Features

Samstag 09:04 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Start-up Phasen einer Unternehmensgründung Von Jean-Claude Kuner Regie: der Autor Produktion: NDR/rbb 2016

Samstag 09:05 Uhr MDR KULTUR

Wie ich lernte, den Karpfen zu angeln

Von Jan Schilling (Wiederholung) Jan Schilling hasste Sonntage. Und er hasste Fisch. Beides hing eng zusammen. Immer sonntags war Fischtag. Da kam der Karpfen auf den Tisch, den Schillings Großvater wochentags geangelt hatte: Ein muffiger Karpfen aus einem muffigen Gewässer. Der Großvater ist tot, der Ekel geblieben, fast schon ein Trauma. Nach Jahren nun stellt sich der Autor diesem Gefühl. Und wagt ein glibberiges Experiment. Wie wäre es, den Fisch zu fangen? In Gummistiefeln am Wasserrand erfährt der Autor alles vom Schmerz des Karpfens am Angelhaken, vom "Trennungssport" Angeln, von meditativer Weltflucht und Jagdtrieb. Und wer weiß - vielleicht überwindet er sein Trauma und isst wieder Fisch. Karpfen blau. Jan Schilling ist Reporter und erzählt aus einer Hutmacherei ebenso wie er aus einer wackeligen Karpatenseilbahn berichtet. Nach einer Lehre zum Maurer studierte er in Leipzig Germanistik und Geschichte. An der Universität entdeckte er seine Leidenschaft für das Radio, war Ressortleiter bei "Radio Mephisto 97.6". Als Hörfunk-Autor beschäftigt er sich mit Umwelt- und Gesellschaftsthemen. Für MDR KULTUR realisierte er zuletzt Features über invasive Tiere und Pflanzen und über den Kormoran. Regie: Andreas Meinetsberger Produktion: MDR 2017 Sprecher: Nico Holonics Axel Thielmann (30 Min.)

Samstag 09:05 Uhr Ö1

Hörbilder

Das Salz der Erde Bei Kleinbauern, Landlosen und Umweltflüchtlingen in Brasilien Feature von Johann Kneihs Am 25. Jänner 2019 ereignet sich in der Kleinstadt Brumadinho der bis dahin größte Unfall in einem brasilianischen Bergwerk. Eine Schlammlawine begräbt Häuser und Dutzende Menschen unter sich, ähnlich wie erst drei Jahre zuvor im nahegelegenen Ort Mariana. Es ist der tragische Höhepunkt einer langen Reihe von Schäden an Natur und Menschen, die für Brasilien kennzeichnend geworden sind. Der gebürtige Österreicher Thomas Bauer lebt seit über 20 Jahren als Sozialarbeiter, Fotograf und Filmemacher im Bundesstaat Bahia im Nordosten von Brasilien. Er unterstützt Kleinbauern, Landarbeiter und Landlose, die ihre Existenz verteidigen - gegen die Vertreibung durch Bergwerke und Plantagen, gegen Sklavenarbeit oder die Vergiftung des Viehs durch Pestizide beim Anbau von Exportfrüchten. Bewässerungsprojekte, Kraftwerke, aber auch Intrigen lokaler Unternehmer bewirken, dass im Laufe der Jahre hunderttausende Familien ihre Existenz verloren haben. Häufig werden Besitztitel gefälscht, häufig wird auch Gewalt angewendet: Rund 1.500 Menschen wurden in zwei Jahrzehnten in Landkonflikten ermordet, hat die kirchliche Pastoralkommission für das Land der brasilianischen Bischofskonferenz erhoben. 71 Morde waren es im Jahr 2017, die weltweit höchste Zahl. Jeden Juli kommen tausende Landarbeiter und Landlose zur Wallfahrt ins Städtchen Bom Jesus da Lapa am Rio São Francisco, zu Prozessionen und Gottesdiensten, aber auch zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Bestärkung im Kampf gegen die Ungerechtigkeit, mit der sie konfrontiert sind. Redaktion: Elisabeth Stratka Ton: Fridolin Stolz

Samstag 12:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Aufklärer unter Verdacht Was Whistleblowern und investigativen Journalist*innen droht Von Charly Kowalczyk Aufnahme des DLF 2020 Wiederholung: So 11.04 Uhr

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

In 80 Klicks um die Welt Zimmerreisen Von Manuel Gogos Aufnahme des DLF 2015 Wiederholung: So 15.04 Uhr

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Leichten Fußes in die Tanzkarriere? Von Nicole Baumann Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Wer ein tanzbegeistertes Kind hat, findet sich sehr bald vor wichtigen Entscheidungen stehend. Die Auswahl an Kinderballettschulen, Tanzstudios und Ausbildungsinstituten ist groß. Das ist ein Vorteil. Doch wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Denn welche Schule ist für mein Kind die richtige? Welches Lehrpersonal - die ehemalige Solotänzerin oder die ausgebildete Tanzpädagogin? Soll mein Kind von Anfang an mit Strenge und Disziplin auf Leistung gedrillt werden oder soll der Tanzunterricht zu Freude, Ausdruckswille und Spaß an Bewegung führen? Was ist mit dem jungen Körper - wird er Schaden nehmen? Drohende Magersucht, harter Konkurrenzkampf und körperliche und psychische Überlastung gehören nach wie vor zu den Vorurteilen, die man als erstes gegenüber einer Ballettausbildung ins Feld führt. Doch sind es wirklich nur Vorurteile oder muss man sie für sein Kind ganz realistisch einkalkulieren? Mein Kind soll doch ein schönes, normales Leben führen können, ohne Entbehrungen und übermäßigen Stress. Fakt ist, dass an den großen deutschen Bühnen nur sehr wenige deutsche Tänzer und Tänzerinnen engagiert werden. Ganz ähnlich wie im Bereich der Orchestermusiker und Opernsänger drängt immer mehr Konkurrenz aus dem Ausland nach Deutschland. Der Eindruck entsteht, als ob sich die jungen Menschen dort leichter in ein Ausbildungssystem mit Härte und Disziplin begeben als hier. Denn eines steht fest, Tänzer wird man nicht mehr, wenn man mit 18 anfängt. Das entscheidet sich sehr früh und dann bedeutet es viel Arbeit und Hingabe. Ähnlich wie bei Pianisten oder Geigern kann auch ein Tänzer nicht mehr aufholen, was er als Kind nicht gelernt hat. Die Autorin Nicole Baumann, selbst auf dieser Suche, berichtet von ihrem Rundgang durch Münchner Ballett- und Tanzschulen, ihren Gesprächen mit Eltern und Tanzlehrern und Profis. Musiken von Peter Tschaikowsky, Igor Strawinsky, Léo Delibes und anderen untermalen die Sendung.

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