SRF 2 Kultur

Kontext

heinrich böll«Man muss zu weit gehen» Hundert Jahre Heinrich Böll: Kein moderner Klassiker liegt unter so vielen Klischees begraben wie der deutsche Literaturnobelpreisträger. Dabei ist gerade dieser Autor, der sich ohne falsche Rücksichtnahmen einmischte, nach wie vor aktuell. Zur Freiheit des Schriftstellers gehöre, dass er zu weit gehe, schrieb Heinrich Böll: «um herauszufinden, wie weit er gehen kann.» Nach dieser Maxime hat Böll geschrieben und seine Leser gespalten: Man verklärt ihn zum «Gewissen der Nation» und kritisierte andererseits den Moralapostel Böll. Umstritten ist auch seine Sprache: Manchen riecht sie zu sehr nach Suppenküche oder billigem Tabak. Ist der deutsche Schulbuchklassiker also schlecht gealtert? Oder hat er uns weiterhin etwas zu sagen? Kontext sucht eine Stunde lang nach Antworten und klar wird dabei: Es lohnt sich auf jeden Fall, Heinrich Böll neu zu lesen. Erstmals ist zum 100. Geburtstag sein Kriegstagebuch 1943-1945 erschienen und darüber hinaus von Ralf Schnell eine prägnant geschriebene Studie über «Heinrich Böll und die Deutschen», die den Schriftsteller von bequemen Schablonen befreit. Neu gelesen werden ausserdem zwei seiner bekanntesten Romane: «Ansichten eines Clowns» (1963) und «Gruppenbild mit Dame» (1971).
Mittwoch 18:03 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

Tee bei Dr BorsigHeinrich Böll 100 Zum Tee bei Dr. Borsig Von Heinrich Böll Söntgen: Werner Pledath Dr. Borsig: Heinz Hinze Frau Borsig: Ursula Braun Franziska: Gisela Rimpler Robert: Christoph Engel Sekretärin: Johanna Völkel Diener: Günther Ballier Regie: Wolfgang Brunecker Aufnahme des Rundfunks der DDR 1961 Zum 100. Geburtstag des Kölner Nobelpreisträgers: Ein Hörspiel über den Gewissenskonflikt von Kunst und Käuflichkeit. Robert will eigentlich Dichter sein, soll aber Pharmawerbung machen.
Mittwoch 19:04 Uhr

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NDR kultur

Hörspiel

Hans UnsternDIVEN [premix] Von Hans Unstern Komposition: Hans Unstern und Simon Bauer Regie: Hans Unstern Mit Sarah Diehl, Lina Krüger, Clifford Wells, Jesseline Preach, Tucké Royale, Uzrukki Schmidt, Black Cracker, Rike Schuberty und Hans Unstern NDR 2017, Ursendung Hans Unstern erforscht mit dem Hörspieldebut DIVEN [premix], was konzeptuelle Vorstufe zum dritten Popalbum ist, Verständnisse von Genderidentitäten und deren Dehnbarkeit.
Mittwoch 20:00 Uhr

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SRF 2 Kultur

Musik unserer Zeit

Max RichterMax Richter: Architekt von Klanglandschaften Musik zum Träumen, Floaten, Driften. Melancholische Musik, in der man sich ohne weiteres verlieren kann. Viele Werke von Max Richter sind scheinbar uferlose Klangwelten - ideal für Entdeckungsreisen. Der britische Komponist hält seine Werke bewusst schlicht, denn er wünscht sich, dass beim Hören und Erleben seiner Musik genügend Raum bleibt für die Assoziationen des Publikums. Über die vielfältigen Wurzeln seines Musikschaffens, seine Inspirationen aus klassischer, Punk-, elektronischer Musik und Minimal Music und über den Einfluss seines Lehrers Luciano Berio spricht er im Portrait. Und natürlich erzählt er auch Details zu seinem Erfolgsstück «Recomposed», seiner Neukomposition von Antonio Vivaldis «Vier Jahreszeiten».
Mittwoch 20:00 Uhr

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Bayern 2

radioKrimi

Anke BeckertNelly, oder Alles hat seinen Preis Von Anke Beckert Mit Christine Ostermayer, Hansjörg Felmy, Eva Vaitl, Claudia Wedekind und anderen Komposition: Charly Niessen Regie: Heinz-Günter Stamm BR 1973 Nelly ist 40 und wohnt noch bei ihrer herrischen, kränkelnden Mutter. Eines Tages taucht Nelly bei der Bank auf und hat eine Kontovollmacht ihrer Mutter dabei, die laut Nelly im Sanatorium ist. Gleichzeitig zieht ein neuer Nachbar ein, der sich für Nelly interessiert, nicht ohne Hintergedanken, wie sich schnell herausstellt. Doch auch Nelly ist nicht so unbedarft, wie der erste Eindruck vermittelt. Irgendwann ist gar nicht mehr so klar, wer hier wen hinters Licht zu führen versucht. Anke Beckert, geb. 1940, Autorin. Zahlreiche Hörspielbearbeitungen und -inszenierungen u.a. "Der Pavillon in Saint Cloud" (BR 1971), "Das Telefonspiel" (BR 1981), "Auf dem Schulweg" (BR 1984).
Mittwoch 20:03 Uhr

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HR2

Hörspiel

TraumprotokolleTraumprotokolle von Theodor W. Adorno "Unsere Träume sind nicht nur als "unsere" untereinander verbunden, sondern bilden auch ein Kontinuum, gehören einer einheitlichen Welt an, so etwa wie alle Erzählungen von Kafka in "Demselben" spielen". [Theodor W. Adorno]
Mittwoch 21:00 Uhr

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MDR KULTUR

Magda und der Maulkorb

Alternative Fakten in Polen Von Johanna Rubinroth und Tanja Krüger (Ursendung) Seit das umstrittene Mediengesetz in Polen verabschiedet wurde und die Führungsköpfe der staatlichen Medien durch regierungstreue Nachfolger ersetzt wurden, wird Magda, seit 20 Jahren Nachrichtensprecherin, zunehmend fassungsloser: Die Berichterstattung steht unter Zensur. Infos fehlen oder werden verändert.
Mittwoch 22:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

libanonHaltet durch, ich hol Euch nach! Wie ein syrischer Flüchtling seine Familie nach Deutschland lotst Von Nadja Odeh Als der Syrer Mohamed K. sich am 17. Juli 2015 von seiner Familie verabschiedet, harren sie schon seit einem Jahr als Flüchtlinge im Libanon. Ziel des Vaters ist Deutschland. "Drei, höchstens sechs Monate, dann hol ich Euch nach", verspricht er seiner Frau und den vier Kindern. Doch es dauert fast zwei Jahre bis er sie alle wieder in die Arme schließen kann. Die einzige Verbindung sind während dieser Zeit ihre Smartphones. Von seiner Baden-Badener Flüchtlingsunterkunft aus organisiert Mohamed die Flucht seiner Familie in die Türkei, verhandelt mit Schleppern und syrischen Regierungsbeamten und lotst Frau und Kinder durch die Bürokratie bis zu ihrer Anhörung in der deutschen Botschaft in Ankara. Es sind unzählige Textnachrichten und Voice-Chats, die täglich hin und her gehen. Sie erzählen von einem Überlebenskampf in der Fremde, von Frust und Verzweiflung, Liebe und Hoffnung und ganz alltäglichen Dingen. Vor allem aber erzählen sie von der Sehnsucht einer Familie, die der Krieg auseinandergerissen hat.
Mittwoch 22:33 Uhr

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Bayern 2

Nachtmix

Weird Al JancovicMit Helen Malich Unweihnachtliche Weihnachtssongs Musik von Weird Al Jancovic, Kate Nash und Sia Noch vier mal schlafen, dann steht das Christkind vor der Tür. Oder: der Weihnachtsmann. Oder: die bucklige Verwandtschaft - mit dem Braten, den Vorwürfen, dem passiv-aggressivem Verhalten, dem Geschenkezwang, der gespielten Freundlichkeit. Wie schön, dass es den Pop gibt und Musiker, die uns herrlich unweihnachtliche Weihnachtssongs für die Feiertage präsentieren. Wie Kate Nash, die sich auf der Weihnachtsfeier komplett daneben benimmt, Weird Al Jankovic, der dieses eine Weihnachtsfest besingt, bei dem Santa Claus durchdreht, seine Elfen massakriert und aus den Rentieren Wurst macht. Oder Sia, die ihr Weihnachtsalbum im Mai geschrieben hat und Sufjan Stevens der sagt: That was the worst Christmas ever! Hoho ho!
Mittwoch 23:05 Uhr

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