Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

tugsal mogulAuch Deutsche unter den Opfern Hörspiel von Tugsal Mogul Bearbeitung und Regie: Ralf Haarmann Mit: Marina Frenk, Carb Carl Beike, Christian Löber, Ernst August Schepmann, Thomas Anzenhofer, Carolin M. Wirth, An Kuohn, Tugsal Mogul, Georg Bühren Komposition: Ralf Haarmann Ton: Alexander Buske Produktion: WDR 2017 Länge: 52"26 Der NSU-Prozess: Rechtsanwälte, Richter, Journalisten, Prozessbeobachter berichten. Für dieses Hörspiel hat der Autor den NSU-Strafprozess in München besucht und mit Rechtsanwälten, Journalisten und Prozessbeobachtern gesprochen. Sein Material, von vielen Stimmen getragen, kündet nicht nur von fatalen Ermittlungsfehlern, sondern auch von dem Eindruck, dass die rechtsextreme Szene in Deutschland weitaus größer ist, als der zähe NSU-Prozess vermittelt hat. Tugsal Mogul, 1969 geboren, Schauspieler, Theatermacher, Anästhesist und Notarzt. Er studierte neun Jahre parallel Medizin sowie Schauspiel. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit in einem Lehrkrankenhaus in Münster spielte Mogul in diversen Filmen und Theaterstücken mit und arbeitet mittlerweile hauptsächlich als Autor und Regisseur. Sein Debüt "Halbstarke Halbgötter", in dem Ärzte zu Wort kommen, wurde 2011 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. In "Somnia" stehen Patienten auf einer Intensivstation im Mittelpunkt. 2013 schrieb er das Buch "Intensiv erleben - Menschen in klinischen Grenzsituationen", zusammen mit dem Medizinethiker Alfred Simon. Sein Stück "Die Deutsche Ayse" war 2013 zum Festival "Made in Germany" in Stuttgart eingeladen sowie 2014 zum NRW-Theatertreffen, wo es den Publikumspreis und den Preis der Jugendjury gewann. Auch Deutsche unter den Opfern
Montag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

DDR-DopingopferVergiftet und verraten Der lange Leidensweg der DDR-Dopingopfer Von Caroline Kuban Sie träumten von Glück, Erfolg und Medaillen. Tausende Sportler wurden in der DDR unwissentlich gedopt. An den Folgen leiden sie bis heute. Sie erkranken häufiger, verarmen öfter und leben kürzer. Etwa 15.000 minderjährige Athleten wurden in großem Umfang ohne Aufklärung und Einverständniserklärung der Eltern in das organisierte Doping mit einbezogen. Mindestens 400 Ärzte, Trainer und Funktionäre waren direkt beteiligt. Körperliche, psychische und soziale Schäden bei den ehemaligen jugendlichen Athleten sind die Folgen dieses sogenannten Staatsdopings, des streng geheimen ,Staatsplans 14.25". Und nicht nur das: Nach jüngsten Erkenntnissen setzen sich die Gesundheitsschäden fort bis in die zweite Generation. Auch die Kinder der Dopingopfer leiden unter den Langzeit-Auswirkungen der verabreichten Medikamente.
Sonntag 18:05 Uhr

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Ö1

Moment am Sonntag

autolosWie man es schafft, gutgelaunt ein autoloser Mensch zu sein In der Stadt mag es eine Freude sein und gar keine Kunst. Auf dem Land ist es meist schwierig - vor allem für alte und alleinstehende Menschen. Wer weder radeln noch zu einer Bushaltestelle gehen kann, braucht nette Nachbarn, eine große Tiefkühltruhe und vielleicht doch einen rührigen Bürgermeister. Eine Erkundung des autolosen Charakters, der Ideen und Initiativen, sich anders fortzubewegen, und des Punktes, an dem man - fast - die gute Laune verliert. Gestaltung: Andrea Hauer
Sonntag 18:15 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

KinderkreuzzugSchlachthof 5 oder der Kinderkreuzzug. Ein Pflichttanz mit dem Tod(2/2) Nach dem gleichnamigen Roman von Kurt Vonnegut Aus dem Amerikanischen von Gregor Hens Teil 2: Aschenputtel Mit: Bernhard Schütz, Kilian Land, Jonathan Berlin, Johann von Bülow, Inga Busch, Gisa Flake, Robert Gallinowski, Christoper Heisler, Nico Holonics u. v. a. Musik: Peter Harrsch Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann (Produktion: SWR 2018 - Ursendung) "Schlachthof 5" ist eine Collage aus Fragmenten, die zu verschiedenen Zeitebenen und Handlungssträngen gehören, gemäß der Annahme des Erzählers, der Mensch sei nicht in der Lage, das Leben zu überblicken und aus der Geschichte zu lernen. Erzählt wird die Geschichte des kleinen Mannes aus den USA. Er heißt Billy Pilgrim und durchläuft die Schrecken des Krieges wie die Trivialitäten und Brutalitäten der Gegenwart als ein rührend reiner Tor. Simplizianisch stolpert er während der Ardennen-Offensive in deutsche Gefangenschaft, übersteht die Bombardierung Dresdens im Februar 1945, heiratet nach dem Krieg die hässliche Tochter eines reichen Brillenfabrikanten, überlebt einen Flugzeugabsturz, wird von einer Fliegenden Untertasse auf den Planeten Tralfamadore entführt und dort zu Demonstrationszwecken mit einer ebenfalls von der Erde entwendeten Hollywood-Diva gepaart. Von den kleinen grünen Tralfamadorianern lernt Billy nicht nur, in der Zeit zu "reisen", sondern er übernimmt außerdem jenen Stoizismus gegenüber Zeit und Tod, der ihn die Schrecken dieser Welt und sogar sein eigenes vorausgewusstes Ende im Jahre 1976 klaglos hinnehmen lässt.
Sonntag 18:20 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

Climate Fiction Von Jane Tversted und Martin Zähringer Aufnahme WDR/DLF Hurrikan Katrina hat 2005 die Golfküste im Südosten der USA stark verwüstet, 2012 kam Sandy bis nach New York, 2017 zog Irma zerstörerisch über Florida. Solche Tra-gödien sind Stoff der Literatur und haben sogar ein eigenes Genre begründet: CliFi
Sonntag 19:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

flirt-appWir müssen reden Oder: Wie man sich in ein Programm verliebt Von Patrick Batarilo Regie: Nicole Paulsen Produktion: SWR 2017 Wenn schöne junge Osteuropäerinnen im Internet sehnsüchtige Kontaktanfragen an alleinstehende Deutsche schicken, dann stecken dahinter oft nur Algorithmen. Programme, die so clever kommunizieren, dass wir das Gefühl haben, mit Menschen zu sprechen. Tatsächlich sind die Algorithmen inzwischen so gut, dass die Unterschiede zwischen Menschen und Maschinen in vielen Bereichen verwischen. Von persönlichen Assistenten wie Siri über die Flirt-App bis zum Therapeuten-Chatbot: Neue technische Möglichkeiten stoßen auf alte menschliche Sehnsüchte. Das Ergebnis: Es herrscht Verwirrung in der virtuellen Welt. Warum springen unsere Gefühle auch auf Programme an? Und ist es wirklich die Schuld der Maschinen, wenn wir so leichtgläubig sind? Wir müssen reden
Sonntag 20:05 Uhr

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Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

herbert achternbuschHerbert Achternbusch zum 80. Geburtstag Mein Achternbusch Oder: Von den blauen Bergen kommen wir ... Von Thomas Kernert Die Zahl der bayerischen Kreuz- und Querdenker ist so stattlich wie ihre Variabilität: Es gibt laute und leise, listige und naive, lachende und wütende, grobe und subtile. Zu welchem Typus Herbert Achternbusch zählt, ist bis dato umstritten. Seine Fans verehrten ihn wie einen Säulenheiligen, schätzten die wilde, assoziative Kreativität eines niederbayerischen Originalgenies, welche man angeblich "nicht verstehen, sondern nur erfühlen" konnte. Seine Gegner hielten ihn für einen Deppen, der Weisheit nicht von Weißbier zu unterscheiden vermochte und weder als Filmregisseur, noch als Schriftsteller oder Maler mehr als eine unfreiwillige Lachnummer abgab. Die Wahrheit, dieses Luder, liegt wohl wie immer irgendwo dazwischen. Richtig ist: Achternbusch konnte und kann unendlich eitel und furchtbar langweilig sein. Der Autor dieser Zeilen erinnert sich an seine erste Begegnung mit den "Atlantikschwimmern". Der Film war so unglaublich öde, dass er nur mit ein paar Weißbieren zu ertragen war. Und siehe da: Plötzlich wechselte er sein Gesicht, wurde schrecklich menschlich, fast tragisch und unheimlich komisch. Und schon war der Film Kult und aus Weißbier Weisheit geworden. Selbstverständlich wollen wir an dieser Stelle nicht behaupten, daß Achternbusch erst ab 1,5 Promille zu ertragen sei, sondern lediglich: Achternbusch ist kein Hollywoodstar, kein Wetten-dass-Moderator, kein Plug-and-play-Produkt. Achternbusch ist Achternbusch, von dem niemand weiß, wer er wirklich ist. Auch der Autor dieser Sendung nicht. Ist aber auch egal. Wer ihn mag, mag ihn, wer ihn nicht mag, sollte sich vielleicht diese Sendung anhören ... Eine Wiederholung aus dem Jahr 2006 zum 80. Geburtstag von Herbert Achternbusch am 23.November 2018.
Sonntag 20:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

T C BoyleEin Hippie im Herrschaftshaus. Besuch beim Schriftsteller T. C. Boyle. Von Klaus Lintschinger T. C. Boyle ist ein Autor, der mit wenigen Worten eindringliche Bilder schaffen kann. Seine verschrobenen Helden sind oft Außenseiter, die sich mit dem normierten Alltag nicht abfinden wollen, oft geht es um den Einbruch des Unerwarteten in den Alltag seiner Figuren und immer wieder hat er mit einer Neigung zum skurrilen Humor den Gegensatz zwischen Natur und Zivilisation zum Thema gemacht. Bereits sein erster Roman "Wassermusik" wurde 1983 in den USA zum Bestseller; es folgten bis heute 14 weitere sowie zehn Bände mit Kurzgeschichten, zuletzt der Erzählband "Good Home". Am 2. Dezember wird Boyle 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass wiederholen die "Tonspuren" ein Feature aus dem Jahr 1999: Ein Besuch in seinem Haus im kalifornischen Santa Barbara. Zu diesem Zeitpunkt ist gerade "Riven Rock" erschienen, ein Buch über Stanley McCormick, einem gewalttätigen Psychopathen aus gutem Haus, der nach dem Ausbruch von Schizophrenie zum Gefangenen auf dem Herrschaftssitz seiner Familie in Kalifornien wird. Nur wenige Minuten vom Ort der Handlung entfernt lebt T. C. Boyle selbst in einem Herrschaftshaus und erzählt aus seinem eigenen amerikanischen Traum heraus Geschichten über den der anderen.
Sonntag 20:15 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

dexter gordonmit Andreas Felber. Dexter Gordons Comeback und der Beginn der Bebop-Renaissance Als Dexter Gordon im Herbst 1976 nach 14 Jahren in Europa in die USA zurück kehrt, wird sein Gastspiel im New Yorker Traditionsclub Village Vanguard überraschend zur Sensation: In einer Zeit, als Rock-Jazz und Free Jazz die Szene dominieren, stehen die Leute Schlange, um den 53-jährigen Tenorsaxofonisten aus der Gründerzeit des Bebop zu hören, der einst sowohl Sonny Rollins als auch John Coltrane inspiriert hat. Doch nicht nur junge Jazzfans, auch die Jazzelite selbst, in Gestalt von Charles Mingus, Cecil Taylor, Yusef Lateef, Julius Hemphill u.v.a., macht Dexter Gordon ihre Aufwartung. Dieser agiert - unterstützt von Woody Shaw (Trompete), Ronny Matthews (Klavier), Stafford James (Bass) und Louis Hayes (Schlagzeug) - in Bestform und brilliert mit ideenreichen, weit geschwungenen Melodiebögen und virilem, kraftvollem Ton. Das 1977 erscheinende Doppelalbum "Homecoming - Live At The Village Vanguard" markiert nicht nur Dexter Gordons Comeback, sondern - so meinen manche Chronisten - auch den Beginn der Bebop-Renaissance im Jazz, die wenige Jahre später in Wynton Marsalis eine junge Galionsfigur finden sollte.
Sonntag 21:00 Uhr

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NDR Info

Das Hörspiel

Günther RückerPorträt einer dicken Frau Von Günther Rücker Komposition: Wolfgang Bayer Regie: Günther Rücker Mit Christa Lehmann, Gerd Ehlers, Hans Oldenbürger, Bärbel Bolle, Kurt Böwe, Gudrun Ritter, Hans-Joachim Hanisch, Horst Weinheimer Rundfunk der DDR 1971 Mit allem hätte sie gerechnet, nur nicht damit, dass eines Tages ein Bildhauer auf die Idee kommen könnte, ihren Kopf in Bronze festzuhalten. Auch andere bekunden Unverständnis: Wie kommt er ausgerechnet auf diese dicke Alte, die kaum ein anderes Verdienst aufzuweisen hat, als acht Kinder geboren und neun großgezogen zu haben? Diese Frage ist Anlass für die Frau, sich an ihr bewegtes Leben in der Kriegs- und Nachkriegszeit zu erinnern und während der Modellsitzungen dem Bildhauer ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Der Bildhauer und die Kinder der Frau beginnen ebenfalls, über sich und ihre Mutter nachzudenken. Mehr unter ndr.de/radiokunst Das Hörspiel
Sonntag 21:05 Uhr

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NDR Info

Nachtclub Radio Globo

Haruomi HosonoNippon Pop: Der Eklektizismus des Haruomi Hosono Mit Olaf Maikopf Mit seinem enzyklopädischen Wissen über Musik, seiner grenzenlosen Neugier auf andere Klänge wurde der Tokioter Haruomi Hosono ab den frühen 1970er-Jahren Autor seiner eigenen, eigenwilligen Musikwelt und prägte als Künstler, Session-Player, Songwriter und Produzent unverwechselbar Hunderte von Aufnahmen. Am ehesten bei uns bekannt ist Hosono als Gründer des Yellow Magic Orchestra, dem Trio mit Ryuichi Sakamoto, das mit seinem melodieverliebten Technopop Kraftwerk grandios die Stirn bot. Fünf Jahre vor dem YMO nahm Hosono sein erstes Soloalbum "Hosono House" auf. Kurz zuvor hatte er in LA Van Dyke Parks, Ry Cooder und den Americana Sound kennengelernt. Diese Begegnung, vereint mit seiner Sicht von Calypso, New Orleans Cajun und Rumba lässt sein Debüt heute noch aufregend vibrieren. In den folgenden Jahren lebte Hosono seine Obsession für Martin Denny"s Exotica, Sly Stone, balinesische und japanische Perkussion aus, kongenial kulminiert im traumhaften "Paraiso". Parallel dazu brachte er 1978 "Cochin Moon" das klingende Tagebuch eines Indienaufenthaltes heraus. Erst 1982 erschien ein weiteres Soloalbum des nun meist auf elektronischem Equipment agierenden Tokioters: "Philharmony" ist ein Meisterwerk elektronischer Musik. All diese vielfältigen Ideen betrachtete er sieben Jahre später auf "Onni Sight Seeing", einer musikalischen Reise um die Welt, durch sein kaleidoskopisches Objektiv. Gab es diese fünf Alben bisher nur in Japan oder über verschlungene Wege, so kommen Haruomi Hosono"s charakteristischen Werke nun erst mal offiziell auf den westlichen Markt. Im Interview mit Olaf Maikopf erzählt Haruomi Hosono in Nippon Pop von deren Entstehung. Erstsendung Sonntag, Wiederholung am Donnerstag auf NDR Blue
Sonntag 23:05 Uhr

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