88vier

Ohrfunk-Hörzeit

Hörspiele, Features und Literatur für Große und Kleine Ohren - Redaktion: Bianca und Jens Bertrams
Samstag 09:00 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

uta eisenhardtChristin und ihre Mörder Folge 2: Christin und Robin in Not Doku-Serie in acht Folgen von Martina Reuter und Uta Eisenhardt Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: rbb 2018 - Ursendung -
Samstag 09:04 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Salvator MundiErlöser des Kunstmarktes Wie "Salvator Mundi" zum teuersten Kunstwerk der Welt wurde Von Christian Lerch Aufnahme ORF/BR 2018 Wiederholung: So 15.04 Uhr Rekord: Im November 2017 wird ein verschollen geglaubter Leonardo da Vinci für 450 Millionen Dollar verkauft. "Salvator Mundi" ist damit nicht nur das teuerste Gemälde der Welt, sondern auch Symbol eines entfesselten Kunstmarktes. Bei einer Londoner Auktion 1958 wird das Bild "Salvator Mundi" für 45 britische Pfund von einem anonymen Privatier gekauft. "Retter der Welt" verschwindet danach für über 40 Jahre von der Bildfläche. Damals wie heute ist kaum ein unabhängiger Experte der Meinung, dass Leonardo Da Vinci persönlich Pinsel an das Gemälde gelegt hat. Angenommen wird, dass das Gemälde in des Meisters Werkstatt zwar entstanden, das Bild im heutigen Zustand jedoch bloßes Resultat der unzähligen Restaurationsarbeiten sei. Im November 2017 wird "Salvator Mundi" bei einer Auktion der Öffentlichkeit präsentiert. Es erzielt einen Auktionspreis von 450 Millionen Dollar und wird damit zum bislang teuersten Gemälde der Welt. Heute lagert das Bild in den alarmgesicherten Räumlichkeiten eines Zollfreilagers in Genf. Für die einen ein nützlicher Ort, um Kunstwerke als Investment zu "parken", für andere ist das Zollfreilager ein gemauertes Symbol für das Verschwinden der Kunst, die nur noch als Ware gesehen wird.
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

afdDunkelkammern der Demokratie Populistische Stimmungsmacher und ihre Schattenspender Von Peter Kreysler DLF 2018 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Schattenspender haben den AfD-Wahlkampf mit geschätzt 13 Millionen Euro unterstützt, ohne dass dieses Geld in den Büchern der Partei auftaucht. Auch in England kamen erhebliche Mittel für die Brexit-Kampagne aus nebulösen Quellen. Das Feature geht den dubiosen Geldern nach und fragt: Gefährden Schattenspender unsere Demokratie? Überall in Europa profitieren populistische Parteien von Schattenspendern. Mit großen Summen unbekannter Herkunft werden manipulative Wahlkämpfe geführt. Die Wahlkommissionen agieren hilflos, die Spender bleiben anonym. Um ihre Macht zu stärken, nutzen populistische Parteien die lockeren Parteiengesetze aggressiv aus. Anonyme Großspender pumpen zweistellige Millionenbeträge in Wahlkämpfe. Für die Brexit-Kampagne in Großbritannien zahlte der Geschäftsmann Arron Banks 12 Million Pfund - angeblich aus seinem Privatvermögen, obwohl es seine finanziellen Mittel bei weitem überstieg. Wer waren seine Hintermänner? In Deutschland nutzte die AfD wohl einen Trick, um über einen Verein Gleichgesinnter die Wahlkampfkasse prall zu füllen. Die tatsächliche Quelle der beiden Millionenspenden blieb bisher unbekannt. Die Wahlkommissionen in England wie in Deutschland konnten die wahren Spender nicht ermitteln. Mit den Geldern wurden polarisierende, emotionalisierende Wahlkämpfe geführt. Populisten verbreiteten Halbwahrheiten oder glatte Fehlinformationen. Firmen wie Cambridge Analytica konnten dank umfangreicher illegal erworbener Daten Bürger punktgenau kontaktieren und manipulieren. Inzwischen dämmert der Politik, welche Gefahr in dieser Entwicklung steckt, wie die Fundamente der Demokratie zerbröseln. Veraltete Regulierungen und Gesetze greifen nicht mehr. Nicht nur Bürger fordern deshalb kompromisslose Transparenz: Wenn die Helfer der Populisten weiter im Dunkeln agieren können, wird das den Diskurs in unserer politischen Kultur grundlegend verändern.
Samstag 13:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

linken HandSeitenwechsel Musizieren mit der linken Hand Von Bettina Mittelstraß Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Ein Linkshänder spielt eine für Rechtshänder gebaute Geige nicht mit links. Weder kann er das Instrument einfach auf die andere Schulter nehmen und den Bogen mit der linken Hand führen, noch spielt er das Instrument von Anfang an problemlos mit der rechten. "Beim Lernen eines Instrumentes muss sich ein Linkshänder für die Bewegungsabfolge viel mehr Zeit nehmen - er muss "übersetzen", sagt die Flötistin Caroline Renner, die zahlreiche Linkshänder unterrichtet. Obwohl Querflöten inzwischen auch für Linkshänder gebaut werden - im Orchester kann man ein Instrument nicht einfach in die andere Richtung halten. Platzmangel, Klang und Tradition gebieten streng einheitliche Bewegungsabläufe. Ohne von Beginn an "umzulernen" haben Linkshänder, die Orchestermusiker werden möchten, keine Chance. Im Instrumentenbau und beim Instrumentalunterricht aber ist ein Seitenwechsel möglich. - Die leise Revolution von links.
Samstag 14:05 Uhr

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Bremen Zwei

Feature

meinhard starkZwischen Protest und Pessimismus Jugend in den 80er Jahren von Meinhard Stark Die Shell-Jugendstudie von 1985 beschreibt die Jugendlichen der 80er-Jahre als "tolerante und liberal gestimmte Demokraten". Mädchen und junge Frauen haben sich emanzipiert, besuchen öfter als ihre männlichen Altersgefährten Gymnasien und Universitäten und gehen ebenso früh wie sie sexuelle Kontakte ein. Die Jugend insgesamt differenziert sich noch ausgeprägter als in den vorangegangenen Jahrzehnten. Eine bis dahin unbekannte Szene-Kultur beginnt sich zu etablieren. Hippies verschwinden fast völlig, Punks gewinnen in großen Städten die visuelle Oberhand, aus Rockern werden Heavy-Metal-Fans, daneben gibt es Gothic-Anhänger, Skinheads und, und, und; Milieus, die sich in Anfängen auch in der DDR zeigen. Charakteristisch für das Jahrzehnt: der Protest vor allem junger Leute gegen die Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Ost und West, gegen den Bau von Atomkraftwerken oder Wiederaufbereitungsanlagen sowie gegen das Waldsterben. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt. Pessimismus greift um sich. In der DDR äußert sich die zunehmende Politisierung der Jugend vor allem in der kirchlichen Arbeit, der alternativen Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen" oder in Blues-Messen. Daneben existieren: Opportunismus, Rückzug in private Nischen oder völlige Verweigerung. Gorbatschow weckt ab 1985 neue Hoffnungen, die sich vier Jahre später in der "Friedlichen Revolution" in der DDR erfüllen. RBB/DLF/RB 2010
Samstag 18:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

bibliothekenEine Bibliotheksreise: Von Adelsheim bis Zossen Von Manuela Reichart Regie: die Autorin Mit: Manuela Reichart und Harald Schrott Ton: Jonas Bergler Produktion: WDR 2017 Länge: 54"13 Bibliotheken sind wichtig wie noch nie. Wo sonst können ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen friedlich und ohne Konsumzwang koexistieren? Es wird weniger gelesen, digitale Medien lösen Bücher oft ab. Eine Reise quer durch die Republik zeigt: Die Bibliotheken haben sich geändert, heute steht der Kaffeeautomat neben dem Ohrstöpselautomaten, Mitspielkrimis für Jugendliche und kostenfreies WLAN werden angeboten. Und nie waren Bibliothekare so wichtig, denn im Wohnzimmer Deutschlands treffen sich in friedlicher Koexistenz junge Kopftuchträgerinnen und ältere Zeitungsleser, Flüchtlinge, die mühsam erste deutsche Wörter buchstabieren und Abiturienten, die für die Abschlussklausur büffeln. Manuela Reichart, Feature-Autorin, Literaturkritikerin, Herausgeberin. Lebt in Berlin. Zuletzt u.a.: "Ich habe sie geheiratet, weil sie mich gefragt hat - Eine Dichterehe: Sylvia Plath und Ted Hughes" (WDR 2015) und "Es gibt noch Leute, die gern Goethe lesen" (DKultur 2015). Eine Bibliotheksreise: Von Adelsheim bis Zossen
Samstag 18:05 Uhr

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