NDR Info

Das Feature

ReykjavikHulda und die Hafenarbeiter Reykjaviks Hafen im Wandel, Gentrifizierung auf Isländisch Von Wiebke Keuneke DLF 2016 Auf einer Fläche so groß wie ganz Ostdeutschland leben in Island weniger Menschen als in Berlin-Mitte. Gerade einmal 330.000. Die Finanzkrise stürzte das Land in die Pleite. Doch Island erfand sich neu, setzte auf Tourismus und gilt derzeit als so hip wie nie zuvor. Nirgends lässt sich dieser Wandel besser erzählen als im Hafen von Reykjavik; seit jeher bietet er Schutz und steht zugleich für Aufbruch. Hier hieven bis heute Männer im Akkord Fischkisten aus eisigen Schiffsbäuchen. Väter vererben die begehrten Jobs an ihre Söhne - das alte Island. Gleich nebenan das neue: Wo gerade noch Fischmehl gelagert wurde, sind jetzt viele junge Start-ups beheimatet. Download unter www.ndr.de/radiokunst
Sonntag 11:05 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

Klub der Widerständler Wie aus Polen 1968 Juden wurden Von Markus Dichmann und David Kowalski Aufnahme des WDR 2018 Wiederholung: 20.08. 20.04 Uhr Die Warschauer Altstadt Anfang der 1960er Jahre. Hier trifft sich eine Gruppe Teenager mit nichts als Widerspruch im Kopf jeden Donnerstag. Sie wollen diskutieren, stellen den Staat, die Politik und ihre Eltern in Frage. Doch genau das wird ihnen zum Verhängnis. Die Gruppe Teenager gibt sich den Namen "Klub der Widerständler." Ihnen gemein ist, dass sie aus einflussreichen und intellektuellen Familien stammen. Viele ihrer Eltern sind überzeugte und politisch aktive Kommunisten. Noch deutet nichts darauf hin, dass einige von ihnen zu den großen Figuren der polnischen Opposition gehören werden. Doch es gibt noch eine zweite Gemeinsamkeit. Die meisten haben jüdische Wurzeln, auch wenn sie Brauchtum und Religion schon lange hinter sich gelassen haben und eher an den Sozialismus als an Gott glauben. Als das Regime im Laufe der 1960er Jahre alle kritischen und oppositionellen Bewegungen ersticken will, wird ihnen dieses Vermächtnis zum Verhängnis. Als Juden, und nicht länger als Polen, werden sie aus dem Land vertrieben.
Sonntag 11:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature am Sonntag

Mujeres LibresAnarchistinnen Von Rilo Chmielorz (Produktion DLF/SWR) Julia war in den 90er-Jahren Punk. Sie hat sich linken Gruppierungen angeschlossen, dann studiert und die prekäre Akademikerarbeitswelt kennengelernt. Heute ist sie organisierte Anarcho-Syndikalistin in der FAU, der Freie Arbeiter*innen Union, im Berliner Wedding. Auch Nathalie war Punkerin. Sie ist in Valencia Mitglied in der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft CGT und aktiv bei den "Mujeres Libres", den "Freien Frauen", die es schon 1936 gab. Eine der führenden Anarcho-Syndikalistinnen jener Zeit war Federica Montseny. In der republikanischen Regierung wurde sie Ministerin. Damals zählte die anarchistische Gewerkschaftsbewegung in Spanien zwei Millionen Mitglieder. Anarchismus gleich Chaos und Randale? Julia versteht sich genauso wenig wie Nathalie als Verfechterin von Zerstörung und Regellosigkeit. Sie wollen nichts weniger als eine bessere Welt.
Sonntag 14:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Alfred HrdlickaDer Fall Flora S. Reportage einer mörderischen Abhängigkeit Von Susanne Ayoub Aufnahme des ORF 2001 Der "Liebestod" nicht als Bühnenmotiv, sondern als leidenschaftliche Sehnsucht in der Wirklichkeit. Die Österreicherin Flora S. beging 1999 im Alter von 37 Jahren Selbstmord aus Liebe zu dem Künstler Alfred Hrdlicka. Seit ihrem 12. Lebensjahr träumte Flora S. vom Liebestod. Damals wusste sie allerdings noch nicht, mit wem sie ihn vollziehen sollte. Das änderte sich, als sie, nach Jahren besessener Schwärmerei für Alfred Hrdlicka, dessen Geliebte wurde. Ihre Leidenschaft für den 33 Jahre älteren Künstler entwickelte sich zu mörderischer Hörigkeit. 24 Stunden am Tag war sie für ihn da, wenn es ihn danach verlangte. Sie gab ihre Schauspielkarriere auf und lebte nur mehr für ihn, seine ergebene Sklavin, maßlos in ihrer gewalttätigen Eifersucht. Flora S. war eine Frau mit vielen Talenten, mit Witz, Charme und Intelligenz. Eine außergewöhnliche Persönlichkeit und eine vielseitige Künstlerin. Am 26. Jänner 1999 nahm sie sich das Leben. Ihr Wunsch gemeinsam mit Alfred Hrdlicka zu sterben, erfüllte sich nicht. Flora S. war 37 Jahre alt.
Sonntag 15:04 Uhr

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HR2

Feature

hans sarkowiczTeil 6 - "We fight back" Deutschsprachige Kurzwellensender in den USA | Hans Sarkowicz In den USA, wo während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche deutsche Emigranten lebten, gab es mehrere kommerzielle Sender, die deutschsprachige Programm ausstrahlten. Zum einen hatten sie die Deutsch-Amerikaner im Blick, zum anderen hofften sie über die starke Kurzwelle auch Hörer in Deutschland zu erreichen.
Sonntag 18:04 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

kenneth rexroth"Erfahrung und was daraus folgt. Der amerikanische Dichter Kenneth Rexroth". Feature von Martina Groß. Prod. DLR Kultur 2010 Er gilt als der "Vater der Beatgeneration", auch wenn er diese Einordnung nicht mochte. Alle kamen sie zu den legendären Freitags-Soireen in den 50er-Jahren. Als Anarchist und Bohemien schlug er eine Brücke zur Arbeiterbewegung und zum frühen Jazz Chicagos. Als Buddhist und Übersetzer japanischer und chinesischer Dichtung brachte er die asiatische Ideenwelt den Amerikanern näher. Spirituelle Erfahrung und Religion waren für ihn nichts, an das man glaubt, sondern etwas Praktiziertes. Auch wenn Kenneth Rexroth heute ein fast vergessener Dichter ist: Er stand am Anfang der vielen Formen asiatischer Spiritualität, die die Autorin noch heute auf ihrer Reise entlang der Westküste der USA gefunden hat.
Sonntag 20:15 Uhr

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