR / Deutschlandfunk Kultur 2018 Länge: ca. 54" (Ursendung) Die Förderschule war ein sicherer Ort. Wie sieht das Leben danach aus? Als "Zivi" begleitete Autor Arne Schulz die Klasse 10b an der Regenbogenschule, einer Förderschule mit Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Wie sieht es zehn Jahre später aus? Was ist aus dem Duo Patrick und Christian geworden? Aus Carsten, der schon ein Praktikum als Lagerist gemacht hatte? Aus Daniel, der immer lachte, und aus Ömer, der Seele der Klassengemeinschaft? Von vielen Schülern fehlt jede Spur. Bis eine Nachricht von Ömer eintrifft: Einladung zum Klassentreffen. Urs Spindler, geboren 1988 in Bielefeld, leitet das Redaktionsbüro "Die Brueder" in Hamburg. Mit Arne Schulz hat er früher in einer WG gewohnt - seit 2012 schreiben sie gemeinsam Radiofeatures, u.a. "Milaims Traum - Junge Kosovaren und die Sehnsucht nach Europa" (NDR 2013) und "Maria wird reisen" (NDR/RBB 2016). Arne Schulz, 1987 in Münster geboren, arbeitet als Redakteur für Wirtschaft und Soziales für NDR Info. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg. Klassentreffen
Samstag 18:05 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

markgrafentheaterAkustische Reisen durch Bayerns Regionen Elefanten im Theater 300 Jahre Erlanger Markgrafentheater Von Tilla Schnickmann Im Januar 1719 eröffnete der Bayreuther Markgraf Georg Wilhelm das "hochfürstliche Opern- und Comedienhaus" und brachte damit neuen Glanz in die bislang eher nüchterne Hugenottenstadt Erlangen. Schon 20 Jahre nach der Eröffnung gestaltete die kunstsinnige Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth das Theater mit dem italienischen Architekten Paolo Gaspari im Rokokostil völlig neu, mit verspielten Logen, aus Holz geschnitzten Bordüren und vergoldeten Quasten. Diese Pracht und besondere Atmosphäre begeistert die Besucher bis heute. Dazwischen liegen 300 Jahre Geschichte. Das Erlanger Markgrafentheater gilt als das älteste, heute noch bespielte Barock- bzw. Rokokotheater Süddeutschlands. Der Streifzug durch die drei Jahrhunderte ist voller bunter Geschichten aus Kunst- und Stadthistorie. Wie steuerte das Theater durch die Zeiten der politischen und ästhetischen Revolutionen? Wie spielen Hightech-Industrie, Universität und Theater in der Stadt Erlangen zusammen und schließlich: Was treiben Elefanten im Schnürboden? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen. Zu Wort kommen dabei Personen, die vor und hinter dem roten Vorhang gewirkt haben. Manche können selbst Auskunft geben, andere müssen wieder zum Sprechen gebracht werden - doch das ist für ein Theater ja kein Problem. Stimme Bayerns in der Welt Die Geburtsstunde des Bayerischen Rundfunks Von Georg Karl Maximilian Schulz Es war die letzte Sendung von "Radio Mu¨nchen", dem Sender der amerikanischen Militärregierung in Bayern und gleichzeitig die Geburtsstunde des BR: Am 25. Januar 1949 ging der Radiosender feierlich in deutsche Hände über. Zum Festakt hatte sich die ganze Prominenz aus Politik und Gesellschaft im Großen Sendesaal des Münchner Funkhauses versammelt. Die Vertreter von Regierung und Rundfunk ließen die Hörer wissen, welche Aufgabe der Bayerische Rundfunk fortan vor allem haben sollte. Der immense Einfluss, den man dem Radio damals zuschrieb, kam nicht von ungefähr. Millionen Menschen allein in Bayern hörten das Programm des BR regelmäßig, um sich zu informieren, zu bilden oder zu unterhalten. Besonders wichtig in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des nationalsozialistischen Regimes: Es galt ein staatliches und kulturelles Vakuum zu füllen. So wurde der Bayerische Rundfunk für Bayern wohl zum größten Stifter bayerischer Identität der Nachkriegszeit. Das Feature von Georg Schulz lässt die Geburtsstunde des Bayerischen Rundfunks von vor 70 Jahren noch einmal Revue passieren und beschäftigt sich mit den ideellen Grundlagen dieser größten Kulturinstitution Bayerns.
Samstag 21:05 Uhr

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BR-Heimat

Zeit für Bayern

markgrafentheaterAkustische Reisen durch Bayerns Regionen Elefanten im Theater 300 Jahre Erlanger Markgrafentheater Von Tilla Schnickmann Stimme Bayerns in der Welt Die Geburtsstunde des Bayerischen Rundfunks Von Georg Karl Maximilian Schulz Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Elefanten im Theater 300 Jahre Erlanger Markgrafentheater Von Tilla Schnickmann Im Januar 1719 eröffnete der Bayreuther Markgraf Georg Wilhelm das "hochfürstliche Opern- und Comedienhaus" und brachte damit neuen Glanz in die bislang eher nüchterne Hugenottenstadt Erlangen. Schon 20 Jahre nach der Eröffnung gestaltete die kunstsinnige Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth das Theater mit dem italienischen Architekten Paolo Gaspari im Rokokostil völlig neu, mit verspielten Logen, aus Holz geschnitzten Bordüren und vergoldeten Quasten. Diese Pracht und besondere Atmosphäre begeistert die Besucher bis heute. Dazwischen liegen 300 Jahre Geschichte. Das Erlanger Markgrafentheater gilt als das älteste, heute noch bespielte Barock- bzw. Rokokotheater Süddeutschlands. Der Streifzug durch die drei Jahrhunderte ist voller bunter Geschichten aus Kunst- und Stadthistorie. Wie steuerte das Theater durch die Zeiten der politischen und ästhetischen Revolutionen? Wie spielen Hightech-Industrie, Universität und Theater in der Stadt Erlangen zusammen und schließlich: Was treiben Elefanten im Schnürboden? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen. Zu Wort kommen dabei Personen, die vor und hinter dem roten Vorhang gewirkt haben. Manche können selbst Auskunft geben, andere müssen wieder zum Sprechen gebracht werden - doch das ist für ein Theater ja kein Problem. Stimme Bayerns in der Welt Die Geburtsstunde des Bayerischen Rundfunks Von Georg Karl Maximilian Schulz Es war die letzte Sendung von "Radio Mu¨nchen", dem Sender der amerikanischen Militärregierung in Bayern und gleichzeitig die Geburtsstunde des BR: Am 25. Januar 1949 ging der Radiosender feierlich in deutsche Hände über. Zum Festakt hatte sich die ganze Prominenz aus Politik und Gesellschaft im Großen Sendesaal des Münchner Funkhauses versammelt. Die Vertreter von Regierung und Rundfunk ließen die Hörer wissen, welche Aufgabe der Bayerische Rundfunk fortan vor allem haben sollte. Der immense Einfluss, den man dem Radio damals zuschrieb, kam nicht von ungefähr. Millionen Menschen allein in Bayern hörten das Programm des BR regelmäßig, um sich zu informieren, zu bilden oder zu unterhalten. Besonders wichtig in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des nationalsozialistischen Regimes: Es galt ein staatliches und kulturelles Vakuum zu füllen. So wurde der Bayerische Rundfunk für Bayern wohl zum größten Stifter bayerischer Identität der Nachkriegszeit. Das Feature von Georg Schulz lässt die Geburtsstunde des Bayerischen Rundfunks von vor 70 Jahren noch einmal Revue passieren und beschäftigt sich mit den ideellen Grundlagen dieser größten Kulturinstitution Bayerns.
Samstag 21:05 Uhr

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